Toxpack

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Toxpack
Toxpack.jpg

Toxpack im Huxleys Berlin (Heimspiel 2014)
Toxpack im Huxleys Berlin (Heimspiel 2014)
Allgemeine Informationen
Herkunft Berlin, Deutschland
Genre(s) Streetpunk, Oi! (2001–2004), Hardcore Punk (2005–2011), Hard Rock, Heavy Metal (seit 2014)
Gründung 2001
Website www.toxpack.de
Gründungsmitglieder
Schulle
Aktuelle Besetzung
Daniel Schulz (Schulle) (seit 2001)
Tommi Tox (seit 2002)
E-Gitarre
Erik Henning (seit 2006)
Stephan Zebisch (seit 2012)
Oliver von Prondzinsky (Zoppel) (seit 2014)
Ehemalige Mitglieder
E-Bass
Robert Drewell (2004–2006)
E-Bass
Martin Koch (2006–2012)
Schlagzeug
Hinni Hammer (2004–2014)
Live-Unterstützung und Session-Musiker
E-Bass
Mathias Reeck (2001)
Schlagzeug
Kasi (2001)
Schlagzeug
Pierre Meyer (2002–2003)
E-Gitarre
Piet (2001)
E-Gitarre
Andreas Lindow (2003–2004)
E-Bass
Steely (2003–2004)
E-Gitarre
Billy (2005–2006)

Toxpack ist eine deutsche Punk / Hardrock-Band aus Berlin, die 2001 gegründet wurde und ihre Ursprünge in der Streetpunk und Oi!-Szene hat.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Veröffentlichung des Debütalbums Stadtgeflüster im Jahr 2001 wurde 2002 die Single Racheengel auf den Markt gebracht. 2003 entstand die EP Vergeltung mit der Göttinger Formation Stomper 98. Seit dem 2003 veröffentlichten zweiten Album Die andere Seite lädt die Band zu ihren Produktionen befreundete Gastsänger ein. Dazu gehörte 2003 Mickey Fitz von der aus England stammenden Punk-Band The Business.

Im Jahr 2005 erschien mit Aggressive Kunst das dritte Album, auf dem der New Yorker Roger Miret von Agnostic Front mit einem Gastauftritt zu hören ist.

2007 erschien in Kooperation mit DSS Records und Randale Records das vierte Studioalbum Cultus Interruptus. Es war die erste Zusammenarbeit mit Produzent Harris Johns bei insgesamt drei aufeinanderfolgenden Studioalben. Der Albumtitel lehnt sich an den Begriff Coitus interruptus (Unterbrochener Geschlechtsverkehr) an. "Cultus Interruptus" bedeutet "kultiviert abgebrochen" und wird als Wortspiel im Text mit "Wir brechen Kultur" verwendet. Auf dem Album-Titeltrack sind zwei befreundete Berliner Urgesteine Koefte de Ville Mad Sin und Atze von Troopers zu hören. In diesem Lied wird für ein subkulturellen Zusammenhalt in der Punk-, Hardcore-, Psychobilly-, Rocker- sowie Metal-Szene besungen. Das dazugehörige Musikvideo drehten Toxpack in Berlin auf der Warschauer Str. in der Nähe der Oberbaumbrücke mit ca. 100 Personen. Auf der Streaming-Plattform YouTube wurde der Clip bereits knapp 1,6 Millionen Mal von den Fans aufgerufen.

2009 erschien das Album Epidemie. Gary Meskil, Sänger der New Yorker Band Pro-Pain und Frontmann Joost de Graaf und Gitarrist Erik Wouters von der aus den Niederlanden stammenden Band Discipline sind jeweils auf zwei verschiedenen Songs zu hören.

Das Album Bastarde von Morgen ist 2011 veröffentlicht worden. Zum 10-jährigen Bandjubiläum sind wieder zwei befreundete Gastsänger mit dabei. Paul Bearer von Sheer Terror und Roi Pearce von The Last Resort.

2013 und 2014 spielte Toxpack als Vorband auf Stephan Weidners Tour. Außerdem verkündeten sie den Wechsel zum Betontod-Label Better Than Hell. Dort erschien am 12. September 2014 das Album Friss! was von Produzent Michael Mainx (arbeitete auch z. B. für Böhse Onkelz, Der W, Tankard und D-A-D) in Frankfurt am Main im Studio23 aufgenommen und produziert wurde. Vorab wurde der Song Nichts hören, sehen,sagen! veröffentlicht, bei dem Weidner als Gastsänger mitwirkte, wo gemeinsam Stellung bezogen wird gegen Alltagsrassismus und mangelnder Zivilcourage. Das Album brachte Toxpack die erste Chartplatzierung und erreichte Platz 16 in den deutschen Charts.

Ende 2014 verließ Schlagzeuger Hinni Hammer aus persönlichen Gründen nach zehn Jahren die Band. Auf dem traditionellen „Heimspiel“ wurde er im Berliner Huxley’s verabschiedet. Als Nachfolger stellte man Zoppel, langjähriger Freund der Band und seit 2011 als Drum-Tec tätig, vor.

2016 unterschrieben Toxpack einen weltweiten Vertrag mit dem österreichischen Metal-Major-Label Napalm Records. Das am 31. März 2017 erschienene Album "Schall & Rausch", produziert und aufgenommen im Dailyhero-Recordings-Tonstudio in Berlin-Kreuzberg, erntete in vielen Magazinen Höchstpunktzahlen.

Am 31. Mai 2019 erschienen das aktuelle Album "Kämpfer", landete auf Platz 7 der offiziellen deutschen Album Charts und ist das neunte Studioalbum der Band.

Stil und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Toxpack begannen ihre Laufbahn musikalisch als klassische Streetpunk-Band, wobei sie ihren Musikstil von Anfang an als „Streetcore“ bezeichneten, eine Mischung aus Punk, Hardcore und Heavy Metal. Die Band hat den Begriff „Streetcore“ in Deutschland geprägt und versteht darunter: Von der Straße, für die Straße. Im Laufe der Jahre flossen immer mehr Rock- und Hard-Rock-Elemente in den Toxpack-Sound ein. Auf dem Album Friss! (2014) sind Lead-Gesang und Chöre in zahlreichen Stücken melodiöser ausgefallen als auf allen Vorgängeralben.

"Schall & Rausch" fällt soundtechnisch gegenüber dem Vorgänger "Friss!" um einiges härter und kerniger aus. Der Longplayer brachte der Band die zweite Chartplatzierung – Nr. 20 der deutschen Album-Charts – ihrer Karriere ein.

"Kämpfer" knüpft nahtlos an den Erfolg von "Schall & Rausch" an und wurde auch wieder im Dailyhero-Recordings-Tonstudio produziert. Dieses Album beschert der Band nun ihren dritten Einstieg in die Album-Charts und zum ersten Mal Platz 7 in den Top Ten. Dieses Album hat in vielen Magazinen sehr positive Kritiken erhalten.

Bandmitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Friss!
  DE 16 26.09.2014 (1 Wo.)
Schall & Rausch
  DE 20 07.04.2017 (1 Wo.)
Kämpfer
  DE 7 07.06.2019 (3 Wo.)

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2002: Racheengel (DSS Records)
  • 2003: Vergeltung (Split mit Stomper 98, DSS Records)

Musikvideos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005: Suff und wilde Spiele
  • 2005: Aggressive Kunst feat. Roger Miret (Agnostic Front)
  • 2007: Cultus Interruptus feat. Atze (Troopers) und Köfte (Mad Sin)
  • 2009: Ohne Mich
  • 2011: Bastarde von Morgen
  • 2012: Uhrwerk
  • 2014: Nichts hören, sehen, sagen (featuring Stephan Weidner)
  • 2014: Nichts bleibt wie es ist
  • 2017: Willkommen im Klub
  • 2017: Bis zum letzten Ton
  • 2019: Setz die Segel
  • 2019: Arschloch
  • 2019: Kämpfer
  • 2019: Liebe ist tödlich
  • 2020: Hauptsache es geht uns gut

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chartdiskografie Deutschland (Memento des Originals vom 25. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.musicline.de