Tamura Taijirō

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Tamura Taijirō (jap. 田村 泰次郎; * 30. November 1911 in Yokkaichi; † 2. November 1983) war ein japanischer Schriftsteller.

Tamura studierte Literatur an der Waseda-Universität und war bereits vor dem Zweiten Weltkrieg als Schriftsteller etabliert. Während des Krieges war er fünf Jahre Soldat in China. Mit Romanen wie Nikutai no mon (肉体の門, „Tor des Fleisches“, 1946) und Shunpuden (春婦伝, „Geschichte einer Prostituierten“, 1947), in dem er das Schicksal einer koreanischen Prostuierten in der japanischen Armee erzählte, wurde Tamura zum bedeutendsten Vertreter des nikutai bungaku („Literatur des Fleisches“), einer Strömung der modernen japanischen Literatur, die sich durch tiefe Skepsis gegenüber philosophischen und ideologischen Systemen auszeichnete. Beide genannten Romane wurden in Japan mehrfach verfilmt.

Quellen[Bearbeiten]

  •  Ikuho Amano: Decadent Literature in Twentieth-Century Japan: Spectacles of Idle Labor. Palgrave Macmillan, 2013, ISBN 978-1-137-37743-2, S. 130–131 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  •  H. Eleanor Kerkham: Pleading for the Body: Tamura Taijirō’s 1947 Korean Comfort Woman Story, Biography of a Prostitute. In: Marlene J. Mayo, J. Thomas Rimer, H. Eleanor Kerkham (Hrsg.): War, Occupation, and Creativity: Japan and East Asia, 1920-1960. University of Hawaii Press, 2001, ISBN 0-8248-2433-4, S. 310–359 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Tamura Taijirō in der Internet Movie Database (englisch)
Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich, steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Tamura der Familienname, Taijirō der Vorname.