Strigi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strigi
Entwickler Strigi-Team
Aktuelle Version 0.7.2
(3. Februar 2010)
Betriebssystem Linux, Unices (Solaris, BSD, Mac OS X), Windows
Kategorie Desktopsuche
Lizenz LGPL (Freie Software)
Deutschsprachig nein (keine Benutzerinteraktion, Frontends mehrsprachig)
strigi.sf.net

Strigi ist ein freier Daemon zur Indizierung von Informationen zur Desktopsuche.

Die Software ist portabel, hat einen geringen Speicherverbrauch und ist sehr schnell.[1]

Innenleben[Bearbeiten]

Der in C++ geschriebene Daemon indiziert mit einem Crawler, der mit niedrigster Priorität (also bei Untätigkeit) im Hintergrund durch Dateien im Dateisystem der Festplatte, in Archivdateien, gespeicherte E-Mails, Chatlogs etc. läuft. Als Index-Backend können derzeit wahlweise hyperestraier, sqlite3, xapian oder üblicherweise CLucene, der schnellste der vier, verwendet werden. CLucene ist eine C++-Portierung von Lucene und basiert auf den JStreams-Klassen[2], die dem Durchsuchen von in Dateien enthaltenen Informationen dienen.

Zu jeder Datei wird eine SHA-1-Prüfsumme gespeichert, um identische Inhalte effizient erkennen zu können.

Geschichte[Bearbeiten]

Ins Leben gerufen wurde Strigi von Jos van den Oever, der die JStreams-Klassen geschrieben hat, die dann in CLucene integriert wurden. Dieser Crawler sollte ursprünglich in Kat integriert werden, wobei er dann jedoch wegen schleppender Entwicklungen beim Kat-Projekt einen eigenen kleinen Daemon dafür geschrieben hat, der dann damit indiziert. Der Name kommt von den Strigiformes, dem lateinischen Namen für die biologische Ordnung der Eulen.

Verwendung[Bearbeiten]

Der Strigi-Daemon stellt nur das Backend für eine Suchfunktionalität dar. Die Frontends werden separat von Arbeitsumgebungen und Anwendungsprogrammen gebildet. KDE 4 nutzt standardmäßig die Strigi-Schnittstelle zur Dateiindizierung und kombiniert dies mit der NEPOMUK-Datenbasis, deren Meta-Daten im Strigi-Index mitverwendet werden. Benutzergerichtete Suchfunktionen werden einerseits direkt von KIO-Slaves in den Dateimanagern Dolphin und Konqueror sowie allen Datei-Dialogen angeboten, es existieren aber auch dedizierte grafische und kommandozeilenorientierte Clients.

Die Arbeitsumgebung GNOME nutzt nach Beagle hauptsächlich die eigene Lösung Meta Tracker zur Indizierung und Suche, es existiert aber ein Plug-in zur Integration der Strigi-Funktionalität in die Such- und Navigationsleiste Deskbar.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://kdedevelopers.org/node/2639
  2. JStreams API-Dokumentaion