Stende

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Stende (dt. Stenden)
Wappen von Stende
Stende (Lettland)
(57° 8′ 43″ N, 22° 32′ 5″O)
Basisdaten
Staat: LettlandLettland Lettland
Landschaft: Kurland (lettisch Kurzeme)
Verwaltungsbezirk: Talsu novads
Koordinaten: 57° 9′ N, 22° 32′ OKoordinaten: 57° 8′ 43″ N, 22° 32′ 5″ O
Einwohner: 1.741 (13. Sep. 2018)
Fläche: 4,5 km²
Bevölkerungsdichte: 387 Einwohner je km²
Höhe: 90 m
Webseite: www.stende.lv

Stende (deutsch: Stenden) ist eine Kleinstadt im Westen Lettlands. Im Jahre 2018 zählte sie 1741 Einwohner.[1]

Der Ortsname kommt vom Flüsschen Stende, das hier vorbeifließt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort entstand auf dem Gebiet des seit dem 14. Jahrhundert bestehenden Rittergutes Stenden, als 1904 eine Bahnstation an der Strecke RigaVentspils eingerichtet wurde.[2] Im Ersten Weltkrieg wurde Stende 1915 von deutschen Truppen besetzt. Sie ließen zur besseren Verkehrsanbindung des Hafens Roja eine Schmalspurbahn von dort über das heutige Valdemārpils und Talsi nach Stende bauen, wo diese auf die Hauptstrecke traf.[3] Wenig später kamen Zweigstrecken in Richtung Duldurga – Ventspils sowie nach Mērsrags hinzu. All diese Schmalspurstrecken wurden 1963 stillgelegt.

1991 wurden Stende die Stadtrechte verliehen.

Lutherische Kirche Stende
Herrenhaus Groß Stenden aus dem 19. Jahrhundert
Bahnhof Stende

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Astrīda Iltnere (Red.): Latvijas Pagasti, Enciklopēdija. Preses Nams, Riga 2002, ISBN 9984-00-436-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Latvijas iedzīvotāju skaits pašvaldībās (= Einwohnerzahlen der Selbstverwaltungsbezirke Lettlands), Stand: 1. Juli 2018 (lettisch), S. 20, abgerufen am 1. Juli 2020.
  2. Lettland (Südlivland und Kurland). In: Hans Feldmann, Heinz von zur Mühlen (Hrsg.): Baltisches historisches Ortslexikon. Band 2. Böhlau Verlag, Köln, Wien 1990, ISBN 3-412-06889-6, S. 615.
  3. Lettland (Südlivland und Kurland). In: Hans Feldmann, Heinz von zur Mühlen (Hrsg.): Baltisches historisches Ortslexikon. Band 2. Böhlau Verlag, Köln, Wien 1990, ISBN 3-412-06889-6, S. 516.