Stupid German Money

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Stupid German Money (engl. für: ‚dummes deutsches Geld‘) ist ein ursprünglich von der US-amerikanischen Filmwirtschaft[1] geprägter Begriff für Gelder aus geschlossenen Medienfonds des deutschlandspezifischen grauen Kapitalmarkts. Diese Fonds wurden ab der Jahrtausendwende wegen hoher Abschreibungsmöglichkeiten als Steuersparmodell genutzt. Die Gelder flossen größtenteils in amerikanische Filmproduktionen.[2] Durch eine Änderung des Steuerrechts Ende 2005 brachten neu aufgelegte Medienfonds keine Steuervorteile mehr und diese Anlageform verlor erheblich an Attraktivität.[1]

Später wurde in Finanzkreisen polemisiert, „die Deutschen seien international besonders dumme Geldanleger“ und würden „ihr Geld ineffizient und somit falsch investieren“. Eine Studie der Deutschen Bundesbank von 2018 widerlegt dieses Gerücht.[3] Auch ein Gutachten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft aus dem Jahr 2019 widerlegt die Aussage vom Stupid German Money.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b "Stupid German Money" für Hollywood. In: welt.de. 24. März 2007, abgerufen am 25. April 2020.
  2. Matthias Kurp: Medienfonds als ‚Stupid German Money‘. Steuersparmodell unterstützt Hollywood statt deutsche Filmemacher. Auf: medienmaerkte.de. Vgl. Schluss mit „Stupid German Money“. In: Süddeutsche Zeitung, 24. Juli 2007.
  3. Philip Plickert: „Stupid German Money“ ist ein Märchen. In: FAZ.net. 17. Dezember 2018, abgerufen am 25. April 2020.
  4. Martin Greive: Auslandsinvestitionen – Deutsches Geld ist nicht dumm. In: handelsblatt.com. 20. November 2018, abgerufen am 25. April 2020.