Das Theater Erlangen

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Das Theater Erlangen ist ein Sprechtheater in Erlangen. Spielstätten sind das Markgrafentheater, die Studiobühne im Theater in der Garage und das Erlanger Traditionskino „Glocken-Lichtspiele“.

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingang des Markgrafentheaters
Saal des Markgrafentheaters
Saalwände des Markgrafentheaters
Das Theater in der Garage

Pro Spielzeit kommt es zu 260 Aufführungen, ca. 15 Premieren und zahlreichen Wiederaufnahmen. Das Programm umfasst Klassiker bis hin zum zeitgenössischen Stück und „Extra“ Veranstaltungen wie Lesungen, Foyergespräche, Matineen und Diskussionsrunden. Ergänzt wird der Spielplan durch Gastspiele anderer Theater sowie Pop-Konzerte in Zusammenarbeit mit dem E-Werk.

Abgerundet wird das Gesamtprogramm durch ein großes Angebot für Kinder und Jugendliche. Das Theater Erlangen bietet ein theaterpädagogisches Programm für jede Altersgruppe und Schulform. Einmal jährlich finden darüber hinaus die Erlanger Schultheatertage für Kinder und Jugendliche, bei denen die Erlanger Schulen und ihre Theater-AGs eigene Inszenierungen zeigen.

Das Theater Erlangen hat ein eigenes Ensemble, dem zwischen 8 und 10 Schauspielerinnen und Schauspielern angehören.

Spielstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markgrafentheater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Markgrafentheater

Das „Opern- und Comoedien-Hauses“ wurde von 1715 bis 1718 im Auftrag des Markgrafen Georg Wilhelm von Brandenburg-Bayreuth erbaut und 1719 mit der Oper „Argenis und Poliarchus“ eingeweiht. Von 1740 bis 1743 wurde der Zuschauerraum im Auftrag der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth durch den italienischen Theaterarchitekten Paolo Gaspari umgestaltet und 1744 dem Stück „Sirace, ein musikalisches Schauspiel“ wiedereröffnet.

Von 1906 bis 1913 vermittelte der Gemeinnützige Verein Gastspiele des Intimen Theaters Nürnberg und des Stadttheaters Bamberg, 1924 kam es zur Wiederaufnahme der Beziehungen zum Nürnberger Stadttheater. Das Stadttheater Bamberg jedoch bestritt von 1926 bis 1933 sein Theaterleben in Erlangen. Der Gemeinnützige Verein musste sich 1934 in die „Deutsch Bühne, Ortsgruppe Erlangen e.V.“ umwandeln. Daraus wurde 1936 „Die Nationalsozialistische Kulturgemeinde, Ortsverband Erlangen e.V.“, deren Erbe schließlich 1937 die NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ antrat.

Unter der Direktion Probst und dem Intendanten Doerner wurde 1945 ein eigenes Schauspielensemble gegründet. Nach der Währungsreform 1949 ließen sich die wirtschaftlichen Voraussetzungen für ein eigenes Ensemble nicht mehr aufrechterhalten, sodass ab Herbst 1949 regelmäßige Gastspiele der Nürnberger Bühnen stattfanden. 1973 wurde wieder ein eigenes städtisches Ensemble aufgebaut. In den Jahren von 1980 bis 2000 kam es zu weitreichende Sanierungen, dem Umbau gemäß den geltenden Sicherheitsstandards und zur Verbesserung der Klimatechnik, 2011 wurde eine umfangreiche Brandschutzsanierung durchgeführt.

Theater in der Garage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Theater in der Garage wurde 1975 aus einer Studentenbewegung heraus als Theater eröffnet und 1989 umfangreich modernisiert. Heute dient es als kleine Studiobühne mit 82 Sitzplätzen. Daran angeschlossen ist das Theatercafé.

Glocken-Lichtspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Glocken-Lichtspiele stammen aus den 20er Jahren. Das Kino zählt zu den ersten in Erlangen. 1996 mussten „die Glocken“ den Kinobetrieb einstellen. Nun dienen die Räumlichkeiten dem Theater als Probebühne und werden zudem als Veranstaltungsort für einzelne Produktionen genutzt.

Bisherige Intendanten waren:

  • Manfred Neu (1975–1989, Theater in der Garage)
  • Andreas Hänsel (1989–1998)
  • Hartmut Henne (1998–2001)
  • Johannes Blum (Interimsintendant 2001–2002)
  • Sabina Dhein (2002–2009)
  • Katja Ott (seit 2009)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]