Trenchcoat

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Trenchcoat zur Zeit des Ersten Weltkriegs

Der Trenchcoat (engl. trench für „Graben, Schützengraben“; coat für „Mantel“) ist ein mittellanger bis langer, meist doppelreihiger Regenmantel ohne Kapuze aus Gabardine oder Popeline mit Gürtel. Erfunden wurde er von Thomas Burberry und Aquascutum London Ende des 19. Jahrhunderts als Mantel für die britische Armee.

Charakteristikum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich war der Trenchcoat ein zweireihiger Herrenwettermantel mit einem breiten Übertritt. Daraus entwickelt hat sich ein auch einreihiger Mantel für Damen und Herren. Typisch für den Mantel im Baumwollcharakter ist unter anderem der Kragen, der mit einem Riegel auch hochgeschlossen getragen werden kann. Dazu kommen breite Revers, gesteppte Kanten, oft mit knöpfbarer und geschwungen geschnittener Vorder- und Rückenpasse oder einem Koller, viele Knöpfe, auch Lederknöpfe, viele Taschen, Schulterklappen, verstellbare Ärmelspangen, Rundgürtel mit Schnalle und Dorn. Manchmal weist er auch noch die Gürtelringe auf, die früher zur Befestigung des Fernglases dienten. Häufig ist ein Rückenschlitz oder eine geknöpfte Rückenfalte. Bevorzugte Stoffarten sind Popeline oder Gabardine.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Burberry legte mit der Erfindung des Stoffes Gabardine um 1870 den Grundstein für den Trenchcoat. Die wasserabweisenden Eigenschaften dieses Stoffes machten den Trenchcoat besonders witterungsbeständig und somit für das Militär attraktiv. Im Ersten Weltkrieg wurde er von britischen und französischen Soldaten getragen und kam so über den Gebrauch im Schützengraben (englisch trench) zu seinem Namen. Sein Schnitt ist auf guten Wetterschutz und gute Beweglichkeit ausgelegt. Auch Aquascutum London wird die Erfindung des Trenchcoats zugesprochen, jedoch sind die genauen Verhältnisse nicht eindeutig geklärt.

Bekannt wurde der Trenchcoat durch Filmstars wie Humphrey Bogart in Casablanca, Audrey Hepburn in Frühstück bei Tiffany, Horst Tappert in Derrick und Peter Falk als Inspektor Columbo.

In Filmen ist der Trenchcoat oft die Bekleidung von Detektiven im Film-Noir-Genre. In Sketchen ist ein Trenchcoat die typische (und einzige) Bekleidung von Exhibitionisten. Beides sind etablierte Klischees, die gezielt eingesetzt werden, genauso wie häufig die Abschlussszene von „Casablanca“ (mit Hilfe eines Trenchcoats) persifliert wird.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

http://www.artofmanliness.com/2010/10/20/man-guide-trench-coat (englischsprachig)
http://www.gentlemansgazette.com/trench-coat-guide/ (englischsprachig)

 Commons: Trenchcoats – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Trenchcoat – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alfons Hofer: Textil- und Modelexikon. 7. Auflage, Band 1, Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 1997, Stichwort „Trenchcoat“. ISBN 3-87150-518-8.