Stephan Holthaus

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Stephan Holthaus, 2011

Stephan Holthaus (* 19. September 1962) ist ein deutscher evangelikaler Theologe, Professor für christliche Ethik und Apologetik mit Schwerpunkt Wirtschaftsethik und Rektor der Freien Theologischen Hochschule Gießen (FTH).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Holthaus’ konfessioneller Hintergrund ist in der Brüderbewegung,[1] er ist Mitglied einer Baptistengemeinde.[2] Von 1983 bis 1988 studierte er evangelische Theologie an der Freien Theologischen Akademie (FTA) in Gießen. Auf ein Gaststudienjahr an der Philipps-Universität Marburg folgten dreijährige Doktoralstudien von 1989 bis 1992 an der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Löwen (Belgien). 1992 wurde er hier zum Doktor der Theologie promoviert. Von 1992 bis 1995 arbeitete er als Dozent für Kirchengeschichte an der Bibelschule Brake. Die FTH Gießen berief Holthaus 1995 zum Dozenten für Kirchengeschichte und Ethik und 1997 zum Dekan. Von 2008 bis 2012 war er Dekan und Dozent für Ethik an der FTH, von 2012 bis 2015 Prorektor. Im Jahr 2015 folgte eine Professur für christliche Ethik und Apologetik mit Schwerpunkt auf Wirtschaftsethik. Holthaus übernahm im Januar 2016 als Nachfolger von Helge Stadelmann das Rektorat.[3]

Seine Forschungsschwerpunkte sind die Heiligungsbewegung, Ethik sowie Trendforschung.

Von 1992 bis 1997 war er Mitarbeiter im Rahmen des Forschungsprojekts „Bibliographie zur Kirchengeschichte“ des Instituts für wissenschaftstheoretische Grundlagenforschung in Paderborn in Zusammenarbeit u. a. mit Lutz E. von Padberg. Dieses Forschungsprojekt mündete in der Herausgabe des Bücherverzeichnisses zur Kirchengeschichte.

Von 2006 bis 2015 war Holthaus Direktor des Instituts für Ethik und Werte,[4] das seinen Sitz auf dem Campus der FTH hat,[5] institutionell aber nicht angebunden ist.[6] Das Institut verfolgte unter Holthaus das Ziel, „eine Rückbesinnung der Gesellschaft auf christliche Werte [zu] erreichen“.[7] An der TH Mittelhessen war er von 2008 bis 2013 Lehrbeauftragter für Wirtschaftsethik. Seit 2010 ist Holthaus Mitglied des Hauptvorstandes der Deutschen Evangelischen Allianz.[8] 2018 wurde er zum Vorsitzenden der Konferenz Bibeltreuer Ausbildungsstätten gewählt.[9]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brüdergemeinden wollen negatives Image überwinden. In: www.idea.de. 3. April 2006, abgerufen am 7. Januar 2016 (Kostenloser Auszug Online verfügbar).
  2. Erstmals Bundestagsabgeordneter im Allianz-Hauptvorstand. In: www.idea.de. 19. April 2010, abgerufen am 7. Januar 2016 (Kostenloser Auszug Online verfügbar).
  3. FTH zu Rektorenwechsel. FTH Gießen, archiviert vom Original am 2. Januar 2016; abgerufen am 2. Januar 2016.
  4. HP Ethikinstitut stand März 2015 (Memento vom 3. März 2015 im Internet Archive)
  5. Kontaktseite Ethikinstitut (Memento vom 17. Dezember 2015 im Internet Archive), abgerufen am 17. Dezember 2015.
  6. Stellungnahme des Wissenschaftsrats, s. S.61f zum Ethikinstitut
  7. Ethikinstitut: Ziele (Memento vom 3. März 2007 im Internet Archive)
  8. 'Idea': Holthaus in Hauptvorstand der DEA.
  9. Evangelikale Ausbildungsstätten: Pastorenamt ist in einer Krise, idea.de, Artikel vom 30. November 2018.