St. Wolfgang (Haidhausen)

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Der erhaltene Kirchturm von St. Wolfgang

Die Pfarrkirche St. Wolfgang ist eine neubarocke Kirche im Münchner Stadtteil Haidhausen am St.-Wolfgangs-Platz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche wurde zwischen 1915 und 1920 nach Plänen des Münchner Architekten Hans Schurr errichtet. Die Weihe zu Ehren des Regensburger Bischofs Wolfgang von Regensburg fand 1920 statt. Der Bau wurde durch Bombenangriffe während des Zweiten Weltkriegs nahezu zerstört. Lediglich der Turm der Kirche blieb erhalten.

Zwei Jahrzehnte lang dienten Behelfsbauten der Kirchengemeinde als Gotteshaus. Diese wurden erst in den Jahren 1964 bis 1966 durch einen Neubau ersetzt. Der Architekt Michael Steinbrecher schuf mit Hilfe von großen rückwärtigen Glasfenstern einen hell durchleuchteten Kirchenraum. Die Fenster schuf der Grafinger Künstler Alfred Schöpffe (1917–1992). Von ihm stammt auch das Mosaikrelief Die Wiederkunft Christi inmitten von Menschengruppen an der Rückwand des Altarraumes.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orgel

Die Orgel von St. Wolfgang wurde 1907 von dem englischen Orgelbauer Albert Keates (Sheffield) erbaut und 2004 von Münchner Orgelbau Johannes Führer wieder aufgebaut. Es ist das erste und einzige original englische Instrument mit symphonischen Charakter in Bayern. Das Schleifladen-Instrument hat 28 Register auf 3 Manualen und Pedal mit Barkervorrichtung. Die Spieltrakturen sind mechanisch, die Registertrakturen pneumatisch. Die Choir-Organ war in dem Instrument angelegt und wurde erst in Bayern rekonstruiert.[1] Die Segnung der Orgel erfolgte am 20. November 2004.[2]

II Great Organ C–c4
1. Large Open Diapason 8′
2. Rohrflute 8′
3. Dulciana 8′
4. Principal 4′
5. Harmonic Flute 4′
6. Fifteenth 2′
7. Clarionet 8′
III Swell Organ C–c4
8. Double Diapason 16′
9. Open Diapason 8′
10. Lieblich Gedackt 8′
11. Viol da Gamba 8′
12. Voix Celeste 8′
13. Principal 4′
14. Wald Flute 4′
15. Mixture 223
16. Cornopean 8′
17. Oboe 8′
18. Vox Humana 8′
Tremulant
I Choir Organ C–c4
19. Harmonic Flute 8′
20. Concert Flute 4′
21. Mixture III 2′
22. Tuba 8′
23. Orchestral Oboe 8′
Pedal Organ C–f1
24. Open Diapason 16′
25. Subbass 16′
26. Oktave 8′
27. Bass Flute 8′
28. Trombone/Conacher 16′
  • Koppeln: I/II, III/I, III/II, III 16'/III, III 4'/III, I/P, II/P, III/P,

Der Turm beherbergt fünf Glocken der Glockengießerei A. Bachert (Heilbronn) in der Schlagtonfolge h0–d1–e1–fis1–a1, die mit der von St. Gabriel gleich ist. Jeden Samstag um 15 Uhr wird mit der großen h0-Glocke solistisch für acht Minuten der Sonntag eingeläutet. Zum Sonntagsamt erklingt für fünf Minuten das Vollgeläute.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Informationen zur Orgel von St. Wolfgang (Memento des Originals vom 8. April 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.muenchnerorgelbau.de auf www.muenchnerorgelbau.de
  2. Orgel von St. Wolfgang auf www.erzbistum-muenchen.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: St. Wolfgang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 48° 7′ 33,1″ N, 11° 35′ 41,4″ O