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St. Maria bei den Slawen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Fassade der gotischen Kirche mit modernem Turmaufbau

Die Kirche der Jungfrau Maria bei den Slaven (tschechisch Kostel Panny Marie na Slovanech) ist die Klosterkirche des Emmausklosters in der Prager Neustadt.

Karl IV. gründete die dreischiffige Kirche am 21. November 1347 als Bestandteil des Klosters der slawischen Benediktiner – daher der Namenszusatz bei den Slaven. Im Jahre 1372 wurden die Bauarbeiten abgeschlossen.

Im 17. Jahrhundert erfuhr die Kirche unter den spanischen Benediktinern, die 1636 nach Prag entsandt worden waren, eine Teilbarockisierung, eine Erweiterung um zwei Türme und eine erneute Weihe unter dem Titel Unserer Lieben Frau von Montserrat. Die Beuroner Benediktiner führten 1880 eine Regotisierung durch.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Marienkirche während des schweren Luftangriffs amerikanischer Bomber auf Prag am 14. Februar 1945 stark beschädigt. Im Zuge des von 1966 bis 1969 dauernden Wiederaufbaus nach dem Krieg wurden die beiden Türme nicht wiederhergestellt. Die Kirchenfront im Westen wurde in moderner Architektur gestaltet.

Das Emmauskloster wird heute von verschiedenen Gruppen genutzt (unter anderem von der Ackermann-Gemeinde und der Deutschsprachigen Katholischen Gemeinde Prag).

  • Emmauskloster (enthält eine detaillierte Beschreibung der Geschichte der Kirche)
Commons: Kostel Panny Marie na Slovanech – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 50° 4′ 20,3″ N, 14° 25′ 3,3″ O