Triennale Kleinplastik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Triennale-Ausstellungsort Alte Kelter

Die Triennale Kleinplastik bzw. Triennale Fellbach ist eine alle drei Jahre stattfindende Kunstausstellung für zeitgenössische Kleinplastik in Fellbach.

Die im Jahre 1980 vom Fellbacher Oberbürgermeister Friedrich-Wilhelm Kiel initiierte Triennale findet mittlerweile internationale Beachtung.[1] Durch die Beständigkeit und die internationalen Ausstellungsteilnehmer wird ein gelungener Kontrapunkt zur aktuellen Konjunktur der großen Formate gesetzt.[2]

Bisherige Triennalen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1. Triennale 1980
Die erste Triennale war eine Bestandsaufnahme der existierenden zeitgenössischen Kleinplastik in Deutschland. Sie wurde von Heinz Fuchs, Direktor der Kunsthalle Mannheim kuratiert.

2. Triennale 1983
Die zweite Triennale war ein kultureller Austausch zwischen Ost und West. Die Teilnehmer kamen aus der BRD, Polen und den Niederlanden. Kurator war wiederum Heinz Fuchs.

3. Triennale 1986
Die dritte Triennale vertiefte das Thema der zweiten. Partnerländer waren Frankreich und Ungarn. Die Leitung hatte Manfred Schneckenburger.

4. Triennale 1989
Die vierte Triennale schloss mit den Teilnehmern aus BRD, DDR, Österreich und der Schweiz den Ost-West-Dialog ab. Kuratiert wurde sie von Christoph Brockhaus, dem Leiter des Lehmbruck-Museums.

5. Triennale 1992
Die fünfte Ausstellung widmete sich der Entdeckung Amerikas, mit Teilnehmern aus Lateinamerika, Italien und Spanien. Leiter war wiederum Christoph Brockhaus.

6. Triennale 1995
Die sechste Triennale war eine Begegnung von Künstlern aus Europa und Ostasien. Die bisherige Länderzuordnung wurde dabei aufgelöst. Sie wurde von Lóránd Hegyi kuratiert.

7. Triennale 1998
Das letztmalige Prinzip wurde bei 1998 fortgesetzt. Diesmal mit dem Partnerkontinent Afrika. Geleitet wurde diese Triennale von Werner Meyer, dem Direktor der Kunsthalle Göppingen.

8. Triennale 2001
2001 wechselte die Triennale räumlich in die Alte Kelter. Sie war als Retrospektive konzipiert und wurde von Thomas Deecke, dem Leiter des Neuen Museum Weserburg, kuratiert.

9. Triennale 2004
Unter dem Titel Ich will, dass du mir glaubst! beschäftigte sich die neunte Triennale mit der Glaubwürdigkeit der zeitgenössischen Kunst. Kurator war Jean-Christophe Ammann.

10. Triennale 2007
Das Motto Bodycheck stand für die skulpturbezogenen Möglichkeiten im Kunstdiskurs. Sie wurde von Matthias Winzen geleitet.

11. Triennale 2010
Larger Than Life - Stranger Than Fiction lautete das Thema dieser Triennale. Die Leiterin Ulrike Groos rückte wieder die Möglichkeiten der kleinen Formate in den Mittelpunkt der Ausstellung. Für die Präsentation kleinformatiger Arbeiten wurde eigens eine passende Ausstellungsarchitektur geschaffen.[3]

12. Triennale 2013
Das Thema dieser Triennale lautete Utopie beginnt im Kleinen. Die Ausstellung wurde vom 23. Juni – 29. September 2013 gezeigt. Kuratoren waren Angelika Nollert und Yilmaz Dziewior. Die Ausstellungsarchitektur wurde von Arno Brandlhuber und Manfred Pernice konzipiert, die hierfür unter anderem die mobilen Stellwände der Ausstellungshalle zu Podesten umgestalteten. Gezeigt wurden Werke von mehr als 50 Künstlern.[4]

13. Triennale 2016
Die 13. Triennale Fellbach fand vom 11. Juni bis 2. Oktober 2016 mit dem Thema FOOD – Ökologien des Alltags statt. Kuratorin war Susanne Gaensheimer, die Direktorin des Frankfurter Museums für Moderne Kunst. Beteiligt waren 44 Künstler[5]

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kuratorium vergibt den Hauptpreis in Höhe von 7.500 €, daneben gibt es zwei mit je 3.000 € dotierte Publikumspreise.
Seit 1995 wird als weiterer Preis der Ludwig Gies-Preis für Kleinplastik der Letter Stiftung vergeben. Der Ludwig Gies-Preis besteht aus einer Preissumme und dem Ankauf eines Werks aus der Triennale. Die Preise werden im Rahmen der Eröffnungsfeier überreicht. [6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Larger than life - stranger than fiction. Snoeck, Köln 2010, ISBN 978-3-940953-53-7.
  • Bodycheck. Snoeck, Köln 2007, ISBN 978-3-936859-64-5.
  • Ich will, dass Du mir glaubst! Kulturamt der Stadt Fellbach, 2004, ISBN 3-9807598-3-0.
  • Vor-Sicht / Rück-Sicht Kulturamt der Stadt Fellbach, 2001, ISBN 3980598497
  • Zeitgenössische Skulptur Europa - Afrika. Trägerverein der Triennale der Kleinplastik, 1998.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Triennale Kleinplastik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stuttgarter Zeitung Fellbach Triennale Kleinplastik Startet
  2. Neue Zürcher Zeitung Mikrowelten
  3. Kunstforum International 11. Triennale Kleinplastik Fellbach
  4. Triennale, abgerufen am 20. August 2013
  5. 2016 beteiligte Künstler
  6. Trienale-Preise