European Railway Award

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der European Railway Award ist eine Auszeichnung, die seit 2007 von der Gemeinschaft der Europäischen Bahnen, der UNIFE und den European Rail Infrastructure Managers (EIM) für besondere Verdienste um das Eisenbahnwesen vergeben wird.[1]

Der Preis wurde in den beiden Kategorien „Politik“ und „Technik“ vergeben und war jeweils mit 10.000 Euro dotiert, die an eine gemeinnützige Institution nach Wahl des Preisträgers gingen.[2] Ab dem Preisjahr 2018 wird nur noch ein Preis vergeben.

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Technik Politik
2007 Jean Dupuy (F) Karel Van Miert (B)
2008 nicht vergeben
2009 Bengt Sterner (S) Moritz Leuenberger (CH)
2010 Roland Heinisch (D) Felipe González (E)
2011 Stefan Haas (Ingenieur) (A) Ken Livingstone (GB)
2012 François Lacôte (F) Karel Vinck (B)
2013 Johannes Nicolin (D) Benedikt Weibel (CH)
2014 Giorgio Diana (I) Jacques Barrot (F)
2015 Alexander Neumeister (D) Andrew Adonis (GB)
2016 Eric Fontanel (F) Isabelle Durant (B)
2017 nicht vergeben
2018 Gotthard-Basistunnel (CH)
2019 Catherine Trautmann (F)
2020 Geert Pauwels (B)
2021 iLINT hydrogen train project
2022 Bane NOR’s ERTMS programme (N) Manfred Weber (D)

Zu den bisherigen Trägern des technischen Preises gehören 2007 Jean Dupuy für die Entwicklung des ersten TGV und 2009 der schwedische Eisenbahningenieur Bengt Sterner als „Vater“ des Systems ERTMS zur Steuerung des Eisenbahnverkehrs.[3][4] Den politischen Preis erhalten haben 2007 der ehemalige EU-Verkehrskommissar Karel Van Miert für die Schaffung der Grundlagen für einen integrierten europäischen Eisenbahnmarkt und 2009 der Schweizer Verkehrsminister (Vorsteher des UVEK) Moritz Leuenberger für sein politisches Engagement zur Förderung einer Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene.[3][4]

2010 wurde der technische Preis an das ehemalige Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn Roland Heinisch verliehen; den politischen Preis erhielt der frühere spanische Ministerpräsident Felipe González. Heinisch erhielt seinen Preis für wesentliche Beiträge zur technischen Entwicklung der Eisenbahnen auf nationaler wie auch internationaler Ebene, wobei insbesondere sein Einsatz für Hochgeschwindigkeitsverbindungen zwischen Frankreich, Belgien und Deutschland Erwähnung fand. Für die Vergabe des politischen Preises an González ausschlaggebend war seine Entscheidung, die spanische Wirtschaft durch Großinvestitionen in den Hochgeschwindigkeitsverkehr zu fördern.[1]

Nachdem der Preis im Jubiläumsjahr 2017 gar nicht und 2018 nicht an eine Person, sondern an das Gotthard-Basistunnel-Projekt vergeben wurde, erhielt den Preis 2019 die Koordinatorin für den TEN-T Korridor Nordsee-Baltikum Catherine Trautmann. 2020 wurde der CEO des belgischen Güterverkehrsunternehmens Lineas ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für seine wirtschaftlichen Erfolge bei der Sanierung der ehemals staatlichen Güterbahn und der Einführung eines Produktionssystems, welches Elemente des Einzelwagenverkehrs mit Elementen des Kombinierten Verkehrs verbindet.[5]

Im Jahr 2021 erhielten sowohl der Präsident des Europäischen Parlaments, David Sassoli, als auch die FreeInterrail-Initiatoren und Autoren Vincent-Immanuel Herr und Martin Speer im Rahmen des Europäischen Jahres der Eisenbahn Sonderauszeichnungen beim European Railway Award.[6][7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b UNIFE: Felipe González and Roland Heinisch receive European Railway Award (englisch) 3. Februar 2010. Archiviert vom Original am 25. März 2012.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.unife.org Abgerufen am 19. Juni 2010.
  2. UNIFE: Press Release: Felipe González and Roland Heinisch receive European Railway Award (englisch, PDF; 112 kB) 3. Februar 2010. Abgerufen am 19. Juni 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.unife.org (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. a b UNIFE: European Railway Award 2007. Europe’s rail sector honours key players (englisch) 17. Oktober 2007. Archiviert vom Original am 3. Dezember 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.unife.org Abgerufen am 19. Juni 2010.
  4. a b UNIFE: European rail sector celebrates European Railway Award 2009 (englisch) 20. Januar 2009. Archiviert vom Original am 26. Juni 2009.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.unife.org Abgerufen am 19. Juni 2010.
  5. Geert Pauwels receives European Railway Award 2020 - European Railway Award. Abgerufen am 5. März 2020.
  6. LOK Report - Europäische Union: iLINT-Wasserstoffzug-Projekt erhält Europäischen Eisenbahnpreis 2021. Abgerufen am 26. Januar 2021 (deutsch).
  7. iLint hydrogen train project wins 2021 European Railway Award. In: International Railway Journal. 25. Januar 2021, abgerufen am 26. Januar 2021 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]