Suske und Wiske

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Skulptur von Willy Vandersteen mit Suske und Wiske in Hasselt
Logo (Flämische Originalausgabe 1985)
Suske und Wiske Museum im Kalmthout

Suske und Wiske (Suske en Wiske) ist eine belgische Comicserie. Der Junge Suske (flämische Kurzform von Franciskus) und das Mädchen Wiske (von Louise) bestehen Abenteuer mit oft phantastischen Elementen. Die Gesamtauflage wird auf 145 Millionen Exemplare geschätzt, was durch die Popularität im niederländischsprachigen Raum und vor allem auf die lange Existenz der Figuren zu erklären ist – die erste Geschichte erschien bereits 1945.

Der ursprüngliche Autor war der Flame Willy Vandersteen aus Kalmthout. Schon vor seinem Tod 1990 wurde die Serie jedoch von anderen Künstlern übernommen, von denen der bekannteste Paul Geerts (* 16. Mai 1937) sein dürfte. Seit 2005 wird die Serie von Peter Van Gucht (Szenario) und Luc Morjaeu (Zeichnungen) gestaltet. Seit 2013 gibt es eine modernisierte Version von Suske und Wiske, die unter dem Titel Amoras (6 Bände) erschienen ist. Eine Folgeserie wurde unter dem Titel De Kronieken van Amoras veröffentlicht. Diese bringt es bisher auf sieben Bände. Für beiden Reihen zeichnen Marc Legendre (Text) und Chanel Cambré (Zeichnungen) verantwortlich. Zwischen 2014 und 2016 ist außerdem das Spin-off J.ROM - Force of Gold (5 Bände) erschienen. Die Serie von Romano Molenaar (Zeichnungen) und Bruno De Roover (Text) hat den mit Superkräften ausgestatteten Jerome (Wastl) als Hauptcharakter.

Figuren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Suske und Wiske leben bei Tante Sidonia, der leiblichen Tante von Wiske. Freunde der Familie sind der superstarke Jerom und Lambik, ein Detektiv. Sidonia ist in Lambik verliebt, er erwidert diese Liebe jedoch nicht. Eine weitere regelmäßig auftretende Figur ist Professor Barabas.

Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Figuren wohnen in der Nähe von Antwerpen. Die Abenteuer finden auf verschiedenen Kontinenten und verschiedenen Epochen und Zeitaltern statt.

Internationale Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bände sind in eine Reihe von Sprachen übersetzt worden, im Französischen heißen die Hauptfiguren Bob et Bobette. Obwohl die Serie in Belgien und den Niederlanden äußerst populär ist, kennt man sie in anderen Ländern kaum.

In Deutschland erschienen vier Suske-und-Wiske-Albenreihen bei den Verlagen Rädler (1972–1973, 14 Bände), Feest (1991–1993, 3 Bände), PSW (1998–2001, 8 Bände) und aktuell, ab 2010 bei Salleck Publications. Zudem erschienen weitere Geschichten in den Zeitschriften Dalla (1953, als Ulla und Peter), Horrido (1956), Felix (1962–1964, als Ulla und Peter) und floh! (1988–1991, als Willi und Wanda). Unter dem Namen Frida und Freddie erschien zudem 1983 eine Werbeausgabe. Eine Zeichentrickserie lief unter dem Titel Bob und Bobette ab 1992 auf Tele 5.

Trotz dieser Anläufe haben sich Suske und Wiske in Deutschland bislang nicht etablieren können. Jedoch war die Nebenserie Jerom unter dem Namen Wastl recht bekannt und erschien von 1965 bis 1984 in verschiedenen Reihen bei Bastei. Die modernisierte Variante, die seit 2013 unter dem Titel Amoras in Belgien erscheint, wird ab Sommer 2021 im Comic-Magazin ZACK veröffentlicht werden. Amoras und die Folgeserie De Kronieken van Amoras haben es mittlerweile auf bereits 13 Bände gebracht.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Artikel von Karl Aigner in Die Sprechblase # 173-179 Norbert Hethke Verlag 2000–2001

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Suske en Wiske – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien