The Dutchess

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The Dutchess
Studioalbum von Fergie

Veröffent-
lichung(en)

2006

Label(s) A&M/Interscope

Format(e)

CD

Genre(s)

Pop/Contemporary R&B/Hip-Hop

Titel (Anzahl)

14 bzw. 15

Länge

54 min 48 s

Produktion

Will.i.am, Ron Flair, Polow Da Don u. a.

Studio(s)

The Record Plant (Los Angeles) & The Brothel (Philadelphia)

Chronologie
The Dutchess Double Dutchess
(2017)
Singleauskopplungen
18. Juli 2006 London Bridge
23. Oktober 2006 Fergalicious
1. Februar 2007 Glamorous
15. Mai 2007 Big Girls Don’t Cry
25. September 2007 Clumsy
18. März 2008 Finally

The Dutchess ist das Debütalbum der US-amerikanischen Sängerin Fergie. Produziert wurde das Werk hauptsächlich von Will.i.am. Das Album wurde am 18. September 2006 in Europa und einen Tag später in den Vereinigten Staaten veröffentlicht.

Singleauskopplungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als erste Single wurde am 18. Juli 2006 London Bridge auf den US-amerikanischen Markt veröffentlicht. Der Song, welcher von Polow da Don produziert wurde, erreichte dort Platz 1 der Billboard-Charts. In Deutschland und Großbritannien gelang ihr eine ähnlich gute Platzierung. Im Oktober desselben Jahres erschien die zweite Singleauskopplung Fergalicious und erklomm vordere Plätze der Charts. Das Lied basiert auf Supersonic von J. J. Fad, einer der ersten weiblichen Rapgruppen. Als drittes Lied wurde Glamorous, bei dem sie von Rapper Ludacris unterstützt wird, veröffentlicht und konnte an den Erfolg der Vorgänger-Singles anschließen. Als vierte Single wurde schließlich Big Girls Don’t Cry veröffentlicht, welches mit Platz 1 in den USA und einer Top-10-Platzierung in Deutschland (Platz 6) und in England (Platz 2) sogar die Erfolge der drei Vorgängersingles übertreffen konnte. In den USA verkaufte sich jede der fünf Singles mindestens 2 Millionen Mal. Damit stellte Fergie zu diesem Zeitpunkt einen Rekord für die meisten Multiplatin-Auskopplungen aus einem Album auf.[1] Eineinhalb Jahre nach Erscheinen des Albums wurde mit Finally noch eine sechste Single ausgekoppelt, an der John Legend als Produzent und Musiker beteiligt war. Das Lied kam aber nicht mehr in die Charts.[2]

Musikstil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während Stacy Ferguson bei den drei Singles auf Rap und Hip-Hop-Einflüsse zurückgriff, verwendete sie für Voodoo Doll Ska-Elemente mit Bläsern und Percussion. Mit dem von Rob Bolot und Ron Flair produzierten rockigen Losing My Ground setzt sich die Sängerin mit ihrer Drogenvergangenheit auseinander. Für Clumsy verwendete sie ein Sample des Little-Richard-Songs The Girl Can’t Help It. Here I Come bedient sich bei dem Lied Get Ready von The Temptations. Auf Mary Janes Shoes, welches indische Riddims verwendet, wird Fergie unter anderem von Rita Marley unterstützt.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz des kommerziellen Erfolgs wurde das Solowerk nicht sehr begeistert beurteilt. Andy Kellman von Allmusic urteilte, dass sich Fergie „wirklich sehr bemüht habe“, das Album jedoch „wenig unterhaltsam, aber äußerst anstrengend“ („mildly entertaining but tremendously taxing“) sei, und er vergab 2 von 5 Sternen. Sputnik Music fasste das Urteil als „oversexed nonsense“ (übertrieben auf Sex abzielender Unsinn) zusammen und vergab 2,5 Punkte.[3] Sal Cinquemani vom Magazin Slant vergibt dieselbe Punktzahl und bemängelt, dass das Album viele Anleihen auch aus der musikalischen Vergangenheit der Sängerin nimmt, ohne aber selbst zu überzeugen: „es bemüht sich um Vielfalt auf Kosten des künstlerischen Werts“ („striving to display diversity at the expense of artistry“).[4] Auch Mike Joseph von Pop Matters beklagt, dass das Album zu 90 % den musikalischen Trends und der Zielgruppe hinterherlaufe, aber „unbeholfen und gezwungen“ („awkward and forced“) klinge. Er vergibt 2 Punkte auf einer Skala von 1 bis 10.[5]

Etwas wohlwollender fällt die Bewertung im Rolling-Stone-Magazin aus, wo Rob Sheffield in einem Kurzkommentar einige gelungene musikalische und textliche Ideen anführt und 3,5 von 5 Sternen vergibt.[6] Auch Valerie Timm von laut.de lobt die gefühlvolle Seite des Albums, die allerdings auch bis zur "Gefühlsduselei" gehen kann, und wertet die vielfältigen Samples und Musikstile positiv. Trotzdem geht hier die Wertung auch nicht über 3 Punkte hinaus.[7]

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Albumtitel ist eine Anspielung auf Sarah, Herzogin von York, deren Titel im Englischen Duchess of York lautet und die den gleichen Nachnamen und Spitznamen wie die Künstlerin trägt.[1]

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

# Titel Länge
1. Fergalicious (featuring Will.i.am) 4:51
2. Clumsy 4:00
3. All That I Got (The Make-Up Song) (featuring Will.i.am) 4:05
4. London Bridge 4:01
5. Pedestal 3:22
6. Voodoo Doll 4:22
7. Glamorous (featuring Ludacris) 4:05
8. Here I Come 3:20
9. Velvet 4:53
10. Big Girls Don’t Cry 4:28
11. Mary Jane Shoes (featuring Rita Marley & The I-Threes) 3:55
12. Losing My Ground 4:08
13. Finally 4:53
14. Maybe We Can Take a Ride (Hidden Track) 2:34

Die europäische Ausgabe des Albums enthält zusätzlich den Titel

die Version für UK und Australien enthält neben diesem auch noch den Titel

  • Wake Up, Dauer 6:36.

Im November erschien in Japan ein Re-Release, auf dem sich ein neuer Song und 2 Remixe befanden.

Chartplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Album[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ChartsChart­plat­zie­rungen Höchst­platzie­rung Wo­chen
Deutschland (GfK) Deutschland (GfK)[8] 11 (27 Wo.) 27
Österreich (Ö3) Österreich (Ö3)[8] 17 (22 Wo.) 22
Schweiz (IFPI) Schweiz (IFPI)[8] 11 (23 Wo.) 23
Vereinigtes Königreich (OCC) Vereinigtes Königreich (OCC)[8] 18 (38 Wo.) 38
Vereinigte Staaten (Billboard) Vereinigte Staaten (Billboard)[8] 2 (94 Wo.) 94

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
2006 London Bridge
The Dutchess
DE3
(13 Wo.)DE
AT3
(15 Wo.)AT
CH6
(18 Wo.)CH
UK3
(10 Wo.)UK
US1
(21 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 18. Juli 2006
Fergalicious
The Dutchess
DE23
(12 Wo.)DE
AT34
(13 Wo.)AT
CH29
(19 Wo.)CH
US2
(27 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 23. Oktober 2006
feat. will.i.am
2007 Glamorous
The Dutchess
DE16
(13 Wo.)DE
AT25
(16 Wo.)AT
CH38
(16 Wo.)CH
UK6
(29 Wo.)UK
US1
(29 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 23. Januar 2007
feat. Ludacris
Big Girls Don’t Cry
The Dutchess
DE6
(22 Wo.)DE
AT1
(26 Wo.)AT
CH3
(34 Wo.)CH
UK2
(38 Wo.)UK
US1
(48 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 22. Mai 2007
Clumsy
The Dutchess
DE50
(8 Wo.)DE
AT53
(7 Wo.)AT
UK62
(5 Wo.)UK
US5
(25 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 25. September 2007

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Fergie’s The Dutchess Marks Ten-Year Anniversary With Two-LP Vinyl Edition, December 2 Universal Music, 13. September 2016
  2. Finally (Fergie feat. John Legend) bei hitparade.ch
  3. Fergie – The Dutchess (Review), Sputnik Music, 16. Dezember 2006
  4. Fergie – The Dutchess (Review) von Sal Cinquemani, Slant, 18. September 2006
  5. Fergie – The Dutchess (Review) von Mike Joseph, Pop Matters, 3. Oktober 2006.
  6. Fergie: The Dutchess (Albumreview) von Rob Sheffield, Rolling Stone, 20. September 2006
  7. Die Black Eyed Peas-Frontfrau zeigt ihre softe Seite, Valerie Timm, laut.de, September 2006, abgerufen am 13. November 2016
  8. a b c d e Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]