Stadtmuseum Düren

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Stadtmuseum Düren
StadtmuseumDuerenDE.jpg
Außenansicht des Museums (2012)
Daten
Ort Düren, Nordrhein-Westfalen
Art
Stadtmuseum
Architekt unbekannt
Eröffnung 2009
Besucheranzahl (jährlich) 5449[1]
Website
Ausstellungsraum „Och, wat wor dat fröher schön … Das alte Düren im Modell“ mit Modellbauten von Josef Winthagen (2021)

Das Stadtmuseum Düren ist ein 2009 gegründetes, ehrenamtlich geführtes Museum in Düren, Nordrhein-Westfalen, dass in seinen Räumen anhand ausgewählter Exponate die Geschichte der Stadt Düren darstellt.

Hauptausstellungsraum "In Düren zu Hause - Migrationsgeschichte(n) und kulturelle Vielfalt" (2021)

Seit September 2021 wird eine Ausstellung über Migrationsgeschichte(n) und kulturelle Vielfalt gezeigt, wobei der Fokus auf die verschiedenen Menschen gelegt wurde, die in den letzten 150 Jahren nach Düren kamen und die sich stetig verändernde Stadtgesellschaft durch ihren vielfältigen Einfluss bereichert haben.[2]

Ergänzt wird das Angebot durch eine dauerhafte Einrichtung, die sich mit den Luftangriffen am 16. November 1944 auf die Stadt Düren beschäftigt.

Die Besucher und Besucherinnen können seit September 2021 in der Ausstellung „Och, wat wor dat fröher schön…Das alte Düren im Modell“ zahlreiche Modelle des Hobbybastlers Josef Winthagen bestaunt werden.[3]

Zudem wird seit Januar 2022 in der Ausstellung „Jäger, Forscher, Naturschützer - Auf den Spuren von Carl Georg Schillings“ auf das Leben und Wirken dieses bekannten Düreners eingegangen.[4]

Seit Frühjahr 2020 können die Ausstellungsräume auch in einem virtuellen Rundgang betrachtet werden.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2008 baute die Dürener Geschichtswerkstatt[6] im ehemaligen Bettenhaus Thiemonds in Düren eine zeitlich befristete Ausstellung über die 1950er Jahre auf. Die starke Resonanz der Dürener Bevölkerung ermutigte eine Initiative, neben den bereits existierenden Dürener Museen ein stadtgeschichtliches Museum einzurichten.

Die Sparkasse Düren stellte dazu in der Arnoldsweilerstraße in der Dürener Innenstadt Räumlichkeiten zur Verfügung, die zuvor als erster und bisher einziger Autoschalter der Dürener Bankinstitute dienten. Bereits im Jahr 2009 konnte die erste Ausstellung eröffnet werden, die die Zeit von 747 bis 1814 zeigte. Nach und nach erarbeiten die größtenteils ehrenamtlichen Mitarbeiter weitere Abschnitte der Dürener Stadtgeschichte, so dass in unregelmäßigen Abständen ein Wechsel der Ausstellungen stattfindet.

Es ist für die Zukunft geplant, das Stadtmuseum (nach Umbau) in das ehemalige Schulgebäude, Schenkelstraße 6–8, später eine Zweigstelle des Dürener Rathauses, umzuziehen.[7]

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterschiedliche regelmäßige Veranstaltungsformate ergänzen das Angebot der ständigen Ausstellung:

Kirche St. Anna, Düren 1634, Stadtmodell nach Wenzel Hollar
  • wöchentlicher „Offener Treff“ für Mitglieder und interessierte Besucher (immer dienstags)
  • Führungen durch die Ausstellung jeden letzten Sonntag im Monat oder auf Anfrage
  • Rundgänge und Themenführungen in Düren
  • Monatliche Ahnenforscherberatung durch Forscher der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde Köln (WGfF) und Ahnenforschertreff
  • Die Schreibwerkstatt hilft Jung und Alt beim Lesen alter Dokumente oder Briefe. Sie wurde im Rahmen des EFI-Projekts des Kreises Düren initiiert.
    Ausstellungsraum "Jäger, Forscher, Naturschützer - Auf den Spuren von Carl Georg Schillings" (2022)
  • Ausstellungsbegleitende Fachvorträge sollen einzelne Bereiche der Stadtgeschichte vertiefen
  • Die Gesprächsreihe „Dürener auf der Couch“ bietet ein vor allem unterhaltsames Forum für alle Dürener Bürger, die etwas aus ihrem Leben zu erzählen haben
  • Schul-AG „Stadtmuseum“ in Kooperation mit dem Rurtalgymnasium
  • Geocaching-Touren durch die Stadt
  • Sonderveranstaltungen zum Internationalen Museumstag[8]
  • Teilnahme am „Kulturrucksack NRW“

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Trägerverein Stadtmuseum Düren e. V. (Hrsg.): Dürens Goldene Jahre 1871–1914. Hahne & Schloemer, Düren 2014, ISBN 978-3-942513-22-7 (Begleitbuch zur III. Abteilung der Ständigen Ausstellung zur Stadtgeschichte).
  • Trägerverein Stadtmuseum Düren e. V. (Hrsg.): Was bleibt von Preußen in Düren? Mit Beiträgen von Karl-Wilhelm Nellessen und Christel Kreutzer. Hahne & Schloemer, Düren 2016, ISBN 978-3-942513-35-7 (Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Stadtmuseum September 2015 bis Mai 2016).
  • Trägerverein Stadtmuseum Düren e.V. (Hrsg.): 90 Jahre Atelier Ophoven – 1862 bis 1952 – »Königlicher Hoffotograf« zu Düren und Nachfahren. Hahne & Schloemer Verlag, Düren 2018, ISBN 978-3-942513-43-2.
  • Trägerverein Stadtmuseum Düren e.V. (Hrsg.): Neue Horizonte – Dürener Migrantinnen erzählen. Hahne & Schloemer Verlag, Düren 2020 (Begleitbroschüre zur gleichnamigen Ausstellung).
  • Trägerverein Stadtmuseum Düren e. V. (Hrsg.): In großer Zeit. Heimatfront Düren 1914–1918. Hahne & Schloemer, Düren 2021, ISBN 978-3-942513-40-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jahreshauptbericht 2018-2019. (PDF) Abgerufen am 11. Juni 2019.
  2. Ausstellungen - Startseite. Abgerufen am 19. Mai 2022.
  3. Ausstellungen - Startseite. Abgerufen am 19. Mai 2022.
  4. Ausstellungen - Startseite. Abgerufen am 19. Mai 2022.
  5. Düren virtuell - Startseite. Abgerufen am 19. Mai 2022.
  6. Dürener Geschichtswerkstatt. Abgerufen am 10. Mai 2017.
  7. aid-24542005
  8. Dürenern ins Fotoalbum geschaut. Abgerufen am 10. Mai 2017.

Koordinaten: 50° 48′ 33″ N, 6° 29′ 8,1″ O