Tag gegen den Schlaganfall

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Der Tag gegen den Schlaganfall wurde 1999 in Deutschland durch die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ins Leben gerufen. Am und rund um den 10. Mai eines jeden Jahres finden bundesweit Informationsveranstaltungen und Aktionen zum Thema Schlaganfall statt. Dabei engagiert sich das große Netzwerk der Schlaganfall-Hilfe, bestehend aus 460 Selbsthilfegruppen, 190 Regionalbeauftragten (meist Chef- oder Oberärzte an Akut- oder Rehabilitationskliniken) und mehr als 250 Stroke Units (Schlaganfall-Spezialstationen).

Jährlich erleiden etwa 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Er ist die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter. Demographisch bedingt werden Schlaganfälle weiter zunehmen und die Pflegebedürftigkeit der Betroffenen ansteigen. Allerdings sind sich Experten heute einig, dass bis zu 70 Prozent der Schlaganfälle durch eine entsprechende Vorsorge zu vermeiden wäre: eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, Verzicht auf das Rauchen sowie die Kontrolle von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder Vorhofflimmern. Und auch die häufig schweren Folgen eines Schlaganfalls wären zu verhindern oder zu mindern bei rechtzeitiger, qualifizierter Behandlung sowie einer gut organisierten Versorgungskette. Hierfür setzen sich die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Schlaganfall-Experten und Betroffene mit ihren Familien bundesweit ein.

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