Turit Fröbe

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Turit Fröbe (2022)

Turit Fröbe (* 20. Januar 1971 in Rheda-Wiedenbrück) ist eine deutsche Architekturhistorikerin und Urbanistin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turit Fröbe hat Kunstgeschichte und Klassische Archäologie an der Philipps-Universität Marburg studiert (1990/96), war Stipendiatin am Graduiertenkolleg des kunsthistorischen Seminars der Universität Hamburg „Politische Ikonographie – Stadt, Land, Raum“ (1997–2000), hat dann ein Masterstudium Europäische Urbanistik an der Bauhaus-Universität Weimar absolviert (2003–2006) und im November 2015 an der Universität Hamburg bei Wolfgang Kemp promoviert.[1] Von Oktober 2005 bis September 2017 war sie an der Universität der Künste Berlin zunächst als Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Architekturgeschichte und Architekturtheorie im Studiengang Architektur tätig und später als Gastprofessorin (Oktober 2015 bis März 2017) und Wissenschaftliche Mitarbeiterin (November 2018 bis September 2019) im Bereich Ästhetische Bildung an der Grundschule der Künste.[2]

2014 hat Fröbe das Büro DIE STADTDENKEREI[3] gegründet, mit dem sie unkonventionelle Strategien zur Baukulturvermittlung anbietet und Forschungsprojekte durchführt.

Zitat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Der wichtigste Schritt zur Stadtverschönerung wird im eigenen Kopf gemacht.“

Turit Fröbe[4]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016: Turit Fröbe: Die Inszenierung eines Mythos. Le Corbusier und die Akropolis. Band 157. Birkhäuser Verlag GmbH, Basel 2016, ISBN 978-3-0356-1118-2, S. 260.
  • 2017: Turit Fröbe, Kirsten Winderlich (Hrsg.): SpielRaumStadt. Baukulturvermittlung für Kinder. 1. Auflage. ATHENA-Verlag e. K., Oberhausen 2017, ISBN 978-3-89896-665-8.
  • 2018: Turit Fröbe: ALLES NUR FASSADE? Das Bestimmungsbuch für moderne Architektur. DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG, Köln 2018, ISBN 978-3-8321-9947-0, S. 176: „Ausgangspunkt sind die Fenster. Lässt das Gebäude eine Vorliebe für quadratische oder querrechteckige Fensterformate erahnen? Welche Materialien wurden verwendet: Messing, Fliesen oder Mosaik? Sehr wahrscheinlich ist es ein Gebäude aus den 50er-Jahren! Achtung: Es könnte sich aber auch um einen dieser vielen Retro-Stile handeln, die gegenwärtig überall aufblühen … Plötzlich wird der Stadtspaziergang zum Erlebnis. Sie werden mit anderen, wacheren Augen durch die Straßen gehen, »gelutschte« Ecken und Flugdächer entdecken, Historismen entlarven und nach »Sprossen in Aspik« Ausschau halten.“
  • 2020: Turit Fröbe: Die Kunst der Bausünde. DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG, Köln 2020, ISBN 978-3-8321-9986-9, S. 180: „Lange wurde sie missachtet und unterschätzt. Sie galt als hässlich und austauschbar – zu Unrecht! Denn Bausünde ist nicht gleich Bausünde. Manches, was landläufig als solche bezeichnet wird, ist nur aus der Mode geraten, einiges wurde bereits so geplant und anderes wiederum ist erst nachträglich durch Anbauten, Überformung oder Anstrich in den Stand der Bausünde erhoben worden.“
  • 2021: Turit Fröbe: Eigenwillige Eigenheime. Die Bausünden der anderen. DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG, Köln 2021, ISBN 978-3-8321-9992-0, S. 160: „Doppelhäuser mit zwei Gesichtern, abenteuerliche Mottogärten, expressive Zaun- und Garagenkreationen: In den Einfamilienhausgebieten unserer Städte stehen Bausünden hoch im Kurs! Meist genügt ein einzelner Impuls, ein einzelner Nachbar, der ausschert und gestalterisch Neuland betritt, um ein nachhaltiges Echo in der Umgebung auszulösen und zum Motor zu werden …“
  • 2022: Turit Fröbe: Der Abrisskalender 2023. 365 Bausünden zum Abreißen. DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG, Köln 2022, ISBN 978-3-8321-6903-9: „Individualisierte Reihenhäuser, die um jeden Preis aus ebendieser Reihe tanzen wollen, Stadtrand-Villen mit Instant-Ambiente, abenteuerliche Mottogärten, die von fremden Welten und Kulturen künden, alles andere als einladende Einkaufszentren und überaus kontrastreiche Ladengestaltungen in den Innenstädten – Bausünden, soweit das Auge reicht … Doch das Hinschauen lohnt sich!“
  • 2022: Turit Fröbe: Architekturpolitik in Finnland. Wie Baukulturelle Bildung gelingen kann. JOVIS Verlag GmbH, Berlin 2022, ISBN 978-3-86859-617-5: „Als eines der ersten Länder Europas entwickelte Finnland 1998 eine offizielle Architekturpolitik, in der die Baukulturelle Bildung eine prominente Stellung einnahm, und gilt seitdem als unangefochtener Vorreiter in diesen Bereichen. Erklärtes Ziel war es, die Architektur systematischer ins Schulsystem, in die Curricula der Lehramtsstudiengänge und in die Erwachsenenbildung zu integrieren.“

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Turit Fröbe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Inszenierung eines MythosLe Corbusier und die Akropolis
  2. Grundschule der Künste
  3. DIE STADTDENKEREI
  4. ZDF aspekte, 16. Juni 2012