Manfred Schneckenburger

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Manfred Schneckenburger (* 1938 in Stuttgart) ist ein deutscher Kunsthistoriker, Hochschullehrer und künstlerischer Leiter von internationalen Kunstausstellungen. Er war der einzige, der die documenta in Kassel zweimal (1977 und 1987) geleitet hat.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manfred Schneckenburger studierte Germanistik, Geschichte, Kunstgeschichte und Ethnologie. Zunächst war er als Gymnasiallehrer tätig, bevor er an der Staatsgalerie in Stuttgart ein Volontariat absolvierte und Kunst- und Theaterkritiken schrieb. Von 1969 bis 1972 war Schneckenburger als Ausstellungsreferent beim Olympia-Komitee in München tätig und ab 1970 maßgeblich an der Organisation und Durchführung der großen Olympiaausstellung „Weltkulturen und moderne Kunst“ in München 1972 beteiligt. Von 1973 bis 1974 war er Direktor der Kunsthalle Köln.

documenta[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schneckenburger wurde zum künstlerischen Leiter der documenta 6 berufen, die 1977 in Kassel stattfand. Anschließend war er freischaffend tätig, er machte Ausstellungen und publizierte Bücher und Kataloge zur Kunst des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1984 wurde er zum zweiten Mal als künstlerischer Leiter nach Kassel berufen, er kuratierte die documenta 8 1987.

Lehrtätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren zwischen und nach den Aufgaben als zweimaliger documenta-Kurator war Manfred Schneckenburger zudem als Hochschullehrer tätig, so zum Beispiel in Bochum. Nach dem Ende der d8 übernahm er 1987 die documenta-Professur an der Gesamthochschule Kassel (GHK Universität Kassel) bis 1989. Ab 1991 war er Professor für „Kunst und Öffentlichkeit“ an der Kunstakademie Münster und bis zu seiner Pensionierung 2004 auch deren Rektor.

lichtsicht-Biennale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2007 wurde Schneckenburger zum Kurator der Projektions-Biennale „lichtsicht“ in Bad Rothenfelde berufen, die er bis 2013 leitete. Alle zwei Jahre lud Schneckenburger dazu Videokünstler aus der ganzen Welt ein, ihre aktuellen Werke auf die Gradierwerke im Kurpark von Bad Rothenfelde zu projizieren.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manfred Schneckenburger hat zahlreiche Bücher und Kataloge zur Kunst und zur Architektur veröffentlicht und war Mit-Autor einer zweibändigen Ausgabe zur Kunst des 20. Jahrhunderts.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Schneckenburger (Hrsg.): documenta. Idee und Institution. Tendenzen, Konzepte, Materialien. München 1983, ISBN 3-7654-1902-8
  • Manfred Schneckenburger: Skulpturen und Objekte. In: Kunst des 20. Jahrhunderts. Hrsg. Ingo F. Walther, Taschen Verlag, Köln, 2000, S. 407–575 (im Band 2), ISBN 3-8228-6029-8 (einbändig) bzw. ISBN 3-8228-8802-8 (zweibändig)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]