Strontiumsulfid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Strontiumsulfid
__ Sr2+     __ S2−
Allgemeines
Name Strontiumsulfid
Andere Namen

Strontiummonosulfid

Verhältnisformel SrS
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 1314-96-1
EG-Nummer 215-249-2
ECHA-InfoCard 100.013.864
PubChem 14820
Wikidata Q1765041
Eigenschaften
Molare Masse 119,69 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Dichte

3,65 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

2226 °C[3]

Löslichkeit
  • wenig löslich in Wasser[3]
  • löslich in Ethanol[3]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314
P: 280​‐​305+351+338​‐​310 [2]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Strontiumsulfid ist eine anorganische chemische Verbindung des Strontiums aus der Gruppe der Sulfide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strontiumsulfid kann durch Reaktion von Strontiumsulfat mit Kohlenstoff gewonnen werden.[4]

Strontiumsulfid hoher Reinheit lässt sich in kleinen Mengen sehr leicht durch Erhitzen von Strontiumcarbonat bei etwa 1000 °C in einem genügend starken Strom von Schwefelwasserstoff und Wasserstoff gewinnen.[1]

Ebenfalls möglich ist die Herstellung direkt aus den Elementen in einer inerten Atmosphäre.[4]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strontiumsulfid ist ein weißer Feststoff der an der Luft oxidiert und sich bei Feuchtigkeit zersetzt. Er hat eine Kristallstruktur vom Natriumchlorid-Typ (a = 6,020)[1] mit der Raumgruppe Fm3m (Raumgruppen-Nr. 225)Vorlage:Raumgruppe/225. Er zersetzt sich in Säuren unter Bildung von Schwefelwasserstoff.[4]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strontiumsulfid wird für Nachleuchtfarben (blaugrünes Licht)[5] und zur Haarentfernung[6] verwendet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 927.
  2. a b c Datenblatt Strontium sulfide, ≥99.9% bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 25. März 2013 (PDF).
  3. a b c W. M. Haynes, David R. Lide, Thomas J. Bruno: CRC Handbook of Chemistry and Physics 2012-2013. CRC Press, 2012, ISBN 1-4398-8049-2, S. 4–92 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. a b c Richard C. Ropp: Encyclopedia of the Alkaline Earth Compounds. Newnes, 2012, ISBN 0-444-59553-8, S. 140 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. von Karl-Heinz Lautenschläger, Werner Schröter: Taschenbuch der Chemie - Karl-Heinz Lautenschläger, Werner Schröter. Harri Deutsch Verlag, 2008, ISBN 978-3-8171-1761-1, S. 883 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. Robert E. Krebs: The History And Use of Our Earth's Chemical Elements: A Reference Guide. Greenwood Publishing Group, 2006, ISBN 0-313-33438-2, S. 78 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).