Tüll

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Hut mit Schleier aus Tüll
Tüllfabrikation in Caudry, Frankreich - dem Ursprungsort der Tüll-, Spitzen- und Stickereiindustrie (1909)

Als Tüll bezeichnet man ein netzartiges Gewebe. Der Begriff „Tüll“ leitet sich von der französischen Stadt Tulle ab, welche im 19. Jahrhundert für dieses Gewebe bekannt wurde.

Material[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die netzartige Struktur des Tülls entsteht, indem man beim Weben je zwei beisammenliegende Kettfäden nach jedem Einschuss verdreht. Dadurch kann der neue Schussfaden nicht ganz an den vorhergehenden Schussfaden angeschlagen werden, da sich die Kettfäden dazwischen kreuzen. Die Kettfäden können entweder abwechselnd nach rechts und nach links oder immer in dieselbe Richtung gedreht werden.

Tüll wird aus Garnen verschiedener Feinheit gewebt und kommt glatt und einfach oder gestreift, gemustert, in Seide broschiert oder auch auf weißem oder schwarzem Grund mit bunten Blumen bestickt vor. Da Tüll halbdurchsichtig ist, wird er auch für Gardinen und Unterwäsche verwendet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tüll – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien