Sumi-e

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Icon tools.svg
Dieser Artikel wurde aufgrund von inhaltlichen Mängeln auf der Qualitätssicherungsseite der Redaktion Ostasien eingetragen. Dies geschieht, um die Qualität der Artikel aus dem Themengebiet Ostasien auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Dabei werden Artikel gelöscht, die nicht signifikant verbessert werden können. Bitte hilf mit, die inhaltlichen Mängel dieses Artikels zu beseitigen, und beteilige dich bitte an der Diskussion!
Sumi-e

Sumi-e (japanisch 墨絵 ‚Tuschebild‘) ist die Schwarz-Weiß-Kunst der Tuschmalerei (jap. Sumi ‚Tusche‘). Sie wurzelt in der asketischen Haltung der Zen-Mönche und arbeitet mit den sparsamsten Mitteln. Sie will mehr andeuten als aussprechen und ist in ihrer Weltdistanziertheit der Gegenpol zur lebensfrohen Kunst des Yamato-e.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Sesshū Tōyō und Motonobu Kano führt der Weg des Sumi-e über Miyamoto Musashi direkt in unsere Zeit, in der das Werk eines Taikan Yokoyama[1] von besonderer Bedeutung ist.

Wesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kunst des Sumi-e erfordert eine hochgradige Beherrschung des Materials, denn jeder Pinselstrich auf Seide oder Papier ist unwiderruflich. Dies hat in Ostasien zu einem außerordentlichen Feingefühl für den Ausdruckswert der Linie geführt. Wie die Form eines Schriftzeichens bereits seinen inneren Gehalt zum Ausdruck bringt, so soll die Pinselführung eines Tuschbildes schon sein Wesen ausdrücken. Das Zauberwort der Tuschmalerei heißt Notan, tiefe und leichte Töne. Von dem Künstler des Sumi-e wird erwartet, dass er mit seiner schwarzen Tusche mindestens den gleichen Reichtum an Tönen zu schaffen vermag wie mit der Fülle bunter Farben. Ein bekanntes Meisterwort lautet: „Wenn man die schwarze Tusche geschickt behandelt, dann ergeben sich die fünf Farben fast von selbst“.

Dadurch, dass die Dinge aller Farbe entkleidet sind und aus dem Zusammenhang mit der Umgebung gelöst werden, wird ihre innere, geistige Struktur spürbar, ihr „wirklicher“ Charakter erscheint. Je sparsamer die Mittel der Darstellung, je fragmentarischer das Ganze zu werden scheint, desto bedeutender und hintergründiger wird der Ausdruck der Linie; aus den Linien spricht dann etwas, was nicht an den Dingen sichtbar wird, sondern was in und hinter ihnen steht.

Künstler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die einzigen deutschen Künstler, die den Rang eines Sumi-e-Meisters bekleiden, sind Rita Böhm und Jan Zaremba. Rita Böhm lebt und arbeitet in Berlin. Sie erhielt den Meistergrad von Meister Massao Okinaka, der Sumi-e in der Tradition der Shijo-Schule lehrte. Jan Zaremba war langjähriger Schüler des Zenmeisters Hisashi Ohta, der in Japan zu Lebzeiten als living national treasure verehrt wurde und ihm den Meistergrad in Sumi-e verlieh.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Taikan Yokoyama - The Japanese Master and his works. In: lingnanart.com. Abgerufen am 15. März 2016.