Tessenow

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Tessenow
Tessenow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Tessenow hervorgehoben
Koordinaten: 53° 21′ N, 11° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Eldenburg Lübz
Höhe: 80 m ü. NHN
Fläche: 35,96 km2
Einwohner: 584 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19376
Vorwahl: 038729
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 137
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ringstraße 1
19376 Marnitz
Außenstelle
Webpräsenz: www.amt-eldenburg-luebz.de
Bürgermeister: Reinhard Müller (CDU)
Lage der Gemeinde Tessenow im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Tessenow ist eine Gemeinde im Südosten des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Eldenburg Lübz verwaltet.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde befindet sich im Übergang der Nordausläufer der Ruhner Berge zu den Elde-Niederungen im Norden. Im Süden befinden sich auch die höchsten Punkte im Gemeindegebiet. Bei Hof Poltnitz befindet sich mit 122,3 m ü. HN die höchste Erhebung. Größtes Waldgebiet sind die Tessenower und Poitendorfer Tannen. Nennenswerte Seen gibt es in dem Gemeindegebiet nicht.

Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße 321. Durch das Gemeindegebiet führt die Bundesautobahn 24, welche über den Anschluss Suckow erreichbar ist. Die Gemeinde liegt etwa elf Kilometer südöstlich von Parchim.

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Dorf Poltnitz, Hof Poltnitz, Malow, Poitendorf, Tessenow und Zachow.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße in Tessenow

Tessenows Ortsname stammt vermutlich vom slawischen Lokator Têšen ab, also Ort des Têšen. [3]
Der Ort wurde in mittelalterlichen Quellen bis 1550/1570 nicht erwähnt. Langjähriger Gutsbesitzer war die Familie von Restorf. Das Gutshaus stammt von um 1800; in ihm wurde ein Schifffahrts- und Marinemuseum einrichtet. 1920 kam Tessenow zum Kreis Parchim, nach dem Zweiten Weltkrieg zum Land Mecklenburg und dann zum Bezirk Schwerin. Seit dem 1. Juli 2004 gehört der Ort zum Amt Eldenburg Lübz.

Poltnitz wurde 1317 erstmals als Polteniz urkundlich erwähnt. Der Name stammt vom altslawischen plŭtĭ für Fleisch ab, was auf einen Schlacht- und Gerbplatz hindeutet.[4] Poltnitz wurde am 1. Januar 1951 eingemeindet.

Malow wurde 1569 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name stammt vom altslawischen malŭ für klein ab, also Kleiner Ort oder Ort des Kleinen.[5]
Die Domäne von Georg Adolf von Winterfeld Malow war 1779 ein Lehen des ritterschaftlichen Amtes Grabow. Sie wurde 1802 vom Herzog gekauft und war beim Domanialamt Marnitz, verwaltet durch verschiedene Pächter. Am 1. Juli 1950 wurde Malow eingemeindet.

Zachow, wurde 1238 erstmals als Scacowe urkundlich erwähnt.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 20. September 2000 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 226 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Silber ein schräglinker blauer Wellenbalken, begleitet: vorn von einem vorderhalben, steigenden roten Einhorn, hinten von einer bauchigen roten Flasche.“ Das Einhorn entstammt dem Wappen derer von Restorff, die Flasche weist auf die historische Glasherstellung in Tessenow hin.[7]

Das Wappen wurde von dem Schweriner Heraldiker Karl-Heinz Steinbruch gestaltet.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flagge der Gemeinde Tessenow

Die Flagge der Gemeinde besteht zu zwei Dritteln aus blauem Tuch und einem Drittel, das gleichmäßig längsgestreift von Blau-Weiß-Blau-Weiß-Blau-Weiß-Blau ist. In der Mitte des blauen Tuches liegt das Gemeindewappen, das zwei Drittel der Höhe des Flaggentuchs einnimmt. Die Länge des Flaggentuches verhält sich zur Höhe wie 5 zu 3.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Tessenow

  • Tessenower Herrenhaus (1788–1791 erbaut) es beherbergt heute ein "Zoologisches Informationszentrum". Zuvor diente es als Grundschule.
  • Gedenktafel an der B 321 vor dem Neubaublock an die 6000 Opfer unter den Häftlingen des Todesmarsches aus dem KZ Sachsenhausen im April 1945

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tessenow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2016 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. § 2 der Hauptsatzung (PDF; 20 kB) der Gemeinde
  3. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 3–168, hier S. 144.
  4. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 3–168, hier S. 109.
  5. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 3–168, hier S. 90.
  6. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 3–168, hier S. 164.
  7. a b § 1 der Hauptsatzung (PDF; 20 kB) der Gemeinde