Theodor von Schacht

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Theodor Freiherr von Schacht (* 1748 in Straßburg; † 20. Juni 1823 in Regensburg) war ein deutscher Komponist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theodor von Schacht kam bereits im Alter von acht Jahren nach Regensburg an den Hof der Fürsten von Thurn und Taxis, wo auch sein Vater Karl Ludwig von Schacht tätig war. Dort erfuhr er im Laufe von 10 Jahre eine höfische Erziehung und erhielt eine erste musische Ausbildung bei den Hofmusikern Küffner und Joseph Riepel. Im Jahre 1766 ging Schacht für mehrere Jahre als Schüler des Opernkomponisten Niccolò Jommelli (1714–1774) an den Hof des Herzogs von Württemberg in Stuttgart. Nach seinen Studien in Stuttgart und Wetzlar kehrte er 1771 als Hofkavalier nach Regensburg zurück und wurde von Fürst Carl Anselm von Thurn und Taxis 1773 zum Intendanten der Hofmusik ernannt und mit dem Aufbau einer italienischen Oper beauftragt. Er war aber auch auf anderen Gebieten der Komposition (Singspiel, Sinfonie, Konzert, Kirchenmusik) tätig und wurde 1774 Oberleiter des Hoftheaters und Ballhauses am Aegidienplatz, das einen Jahresetat von 20.000 Gulden hatte, dessen Betrieb aber 1786 eingestellt wurde. Im Jahr 1790 wurde Schacht zum fürstlichen Geheimen Rat ernannt und 1796 für seine Verdienste um die Hofmusik mit einem Ehrensold auf Lebenszeit ausgezeichnet. Im Todesjahr des Fürsten Carl Anselm 1805 wurde Schacht pensioniert und trat eine Reise nach Wien an, um dort musikalische Eindrücke zu sammeln und sich als Komponist bekannt zu machen. Zu den Höhepunkten dieser Reise zählten das Zusammentreffen mit dem Beethoven-Schüler Erzherzog Rudolph von Österreich und mit Napoleon I., zu dessen Ehren er sechs Messen komponierte. Erst im Jahr 1812 kehrte Schacht nach Regensburg zurück, wo er im Jahre 1823 verstarb.[1]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Werke befinden sich als Manuskripte vor allem in der Musiksammlung der Fürsten von Thurn und Taxis in Regensburg. Werkliste im Internationalen Quellenlexikon (RISM)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karl Bauer: Regensburg Kunst- Kultur- und Alltagsgeschichte. MZ-Buchverlag in H. Gietl Verlag & Publikationsservice GmbH, Regenstauf 2014, ISBN 978-3-86646-300-4, S. 330–332.