Stefan Haas (Ingenieur)

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Stefan Haas

Stefan Haas (* 18. Februar 1965 in Wien) ist ein österreichischer Maschinenbauingenieur und Manager. Er ist seit 1. März 2013 Vorsitzender des Vorstands (CEO) der TÜV AUSTRIA Holding AG, Mitglied des Präsidialrats von Austrian Standards[1] und CEOC Präsident[2].

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Realgymnasium und der HTL in Mödling studierte Stefan Haas Maschinenbau an der Technischen Universität Wien. Während des Studiums arbeitete er als Universitätsassistent am Institut für Strömungsmechanik und Wärmeübertragung und der Technischen Universität Wien.

1994 schloss Haas das Studium mit dem Doktorat der technischen Wissenschaften mit Auszeichnung ab.
Nach einer dreijährigen Tätigkeit als Projektmanager der Christian Doppler Forschungsgesellschaft (sic) wechselte er 1997 zur Knorr Bremse GmbH. Dort war er zunächst Projektmanager, dann Leiter eines Entwicklungsteams und Division Manager. Mehrere Jahre arbeitete Haas als Geschäftsführer der Knorr Bremse Austria GmbH in Mödling und als Vice President für Innovation & Technologie in der Konzernzentrale in München.

Der gebürtige Perchtoldsdorfer hat für seine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mehrere nationale und internationale Auszeichnungen erhalten, insbesondere für die Entwicklung einer linearen Wirbelstrombremse den Innovationspreis des Landes Niederösterreich[3] und 2011 den renommierten European Railway Award[4].

Stefan Haas ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Töchtern.

Tätigkeiten, Projekte als Universitätsassistent[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Universitätsassistent lehrte Stefan Haas Thermodynamik, Ein- und Mehrphasenströmungen sowie Wärme- und Stoffübertragung. Er ist Co-Autor eines Repetitoriums für Thermodynamik (Oldenbourg Verlag), das seit Jahren als Lehrbuch an verschiedenen Universitäten verwendet wird.[5] Seine Forschungstätigkeit liegt auf dem Gebiet der stark beschleunigten Strömungen sowie der asymptotischen Theorie turbulenter Strömungen[6].

Thema der Dissertation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dissertation von Stefan Haas befasst sich mit Achsensymmetrischen Quell- und Senkenströmungen.[7]

Tätigkeiten, Projekte als Projektleiter im Christian Doppler Laboratorium (sic)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Christian Doppler Laboratorium für kontinuierliche Erstarrungsvorgänge war Haas Projektleiter des Teilbereiches „Dünnbandgießen“. Als Leiter einer Arbeitsgruppe für VA-Industrieanlagenbau und VA Stahl Linz richtete sich seine Forschungstätigkeit auf die Entwicklung eines Verfahrens zum Gießen dünner Stahlbänder und zur Untersuchung von Strömungen mit freier Oberfläche und Erstarrung.

Meilensteine bei Knorr Bremse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997 arbeitete Haas als Projektleiter für die Wirbelstrombremse ICE 3 der DB AG bei Knorr-Bremse Österreich an der Einführung einer revolutionären neuen Bremsentechnologie in den Schienenverkehr.
  • 1998 war er Teamleiter für die Entwicklung einer elektrisch erregten Wirbelstrombremse.
  • 1999 war Haas Entwicklungsleiter für Schienenbremsen und damit technisch gesamtverantwortlich im Knorr-Bremse Konzern für die Produktgruppen Magnetschienenbremse und Wirbelstrombremse.
  • 2000 war Haas Gewinner des NÖ Innovationspreises 2000 mit der „elektrischen Wirbelstrombremse für den ICE 3“.[3]
  • 2005 war er als Prokurist und Bereichsleiter Schienenbremsen tätig.
  • 2006 wurde er Geschäftsführer der Knorr-Bremse GmbH Österreich mit den Aufgabengebieten Entwicklung, Einkauf, Produktion und Qualität am Standort Mödling.
  • 2008 bekam Haas die Gesamtverantwortung für die Division IFE übertragen. Er war für die weltweiten Aktivitäten des Knorr-Bremse Konzerns, als Weltmarktführer bei automatischen Türsystemen für Schienenfahrzeugen, verantwortlich. Das waren 6 Standorte in Österreich (Zentrale), Tschechien (Produktionswerk mit ca. 500 Mitarbeitern), Deutschland, Niederlande und Polen, sowie im Rahmen der Matrixorganisation für weitere Standorte in China (ca. 500 Mitarbeiter), USA, Brasilien, Indien, Australien, Russland, Frankreich und Spanien mit in Summe mehr als 1300 Mitarbeitern in der Division IFE.
  • 2011 war Haas der Gewinner des European Railway Award für die Entwicklung und Markteinführung der linearen Wirbelstrombremse in Hochgeschwindigkeitszügen.[4]
  • 2011 wechselte er innerhalb von Knorr-Bremse nach München zur Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, München, als Bereichsleiter für Innovation und Technologie.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Austrian Standards: Von der nationalen Normungsorganisation zum zentralen Dienstleister für Standards und Innovation
  2. CEOC - Press Release: New President of CEOC International
  3. a b Karl Ritter von Ghega Preis - NÖ Innovationspreis
  4. a b Pressemitteilung von Knorr-Bremse bezüglich der Auszeichnung mit dem European Railway Award
  5. „Repititorium für Thermodynamik“
  6. Publikationsliste
  7. Achsensymmetrische Quell- und Senkenströmungen, Wien, Techn. Univ., Diss., 1994