Treppenstein

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Blick vom Treppenstein in Richtung Nordnordwesten in das Okertal mit B 498
Blick vom Treppenstein nach Norden vorbei an den Studentenklippen zum Sudmerberg beim Goslarer Stadtteil Oker und zum Nördlichen Harzvorland

Der Treppenstein im gemeindefreien Gebiet Harz des niedersächsischen Landkreises Goslar ist eine langgestreckte Felsformation auf dem Huthberg nahe Romkerhalle im Harz. Seine Felsen bestehen aus Granit und weisen deutliche Wollsackverwitterungen[1] auf. Der obere Teil der Formation heißt Großer Treppenstein.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Treppenstein liegt im Naturpark Harz abwärts entlang der Oker betrachtet zwischen den Ortschaften Schulenberg im Südwesten und Oker im Norden etwa 1,5 km (Luftlinie) nordnordöstlich des am Fluss auf etwa 355 m Höhe gelegenen Hotel- und Restaurant-Anwesens Romkerhalle. Er befindet sich auf dem Nordwesthang des bewaldeten Huthbergs (604,8 m), der zum tief eingeschnittenen Tal der Oker abfällt. Der Berggipfel im Bereich der Kästeklippen liegt rund 450 m südsüdöstlich vom Großen Treppenstein. Nördlich vorbei zieht sich das Tränketal, durch das der kleine (Bach vom) Jägerborn westwärts der Oker zufließt.

Höhenlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der langgestreckte Treppenstein verläuft auf dem Nordwesthang des Huthbergs von etwa 480 m[2] Höhe in Richtung Westnordwesten bis auf rund 350 m[2] Höhe hinab in das Okertal. Seine höchste Stelle wird auch mit etwa 511 m ü. NHN[3] angegeben. Die 500-m-Höhenlinie[2] ist in topographischen Karten, in denen die Felsformation eingetragen ist, jedoch deutlich weiter oberhalb des Großen Treppensteins eingezeichnet.

Befestigungsanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Westfuß des Treppensteins befand sich eine Befestigungsanlage, die 1989 durch Reste eines Steingebäudes und einen Halsgraben etwa 40 Meter (m) vom Felsen entfernt entdeckt wurde. Sie ist heute noch 1,5 m tief und 4 m breit. Zum Teil ist sie noch 5 m tief und bis zu 10 m breit. In diesem Bereich wurden seit 1963 Keramikscherben und Eisenfragmente gefunden, die dem 13. Jahrhundert zugeordnet werden.

Etwa 500 m oberhalb des Treppensteins liegt die kleine, vermutlich mittelalterliche Abschnittsbefestigung Tränkestein. Dabei handelt es sich um ein 50 m langes Wall-Grabensystem. Der Graben ist noch 1,5 m tief und der Wall noch etwa 1 m hoch.

Wandern und Klettern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Treppenstein ist beliebtes Wanderziel und als Nr. 117[3] in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen. Vom über Felstreppenstufen zu erreichenden Gipfel des Großen Treppensteins hat man Ausblick besonders über das westlich gelegene Okertal, aber auch nach Norden entlang dem Flusstal zum Sudmerberg, auf dem ein Sendeturm zu erkennen ist. Der Wanderweg vom Romkerhaller Wasserfall zu den Kästeklippen führt vorbei.

Darüber hinaus wird die Formation zum Klettern genutzt. Die Routen hier weisen Schwierigkeiten bis zum IX. Grad (UIAA) auf.[4]

Uralte, in den Fels gehauene Treppenstufen lassen darauf schließen, dass der Treppenstein auch früher von Menschen bestiegen wurde.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eintrag von Stefan Eismann zu Treppenstein in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen Burgeninstituts

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Der Treppenstein, auf harzlife.de, abgerufen am 21. Mai 2010
  2. a b c Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  3. a b Harzer Wandernadel: Stempelstelle 117 / Treppenstein, auf harzer-wandernadel.de
  4. Großer Treppenstein, im Felsinformationssystem Deutscher Alpenverein des DAV, auf felsinfo.alpenverein.de

Koordinaten: 51° 52′ 19,8″ N, 10° 28′ 49,7″ O