Stadtmuseum Düren

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Stadtmuseum Düren
StadtmuseumDuerenDE.jpg
Außenansicht des Museums
Daten
Ort Düren, Nordrhein-Westfalen
Art Stadtmuseum
Architekt unbekannt
Eröffnung 2009
Leitung Bernd Hahne/Paul Larue
Website www.stadtmuseumdueren.de

Das Stadtmuseum Düren ist ein 2009 gegründetes Museum in Düren, Nordrhein-Westfalen.

Es zeigt in seinen Räumen die Geschichte der Stadt Düren anhand ausgewählter Exponate.

Gezeigt werden Dürens Goldene Jahre 1871-1914, eine Ausstellung über die Zeit des Ersten Weltkriegs sowie eine dauerhafte Einrichtung, die sich mit den Luftangriffen am 16. November 1944 auf die Stadt Düren beschäftigt.

Für das Frühjahr 2017 ist eine Ausstellung rund um die Zwanziger Jahre geplant.

Das Museum wird ehrenamtlich geführt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2008 baute die Dürener Geschichtswerkstatt[1] im ehemaligen Bettenhaus Thiemonds eine zeitlich befristete Ausstellung über die 1950er Jahre auf.

Die starke Resonanz der Dürener Bevölkerung ermutigte eine Initiative, neben dem Leopold-Hoesch-Museum, dem Papiermuseum Düren, dem Dürener Karnevalsmuseum, dem Portable Art Museum und dem Feuerwehrmuseum (Lendersdorf) ein Museum zur Stadtgeschichte einzurichten.

Die Sparkasse Düren stellte in der Arnoldsweilerstraße in der Stadtmitte Räumlichkeiten zur Verfügung.[2] Diese dienten zuvor als erster und bisher einziger Autoschalter der Dürener Bankinstitute.

Bereits im Jahr 2009 konnte die erste Ausstellung eröffnet werden. Sie zeigte die Zeit von 747 bis 1814. Nach und nach erarbeiten die größtenteils ehrenamtlichen Mitarbeiter weitere Abschnitte der Stadtgeschichte.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Anna, Düren 1634, Stadtmodell nach Wenzel Hollar

Das Museum zeigt Ausstellungen zu folgenden Zeitabschnitten:

747 bis 1814. Von den Anfängen bis zum Ende der Franzosenzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer kleinen Ausstellung wird die Zeit der fränkischen Besiedlung und der Pfalz, die Stadtwerdung und -befestigung, Düren als Wallfahrtsort nach dem Verbleib des Annahauptes in Düren, der Zerstörung Dürens 1543 durch Kaiser Karl V., Wenzel Hollar in Düren sowie die französische Herrschaft 1794 bis 1814 gezeigt.

Dürens Goldene Jahre 1871 bis 1914[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feldpost aus dem Ersten Weltkrieg

Für die Stadt Düren ist die Zeit zwischen 1871 und 1914 von besonderer Bedeutung. In der „Stadt der Millionäre“ herrscht Hochkonjunktur, die Bevölkerung wächst um mehr als das doppelte und auch die Stadt verändert sich rasant. Gleichzeitig zeichnen sich die wohlhabenden Industriellen in der "Stadt der Millionäre" durch ein bürgerschaftliches Engagement aus – so entstehen in dieser Zeit kulturelle Einrichtungen wie das Leopold-Hoesch-Museum oder das Stadttheater. Aber auch soziale Einrichtungen werden geschaffen, wie Schulen, Heime oder auch Institutionen der Blindenpflege.

Für viele Teile der Bevölkerung bedeutete die Zeit aber auch Verarmung, Wohnungselend, Versorgungsprobleme und Krankheit.

Heimatfront – Düren und der Erste Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine weitere Ausstellung beschäftigt sich mit der Zeit des Ersten Weltkriegs. Er bedeutete auch für Düren einen tiefen Einschnitt. Wo zunächst Begeisterung zu spüren war, breiteten sich bald Ernüchterung, Verbitterung und Kriegsmüdigkeit aus. Aufgrund der Nähe zur Westfront wurden in Düren Lazarette und Genesungsheime eingerichtet.

Für die Bevölkerung an der „Heimatfront“ war die Zeit zudem gekennzeichnet durch steigende Lebensmittelknappheit sowie der Verlust zahlreicher Angehöriger.

Die Ausstellung "Heimatfront - Düren und der Erste Weltkrieg" zeigt anhand von exemplarischen Lebensbereichen, wie sich die Realität des Krieges auf das Leben der Dürener auswirkte.

16. November 1944[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In weniger als einer halben Stunde legten Bomben der Royal Air Force am Nachmittag des 16. November 1944 die Stadt Düren in Schutt und Asche. Mehr als 90 % der Innenstadt wurden zerstört, 3126 Menschen starben nach offiziellen Angaben.

Der kleine Ausstellungsraum ist als dauerhaft installierter Gedenkraum für diesen wichtigen Tag der jüngeren Dürener Geschichte konzipiert.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterschiedliche regelmäßige Veranstaltungsformate ergänzen das Angebot der ständigen Ausstellung:

  • Kontor, ausgestellt im Dürener Stadtmuseum
    Führungen durch die Ausstellung jeden letzten Sonntag im Monat oder auf Anfrage
  • Rundgänge und Themenführungen in Düren
  • Monatliche Ahnenforscherberatung durch Forscher der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde Köln (WGfF) und Ahnenforschertreff
  • Die Schreibwerkstatt hilft Jung und Alt beim Lesen alter Dokumente oder Briefe. Sie wurde im Rahmen des EFI-Projekts des Kreises Düren initiiert.
  • Ausstellungsbegleitende Fachvorträge sollen einzelne Bereiche der Stadtgeschichte vertiefen
  • Die Gesprächsreihe „Dürener auf der Couch“ bietet ein vor allem unterhaltsames Forum für alle Dürener Bürger, die etwas aus ihrem Leben zu erzählen haben
  • Wöchentlicher Dienstagstreff für alle interessierten Bürger in den Räumen des Stadtmuseums
  • Schul-AG "Stadtmuseum" in Kooperation mit dem Rurtalgymnasium
  • Geocaching-Touren durch die Stadt

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Trägerverein Stadtmuseum Düren e.V. (Hrsg.): Dürens Goldene Jahre 1871–1914. Begleitbuch zur III. Abteilung der Ständigen Ausstellung zur Stadtgeschichte. Hahne & Schloemer, Düren 2014, ISBN 978-3-942513-22-7.
  • Trägerverein Stadtmuseum Düren e.V. (Hrsg.): Was bleibt von Preußen in Düren? Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Stadtmuseum September 2015 bis Mai 2016. Mit Beiträgen von Dr. Karl-Wilhelm Nellessen und Christel Kreutzer. Hahne & Schloemer, Düren 2016, ISBN 978-3-942513-35-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dürener Geschichtswerkstatt. Abgerufen am 6. November 2012.
  2. Entstehung - Dürener Stadtmuseum. In: www.stadtmuseumdueren.de. Abgerufen am 26. Oktober 2016.

Koordinaten: 50° 48′ 33″ N, 6° 29′ 8″ O