Terry Jacks

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Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[2]
Seasons in the Sun
  DE 45 15.07.1974 (4 Wo.)
  US 81 16.03.1974 (9 Wo.) [1]
Singles[3]
Seasons in the Sun
  DE 1 01.04.1974 (25 Wo.)
  AT 1 15.04.1974 (20 Wo.)
  CH 1 03.04.1974 (23 Wo.)
  UK 1 23.03.1974 (12 Wo.)
  US 1 12.01.1974 (21 Wo.)
If You Go Away
  DE 24 22.07.1974 (10 Wo.)
  AT 17 15.08.1974 (8 Wo.)
  UK 8 29.06.1974 (9 Wo.)
  US 68 08.06.1974 (5 Wo.)
Rock ’n’ Roll (I Gave You the Best Years of My Life)
  US 97 07.12.1974 (1 Wo.)
[1]

Terry Jacks (* 29. März 1944 in Winnipeg, Manitoba) ist ein kanadischer Sänger und Musikproduzent.

Biografie[Bearbeiten]

1968 gründete er mit seiner späteren Frau Susan Pesklevits (* 1948), von der er 1973 wieder geschieden wurde, The Poppy Family, die sich ebenfalls 1973 trennte. 1969 hatte diese mit Which Way You Goin’ Billy? einen Nummer-eins-Hit in Kanada und einen Nummer-zwei-Hit in den US-Charts.[4] Danach arbeitete Jacks unabhängig und wirkte 1972 an einem Album der Beach Boys mit, für das er eine englische Version des 1961 entstandenen Liedes Le Moribond des belgischen Sängers Jacques Brel (1929–1978) als Seasons in the Sun vorschlug.

1963 hatte der Texter Rod McKuen dieses ins Englische übersetzt und das Kingston Trio hatte es aufgenommen.[5] Der Titel verkaufte sich zwar nicht sehr gut und schaffte auch nicht den Sprung in die US-Charts,[6] blieb Jacks jedoch im Gedächtnis. Nachdem die Beach Boys abgelehnt hatten, das Lied aufs Album zu nehmen, schrieb Jacks ihn teilweise um und veröffentlichte ihn 1973 selbst. Seasons in the Sun[7] schaffte es in den USA, Großbritannien und in Kanada bis an die Spitze der Charts und verkaufte sich weltweit millionenfach; in den USA blieb er 15 Wochen, in Kanada 17 Wochen in den Charts. Auch im deutschsprachigen Raum erreichte das Lied sowohl in Deutschland,[8] in Österreich und in der Schweiz Platz 1 in den Hitparaden. Das Album Seasons in the Sun war kommerziell weit weniger erfolgreich, es erreichte in den US-Album-Charts lediglich Platz 81.[9]

Seasons in the Sun ist die Geschichte eines im Sterben liegenden jungen Mannes, der sich von seinen Nächsten und Freunden verabschiedet. Während McKuen versucht hatte, möglichst nahe an Brels Original zu bleiben, nahm Jacks zu McKuens Missvergnügen einige Änderungen in der letzten Strophe vor („and every time that I was down…“), die dem rauen Ernst des Originals („you cheated lots of times but then…“) abträglich waren, allerdings sicherlich nicht zu seinem umsatzmäßigen Nachteil.

1973 traf Jacks mit Jacques Brel zusammen. Dieser schlug eine weitere Aufnahme vor, nämlich If You Go Away[10] (Brel-Original: Ne me quitte pas), den englischen Text hatte ebenfalls Rod McKuen verfasst, doch wurde diese nur ein kleinerer Erfolg in den USA, in Großbritannien erreichte der Titel Platz 8 in den Single-Charts.[11] Ein weiterer Hit gelang ihm nicht mehr und seine Version von Rock’n’Roll (I Gave You the Best Years of My Life)[12], mit dem Kevin Johnson 1973 erfolgreich war, gelangte gerade einmal für eine Woche in die US-Charts.[13] Somit zählt Terry Jacks Seasons in the Sun zur Kategorie der One-Hit-Wonder.

Jacks engagierte sich später in Kanada und den USA als Aktivist der Umweltschutzorganisation Environmental Watch.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 1973: Seasons in the Sun
  • 1975: Y’ Don’t Fight the Sea
  • 1983: Pulse
  • 1987: Just Like That

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 1976: The World of Terry Jacks and the Poppy Family (mit The Poppy Family)
  • 1982: Into the Past … Terry Jacks Greatest Hits
  • 1989: … Into the Past – Terry Jacks Greatest Hits

Singles[Bearbeiten]

  • 1970: I’m Gonna Capture You
  • 1972: Concrete Sea
  • 1972: I’m Gonna Love You Too
  • 1973: Seasons in the Sun
  • 1973: In den Gärten der Zeit (Seasons in the Sun)
  • 1974: If You Go Away
  • 1974: A Good Thing Lost (mit The Poppy Family)
  • 1974: Rock and Roll (I Gave You the Best Years of My Life)
  • 1975: Christina
  • 1975: Holly
  • 1976: In My Father’s Footsteps
  • 1983: You Fooled Me

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7
  2. Chartquellen Alben: DE US
  3. Chartquellen: DE, AT, CH, US UK
  4. Frank Laufenberg, Ingrid Hake: Rock- und Poplexikon. Bd. 1: ABBA – Kay Kyser. Düsseldorf, Wien: Econ Verlag, 1994, S. 746f
  5. US-Katalognummer Capitol 5166
  6. vergleiche: Joel Whitburn: Top Pop Singles 1955–1993; Menomonee Falls, Wisconsin: Record Research Ltd., 1994, S. 333
  7. US-Katalognummer Bell 45432
  8. Günter Ehnert (Hrsg.): Hit Bilanz. Deutsche Chart Singles 1956–1980; Hamburg: Taurus Press, 1990, S. 105
  9. Whitburn, Joel: Top Pop Albums 1955-1996. Menomonee Falls, Wisconsin: Record Research Ltd., 1996, S. 372
  10. US-Katalognummer Bell Bell 45467
  11. Zu den britischen Chartplatzierungen siehe: Stephen Nugent, Anne Fowler, Pete Fowler: Chart Log of American/British Top 20 Hits, 1955–1974; in: Charlie Gillett, Simon Frith (Hrsg.): Rock File 4; Frogmore, St. Albans: Panther Books, 1976, S. 203
  12. US-Katalognummer Bell 45606
  13. Zu den Billboard-Chartplatzierungen vergleiche: Joel Whitburn: Top Pop Singles 1955–1993; Menomonee Falls, Wisconsin: Record Research Ltd., 1994, S. 295

Weblinks[Bearbeiten]