St. Lambertus (Mingolsheim)

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St. Lambertus von Osten
St. Lambertus von Westen
Blick zum Chorbereich

Die Kirche St. Lambertus ist eine katholische Kirche der Pfarrgemeinde St. Lambertus Mingolsheim, einem Ortsteil von Bad Schönborn. Sie ist dem Erzbistum Freiburg unterstellt und gehört zur Seelsorgeeinheit Schönborn-Kronau im Dekanat Bruchsal. Der heilige Lambertus ist der Kirchenpatron.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ursprung der Kirche liegt im achten Jahrhundert. Aus dem fünfzehnten Jahrhundert stammt der gotische Chor und das Untergeschoss des Turmes. Nach 1760 wurde das barocke Langhaus mit barocker Ausstattung erstellt. Um 1900 entstand der neugotische Hochaltar. Um 1977 erfolgte eine umfassende Renovierung und moderne Altarraumausstattung. Die Seitenaltäre sind Maria und Rochus geweiht.

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schmid-Orgel

Seit 1993 gibt es eine neue viermanualige mechanische Orgel der Fa. Gerhard Schmid aus Kaufbeuren. Das Instrument hat 50 Register auf vier Manualen und Pedal. Die Spieltrakturen sind mechanisch, die Registertrakturen sind elektropneumatisch.[2]

I Rückpositiv C–g3
Gedackt 8′
Prästant 4′
Rohrflöte 4′
Principal 2′
Spitzquinte 113
Octave 1′
Cymbel 12
Krummhorn 8′
Tremulant
II Hauptwerk C–g3
Gedacktpommer 16′
Principal 8′
Rohrflöte 8′
Gamba 8′
Octave 4′
Quinte 223
Octave 2′
Mixtur V 113
Scharf III 1′
Trompete 8′
Cymbelstern
III Schwellwerk C–g3
Bourdon 16′
Holzflöte 8′
Quintade 8′
Salicional 8′
Vox coelestis 8′
Principal 4′
Traversflöte 4′
Nasat 223
Waldflöte 2′
Terz 135
Sifflöte 1′
Plein jeu V 2′
Basson 16′
Oboe 8′
Schalmey 4′
Tremulant
IV Récit C–g3
Spitzgedackt 8′
Weitprincipal 4′
Cornett V 8′
Trompette-harmonique 8′
Tremulant
Pedalwerk C–f1
Principal 16′
Subbaß 16′
Quintbaß 1023
Octavbaß 8′
Gedacktbaß 8′
Großterz 623
Choralbaß 4′
Nachthorn 2′
Rauschbaß V 223
Bombarde 32′
Posaune 16′
Trompete 8′
Clarine 4′

Glocken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Geläut besteht aus neun Glocken, wobei die neunte und bisher jüngste Glocke 2004 aufgehängt wurde. Es ist damit das umfangreichste Kirchengeläut einer Dorfpfarrkirche im Erzbistum Freiburg.[3]

Nr. Name Gussjahr Gießer, Gussort Durchmesser Masse Schlagton
1 Christus König 1950 Friedrich Wilhelm Schilling,
Heidelberg
1289 mm 1300 kg es′
2 Maria 1080 mm 780 kg ges′
3 Lambertus 850 mm 341 kg b′
4 Schutzengel 1922 Glockengießerei Bachert, Karlsruhe 740 mm 215 kg des″
5 Nikolaus von Flüe 1987 Karlsruher Glockengießerei 630 mm 174 kg es″
6 Mutter Teresa 2003 Rudolf Perner, Passau 600 mm 145 kg f″
7 Benedictus 1987 Karlsruher Glockengießerei 550 mm 0118 kg ges″
8 Elisabeth von Thüringen 1988 490 mm 098 kg as″
9 Jean-Marie Vianney 480 mm 089 kg b″

Vorplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kirchenvorplatz wurde Prälat-Schanzenbach-Platz benannt, zur Erinnerung an den in Mingolsheim geborenen, zum Ehrenbürger ernannten und in Freiburg im Breisgau als Priester und Prälaten wirkenden Leonhard Schanzenbach.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Lambertus (Mingolsheim) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chartres Labyrinth
  2. Näher Informationen zur Orgel
  3. youtube.com: Die Mingolsheimer Glocken

Koordinaten: 49° 13′ 7,3″ N, 8° 39′ 50″ O