St. Peter und Paul (Georgsmarienhütte)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
St. Peter und Paul

St. Peter und Paul ist eine der beiden katholischen Kirchen im Stadtteil Oesede der Stadt Georgsmarienhütte. Sie wurde in den Jahren 1903 bis 1906 nach Plänen von Wilhelm Sunder-Plaßmann als Hallenkirche im neugotischen Stil erbaut.

Die Gemeinde, die zum Bistum Osnabrück gehört, bildet eine Pfarreiengemeinschaft mit Heilig Geist (Oesede), St. Maria Frieden (Georgsmarienhütte-Harderberg) und St. Johann/St. Marien (Kloster Oesede).

Vorgängerbauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Vorgängerbau war St. Remigius geweiht. Der älteste Teil der St. Remigius-Kirche war der Kirchturm aus dem 13. Jahrhundert. Ein Neubau des Gotteshauses wurde notwendig, weil durch die Gründung der Stahlhütte des Georgs-Marien-Bergwerks- und Hüttenverein in der Mitte des 19. Jahrhunderts viele Arbeiter nach Oesede zogen. Die St. Remigiuskirche wurde nach Fertigstellung der St. Peter und Paul Kirche im Jahr 1906 abgerissen.

Innenausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochaltar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf stammte von dem Osnabrücker Bildhauer Lukas Memken (1860−1934). Es war eine Stiftung des Fabrikanten Carl Stahmer. Der Unterbau mit herausgearbeiteten Säulenelementen und Heiligendarstellungen besteht aus Marmor; der gotische Altaraufsatz aus mit Blattgold überzogenem Eichenholz. Eingefügt neben dem Tabernakel sind sechs Heiligenfiguren von Petrus, Paulus, Benedikt, Bonifatius, Elisabeth und Agnes. In den Altartisch wurden Reliquien der Märtyrer Leopardus und Micinius eingelassen. 1912 wurde auf Initiative des MGV Harmonia die vom Bildhauer Memken aus Eichenholz geschnitzte Kanzel eingebaut.

Taufbecken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bronzefünte stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orgel der Kirche wurde 1969 von der Firma Speith-Orgelbau aus Rietberg gebaut. Sie hat 40 Register und 3284 Pfeifen, drei Manuale plus Pedal.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Grote: 100 Jahre - Die Geschichte der Kirche und der Kirchengemeinde St. Peter und Paul Oesede. Eigenverlag Oesede, 2006, 105 S., ISBN 978-3-930817-13-9
  • August Suerbaum: Die Pfarre Oesede, Katholisches Pfarramt Peter u. Paul, Oesede 1964, 135 S.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 52° 12′ 24″ N, 8° 3′ 52″ O