Stand-up-Comedy

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Unter Stand-up-Comedy oder Nummernkomödie versteht man einen überwiegend gesprochenen Solovortrag eines Comedians bzw. Komikers als Kurzauftritt oder auch abendfüllendes Programm im Gegensatz zur Physical Comedy.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand-up-Comedy besteht meist aus einstudierten Nummern, die oft über Jahre gleich oder ähnlich vorgetragen werden, aber auch spontane, unvorbereitete Elemente sind in den Darbietungen zu finden. Einige Stand-up-Comedians tragen auch komplett improvisierte Nummern vor, was aber eher die Ausnahme ist und auch einer gewissen, vorbereitenden Grundlage bedarf, die das Zurückgreifen auf bestimmte Muster ermöglicht, die dann im Vortrag scheinbar im Moment erfunden wirken. Dennoch darf das spontane Element der Stand-up-Comedy nicht verwechselt werden mit der eigenen Sparte der Improvisationscomedy, die auf Elementen des Stegreiftheaters beruht, bei dem ein Ensemble von Darstellern nach vorab geprobten Mustern spontane Geschichten entwickelt.

Die Grenzen zwischen Stand-up-Comedy und Kabarett sind fließend. Schauspielerische sowie theatralische Elemente sind ebenfalls mittlerweile in der Stand-up-Comedy zu finden. Die Bandbreite reicht von komischen Alltagssituationen über pointierte Darstellung von Personen, Geschichten, öffentlichen Ereignissen bis hin zu kompletten, abendfüllenden Inszenierungen.

Personen und Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Vereinigten Staaten und anderen, vor allem englischsprachigen Ländern, hat die Stand-up-Comedy eine lange Tradition mit Stars wie Richard Pryor und George Carlin. In Deutschland hat sich seit den 1990er Jahren ebenfalls eine Stand-up-Kultur entwickelt, mit weiter wachsender Tendenz. Diese kann an ältere Vorbilder wie Karl Valentin, Heinz Erhardt oder Jürgen von Manger anknüpfen.

Neben Fernsehformaten wie dem Quatsch Comedy Club, NightWash und Fun(k)haus werden komplette Solo-Stand-up-Shows mit zum Teil großem kommerziellem Erfolg für die Bühne produziert und auch gesendet (zum Beispiel Mario Barth, Michael Mittermeier, Atze Schröder). In vielen Städten im deutschsprachigen Raum finden sich mittlerweile Stand-up-Clubs: offene Bühnen (Open Mic), bei der sich auch Laien ausprobieren können, und sogenannte Mixedshows (für fortgeschrittene oder etablierte Künstler), bei der mehrere Künstler an einem Abend auftreten und Ausschnitte aus ihren Programmen präsentieren und neue Nummern ausprobieren.

Als weiteres Format etablieren sich auch Wettbewerbsformen wie der Comedy Slam, bei dem das Publikum entscheidet, welcher von mehreren Comedians eine Veranstaltung gewinnt.