Thomas Muggenthaler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Thomas Muggenthaler (* 1956) ist ein deutscher Journalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Muggenthaler studierte Politikwissenschaft und Soziologie. Er ist für den Bayerischen Rundfunk tätig und lebt und arbeitet in Regensburg. In zahlreichen Beiträgen vor allem im Radio hat er sich mit dem Thema Zwangsarbeiter in der NS-Zeit in Niederbayern und der Oberpfalz. Er deckte auf, dass etwa zwanzig polnischstämmige Zwangsarbeiter in der NS-Zeit zwischen 1941 und 1943 aufgrund von Liebesbeziehungen zu deutschen Frauen hingerichtet worden sind. Darüber schrieb er zwei Bücher, im Januar 2015 sendete der Bayerische Rundfunk den Film Verbrechen Liebe.

Zur Abschreckung fanden viele der Hinrichtungen öffentlich statt, meist in der Nähe ihres Arbeitsplatzes. In keinem Fall kam es zu einem ordentlichen Gerichtsprozess. Später fanden die Exekutionen teilweise im KZ Flossenbürg statt. Die Mordaktionen wurden durch die Gestapo Regensburg ausgeführt.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Wir hatten keine Jugend“: Zwangsarbeiter erinnern sich an ihre Zeit in Bayern. Lichtung Verlag, Viechtach 2003, ISBN 3-929517-56-6.
  • Verbrechen Liebe: von polnischen Männern und deutschen Frauen: Hinrichtungen und Verfolgung in Niederbayern und der Oberpfalz während der NS-Zeit. Ed. Lichtung, Viechtach 2010, ISBN 978-3-929517-48-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]