Theodor A. Wohlfahrt

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Theodor Albrecht Friedrich Wohlfahrt (* 19. September 1907 in Ludwigshafen am Rhein; † 7. Februar 2006 in Würzburg) war ein deutscher Hochschullehrer, Zoologe und bedeutender Lepidopterologe.

Berufliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während seines Studiums wurde er 1926 Mitglied der Leipziger Universitäts-Sängerschaft zu St. Pauli.[1] Theodor A. Wohlfahrt wurde 1932 an der Universität München unter Karl von Frisch mit „summa cum laude“ promoviert. Er erhielt für seine Doktorarbeit Anatomische Untersuchungen über das Labyrinth der Elritze den Fakultätspreis. 1937 habilitierte er sich mit Arbeiten über die Seitenkanäle von Fischen in München. Sein Gesuch nach einer Lehrtätigkeit in München wurde aufgrund seiner liberalen Haltung abgelehnt. Das Berliner Reichsministerium wies ihn der Universität Würzburg zu, wo er ab 1942 als Dozent und bis 1972 als Professor für Zoologie und vergleichende Anatomie tätig war.

Bei seiner wissenschaftlichen Arbeit nach Ende des Zweiten Weltkrieges beschäftigte er sich stark mit Schmetterlingen und da besonders mit dem Segelfalter (Iphiclides podalirius). Der Falter war damals noch häufig an den Trockenhängen um Würzburg und er führte Studien zur intraspezifischen Variabilität und Diapausesteuerung durch. Dazu züchtete er die Falter in großer Zahl unter definierten Umweltbedingungen.

Seine Schmetterlingssammlung ist größtenteils in der Zoologischen Staatssammlung in München untergebracht, einige Kästen mit einheimischen Faltern verblieben in der Lehrsammlung des Biozentrums in Würzburg.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das fünfbändige Standardwerk Die Schmetterlinge Mitteleuropas (1954–1981), zu dem Walter Forster die Texte verfasste, illustrierte Theodor A. Wohlfahrt mit Zeichnungen und Aquarellen.

  • Anatomische Untersuchungen über das Labyrinth der Elritze (Phoxinus laevis L.), 1932
  • Das Ohrlabyrinth der Sardine (Clupea pilchardus Walb.) und seine Beziehungen zur Schwimmblase und Seitenlinie, 1936
  • Anatomische Untersuchungen über die Seitenkanäle der Sardine (Clupea Pilchardus Walb.), 1937
  • Untersuchungen über das Tonunterscheidungsvermögen der Elritze (Phoxinus laevis Agass), 1939
  • Versuche zur absoluten Unterscheidung von Zweiklängen mit gleichem Frequenzverhältnis durch Elritzen (Phoxinus laevis Agass), 1957[2][3]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Paul Meißner (Hrsg.): Alt-Herren-Verzeichnis der Deutschen Sängerschaft. Leipzig 1934, S. 245.
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