Tafeltraube

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Tafeltrauben als Motiv im Stillleben Früchtekorb von Caravaggio

Tafeltrauben sind Weintrauben, also Früchte der Weinrebe, die im Unterschied zu den Keltertrauben nicht zur Weinherstellung verwendet, sondern als Obst roh gegessen werden. Tafeltrauben reifen nach der Ernte nicht nach, sie zählen zu den nichtklimakterischen Früchten.

Anforderungen und Vorschriften[Bearbeiten]

An Tafeltrauben werden andere Anforderungen gestellt als an die Keltertrauben: Die Trauben sollen lockerbeerig sein, die Beeren groß, saftreich, arm an oder frei von Kernen und zartschalig. Zudem ist eine frühe Reife erwünscht.

Ab der Reform der EU-Weinmarktordnung vom 1. August 2000[1] gilt für Tafeltrauben nicht mehr das Weinrecht. Sie dürfen deshalb wie anderes Obst, beispielsweise Äpfel, Birnen oder Kirschen, angebaut werden. Geschieht dies außerhalb von Weinbergsflächen und ohne Pflanzrecht, sind die rechtlichen Vorschriften zu beachten: Es dürfen keine Sorten angepflanzt werden, die als Keltersorten klassifiziert sind (z. B. Regent oder Phoenix).

Weiße Sorten[Bearbeiten]

Die Sultana mit ihren weißen, kernlosen Beeren ist die weltweit am häufigsten angebaute Tafeltraube.

Rote und Blaue Sorten[Bearbeiten]

Die Cardinal ist eine bekannte und verbreitete rote Rebsorte, die als Tafeltraube verwendet wird.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Volker Jörger, Rainer Engel: Tafeltrauben bieten auch für den heimischen Anbau eine Chance. In: Der Badische Winzer. März 2003, S. 37–42 (PDF; 246 kB, online).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Verordnung (EG) Nr. 2789/99 (PDF) der Kommission vom 22. Dezember 1999 zur Festsetzung der Vermarktungsnorm für Tafeltrauben.
  2. Die rote Rebsorte Großvernatsch ist eine Variante der Vernatschtraube, deren deutsche Weintraubenvariante als Trollinger bezeichnet wird.