The Devil with Hitler

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Filmdaten
OriginaltitelThe Devil with Hitler
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1942
Länge44 Minuten
Stab
RegieGordon Douglas
DrehbuchAl Martin
ProduktionHal Roach junior
Glenn Tryon
MusikEdward Ward
KameraRobert Pittack
SchnittBert Jordan
Besetzung

The Devil with Hitler ist eine mittellange, 1942 von der Produktionsfirma des Komödienspezialisten Hal Roach hergestellte Kinoproduktion, eine Mischung aus satirischer Komödie und Propagandafilm. Bobby Watson verkörperte hier zum ersten Mal Adolf Hitler, acht weitere Auftritte als der „Führer“ sollten in den kommenden zwei Jahrzehnten folgen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Hölle gärt es: Der Vorstand beschließt, Satan vom Chefposten zu entbinden, dieweil auf Erden mittlerweile jemand wütet, der sehr viel dämonischer als der Höllenfürst agiert: Adolf Hitler. Man findet, dass der deutsche Diktator Satans Posten übernehmen sollte. Doch der Teufel will sich nicht einfach wegschubsen lassen und bietet daher seinen Mitstreitern an, ihm 48 Stunden Zeit zu geben. Sollte er es in diesen zwei Tagen nicht schaffen, dass Hitler wenigstens eine gute Tat vollbringt, dann werde er bereit sein, seinen Posten zu räumen.

Um an den „Führer“ möglichst nah heranzukommen, sorgt der Teufel dafür, dass Hitlers Kammerdiener Julius in seinem Aufgabenbereich mehrfach Dinge vermasselt und der Höllenfürst nunmehr Julius’ Stelle übernehmen kann. Er nennt sich nunmehr Gesatan und sorgt von Beginn an gezielt für ein großes Durcheinander, als Hitlers Verbündete aus Italien (Mussolini) und Japan (Suki Yaki) erscheinen. Hitler ist derart genervt, dass er die Hinrichtung seines persönlichen Astrologen anordnet, da dieser ihm einen ruhigen Tag vorausgesagt hatte. Nun steigt der Teufel alias Gesatan zu Hitlers neuem Chefberater auf. Der flüstert ihm sofort natürlich nicht ganz uneigennützig ein, jeden Tag mindestens eine gute Tat zu vollbringen. Doch der Diktator hat anderes im Sinn. Ihm ist lieber nach Hinrichtungen, und er will mit dem windigen Versicherungsvertreter Walter Beeter und Linda Kraus, einer Spionin, die nicht spionieren will, gleich einmal anfangen. Gesatan gibt nun den Hitler-Flüsterer und versucht, seinen ärgsten Konkurrenten auf Erden dazu zu bewegen, Beeter wenigstens eine Police abzukaufen, mit deren Geld man Krankenhäuser und Altersheime finanzieren könne. Tatsächlich erwirbt der Führer eine Police für seinen japanischen Verbündeten, doch zeigt sich rasch, dass die Verbündeten Deutschland, Italien und Japan einander nicht vertrauen und jeder für den anderen eine Bombe (die allerdings allesamt entdeckt werden, ehe sie Schaden anrichten können) unter deren Kissen bereithält.

Satan verkleidet sich nun als Hitler und befreit den Versicherungsagenten Walter und Linda, die unwillige Spionin. Hitler tobt und befiehlt, die Befreiten standrechtlich zu erschießen. Satan gelingt es, alle anderen davon zu überzeugen, dass Hitler der Betrüger sei und er der wahre Hitler. Der „Führer“ wird daraufhin vor ein Erschießungskommando gestellt. Suki Yaki und Mussolini erweisen sich als lausige Verbündete und geben vor, als sei ihnen Hitler unbekannt bis dieser ihnen im Angesicht des Todes große Versprechungen und Zugeständnisse macht. Alle drei jagen nun dem falschen Hitler und echten Satan hinterher, der in einen Raum mit reichlich Sprengstoff flüchtet. Hier befinden sich auch die geretteten Linda und Walter. Satan schließt die Tür ab, zündet eine Bombe und überreicht diese dem echten Hitler. Satan gibt Hitler aber auch den Zimmerschlüssel unter der Prämisse, dass dieser Linda und Walter freilasse. Hitler stimmt dem zu, die einzige gute Tat ist vollbracht. Dann macht es „bummm“. Nun kann der Teufel ruhigen Gewissens auf seinen angestammten Platz in die Hölle heimkehren. Als Hitler dort eintrifft, kümmert sich Satan höchstpersönlich um dessen teuflische Bestrafung.

Produktionsnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Devil with Hitler wurde am 22. Oktober 1942 uraufgeführt. Im deutschsprachigen Raum wurde der Film auch nach 1945 nicht in die Kinos gebracht. Die Geschichte wurde 1943 mit dem nahezu gleichlangen Film That Nazty Nuisance fortgesetzt. Auch dort war Watson als Hitler zu sehen.

Die Filmbauten entwarf Charles D. Hall, die Ausstattung übernahm William Stevens.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halliwell’s Film Guide empfand den Film als eine „irgendwie infantile Kriegsfarce“.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Halliwell’s Film Guide, S. 271

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]