Stierkult (ägyptische Mythologie)

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Stierkulte der Mythologie des Alten Ägyptens gab es vor allem an drei Orten: in Heliopolis, in Memphis und in Theben. In Heliopolis wurde der Mnevis-Stier als Verkörperung des Gottes Atum-Re verehrt, in Memphis der Apis-Stier als Verkörperung des Gottes Ptah und in Theben der Buchis-Stier als Verkörperung des Gottes Month.

In Darstellungen wird schon früh eine Verbindung dieser Gottheiten zu Stieren festgestellt. Eine Haltung lebender Stiere ist jeweils erst spät nachgewiesen. Unter den Ptolemäern erlebten diese Kulte ihren Höhepunkt mit Zuchtfarmen und Friedhöfen wie beispielsweise das Serapeion in Sakkara gegenüber von Memphis und das Bucheion in Armant im Süden von Theben.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Bonnet: Lexikon der ägyptischen Religionsgeschichte. 3. unveränderte Auflage. Nikol, Hamburg 2000, ISBN 3-937872-08-6, S. 46–51 → Apis, S. 126–128 → Buchis, S. 468–470 → Mnevis, S. 751–753 → Stier.
  • Walter B. Emery: Ägypten. Geschichte und Kultur der Frühzeit, 3200 – 2800 v. Chr. Fourier, Wiesbaden 1980, ISBN 3-921695-39-2, 4. Kapitel: Religion (1. Die Götter).
  • Adolf Erman: Die Aegyptische Religion. 2. umgearbeitete Auflage. Verlag Georg Reimer, Berlin 1909, (Handbücher der Königlichen Museen zu Berlin).
  • Rolf Felde: Ägyptische Gottheiten. 2. erweiterte und verbesserte Auflage, R. Felde Eigenverlag, Wiesbaden 1995,
  • Wolfgang Helck u. a.: Kleines Lexikon der Ägyptologie. 4. überarbeitete Auflage. Harrassowitz, Wiesbaden 1999, ISBN 3-447-04027-0, S. 298–299 → Stiere, heilige.
  • Erik Hornung: Der eine und die Vielen. Ägyptische Gottesvorstellungen. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1971, ISBN 3-534-05051-X.
  • Eberhard Otto: Beiträge zur Geschichte der Stierkulte. Hinrichs, Leipzig 1938, (Untersuchungen zur Geschichte und Altertumskunde Aegyptens 13), (Zugleich: Göttingen, phil. Diss., 1937).