The Sound

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The Sound
Allgemeine Informationen
Herkunft London, England
Genre(s) Post-Punk
Gründung 1979
Auflösung 1988
Letzte Besetzung
Adrian Borland
Graham „Green“ Bailey
Mike Dudley
Colvin „Max“ Mayers †
Ehemalige Mitglieder
Benita „Bi“ Marshall (1979–1980)

The Sound war eine britische Post-Punk-Band zu Beginn der 1980er Jahre.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Sound entstand aus den Resten der Punk-Band The Outsiders, in der Sänger und Gitarrist Adrian Borland und Bassist Graham Bailey (der bis 1983 den Nachnamen Green verwendete) gemeinsam gespielt hatten. Während beide anfangs auch noch mit Second Layer als Duo aktiv waren, entwickelte sich The Sound bald zum Hauptprojekt. Das vielbeachtete Debütalbum Jeopardy wurde für nur £ 800 Kosten bei der Plattenfirma Korova, einem Sublabel von Warner Music, aufgenommen und erschien 1980. Die folgende, von Hugh Jones produzierte Platte From The Lions Mouth war 1981 noch erfolgreicher und orientierte sich an musikalischen Vorbildern wie Joy Division und den Labelkollegen Echo & The Bunnymen.

Nachdem Korova eine kommerziellere Ausrichtung gefordert hatte, legte die Gruppe 1982 mit All Fall Down eine recht experimentelle Platte vor, die bei Kritikern und Fans durchfiel. Plattenfirma und Band trennten sich daraufhin, The Sound unterschrieben einen Vertrag beim Independent-Label Statik. Obwohl die EP Shock Of Daylight (1984) und das Album Heads And Hearts (1985) positiv aufgenommen wurden, konnte die Gruppe nicht mehr an ihre vorherigen Erfolge anschließen. Bei Borland trat etwa ab dieser Zeit eine psychische Störung mit einem deutlichen Hang zu Depressionen auf, wodurch das Bandgefüge zunehmend destabilisiert wurde.

Bald nach dem Erscheinen des Live-Albums In The Hothouse ging Statik 1986 in die Insolvenz. The Sound veröffentlichten ihre letzte Platte Thunder Up 1987 bei Play It Again Sam. Nachdem bei der anschließenden Tour mehrere Termine wegen Borlands psychischer Erkrankung abgesagt werden mussten, löste sich die Band Anfang 1988 schließlich auf.

Im Anschluss startete Adrian Borland eine Solokarriere, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Im April 1999 beging er Suizid, als er sich in London vor einen Zug warf. Keyboarder Colvin „Max“ Mayers starb bereits 1993 an AIDS.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeopardy (1980)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Debütalbum Jeopardy erschien am 1. November 1980 auf dem Label Korova. Es ist das einzige reguläre Album der Band, das in der Gründungsbesetzung eingespielt wurde, da Keyboarder Benita „Bi“ Marshall The Sound bereits 1980 wieder verlassen hat. Produziert wurde Jeopardy von Nick Robbins und der Band im Londoner Studio Elephant. Das Album wurde von der Fachpresse sehr positiv aufgenommen.[1][2]

  1. I Can’t Escape Myself
  2. Heartland
  3. Hour of Need
  4. Words Fail Me
  5. Missiles
  6. Heyday
  7. Jeopardy
  8. Night Versus Day
  9. Resistance
  10. Unwritten Law
  11. Desire

From the Lions Mouth (1981)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Nachfolgeralbum erschien im November 1981 erneut über Korova. Eingespielt wurde From the Lions Mouth in den Rockfield Studios in Wales. Max Mayers ersetzte Marshall am Keyboard. Das zweite Album erhielt ebenfalls gute Kritiken.[3]

  1. Winning
  2. Sense of Purpose
  3. Contact the Fact
  4. Skeletons
  5. Judgement
  6. Fatal Flaw
  7. Possession
  8. The Fire
  9. Silent Air
  10. New Dark Age

All Fall Down (1982)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das dritte Album der Post-Punk-Band wurde am 23. Oktober 1982 über die Warner Music Group veröffentlicht. Aufgenommen wurde es in Studios in Oxfordshire und London, produziert von der Band und Nick Robbins. All Fall Down wurde gemischt bewertet und konnte nicht an das positive Presseecho der Vorgänger anknüpfen.[4]

  1. All Fall Down
  2. Party of the Mind
  3. Monument
  4. In Suspense
  5. Where the Love Is
  6. Song and Dance
  7. Calling the New Tune
  8. Red Paint
  9. Glass and Smoke
  10. We Could Go Far

Shock of Daylight (EP) (1984)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 1984 veröffentlichte das Label Statik Records die EP Shock of Daylight, die von der Band in Londoner Studios eingespielt wurde. Die Resonanz war positiv.

  1. Golden Soldiers
  2. Longest Days
  3. Counting The Days
  4. Winter
  5. New Way Of Life
  6. Dreams Then Plans

Heads and Hearts (1985)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 1985 kam das vierte Album auf den Markt. Heads and Hearts erschien über das Label Statik Records. Auf dem Album sind neue Einflüsse durch New Wave und Indie-Rock hörbar. Die Kritiken waren durchwachsen.

  1. Whirlpool
  2. Total Recall
  3. Under You
  4. Burning Part of Me
  5. Love is Not a Ghost
  6. Wildest Dreams
  7. One Thousand Reasons
  8. Restless Time
  9. Mining for Heart
  10. World As It Is
  11. Temperature Drop

Thunder Up (1987)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das letzte Studioalbum von The Sound wurde 1987 über das belgische Indie-Label Play It Again Sam Records veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Band bereits weit von ihren Wurzeln im Post-Punk entfernt.[5] Thunder Up wurde überwiegend wohlwollend rezipiert.

  1. Acceleration Group
  2. Hand of Love
  3. Barria Alta
  4. Kinetic
  5. Iron Years
  6. Prove Me Wrong
  7. Shot Up and Shut Down
  8. Web of Wicked Ways
  9. I Give You Pain
  10. You've Got A Way

Propaganda (1999)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Todesjahr Borlands erschien das inoffizielle erste Album Propaganda, welches ausschließlich Aufnahmen aus dem Jahr 1979 enthält. Veröffentlicht wurde Propaganda vom französischen Label Renascent Records. Adrian Borland war am Remastering von Propaganda beteiligt und nahm sich am 26. April 1999, dem Tag der Veröffentlichung, das Leben. Von der Fachpresse wurde das Frühwerk mittelmäßig bewertet.

  1. No Salvation
  2. Deep Breath
  3. Cost of Living
  4. Quarter Past Two
  5. Night Versus Day
  6. Physical World
  7. Statik
  8. Music Business
  9. Propaganda
  10. Words Fail Me
  11. One More Escape
  12. Missiles

Singles & EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Physical World (1979)
  • Live Instinct (1980)
  • Heyday (1980)
  • Sense of Purpose (1981)
  • Hot House (1982)
  • One Thousand Reasons (1984)
  • Counting the Days (1984)
  • Under You (1985)
  • Temperature Drop (1985)
  • Iron Years (1987)
  • Hand of Love (1987)

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In The Hothouse (1985, live)
  • Shock of Daylight / Heads and Hearts (1996)
  • The BBC Recordings (2004)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Review auf popmatters.com, abgerufen am 20. Mai 2017.
  2. Jeopardy: AllMusic Review by Andy Kellman auf allmusic.com, abgerufen am 20. Mai 2017.
  3. From the Lions Mouth: AllMusic Review by Andy Kellman auf allmusic.com, abgerufen am 20. Mai 2017.
  4. All Fall Down: AllMusic Review by Andy Kellman auf allmusic.com, abgerufen am 20. Mai 2017.
  5. The Sound: Thunder up auf discogs.com, abgerufen am 20. Mai 2017.