UZ-Baureihe ДЭЛ-02

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UZ-Baureihe ДЭЛ-02 (DEL-02)
DEL 02
DEL 02
Anzahl: 6 Einheiten
Hersteller: Lokomotivfabrik Luhansk
Baujahr(e): 2003–
Achsformel: Bo’2’ + 2’2’ + 2’Bo’
Spurweite: 1.520 mm
Länge über Kupplung: 75.750 mm
Kleinster bef. Halbmesser: 125 m
Dienstmasse: gesamter Zug: 173 t
Motorwagen: 64 t
Beiwagen: 45 t
Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h
Installierte Leistung: 2 × 550 kW
Anfahrzugkraft: 210 kN
Motorentyp: MTU 12V 183 DE
Motorbauart: 12-Zylinder-Viertakt-Dieselmotor MTU
Leistungsübertragung: dieselelektrisch
Tankinhalt: 1.500 l
Anzahl der Fahrmotoren: 4
Zugbremse: elektropneumatische Bremse
Sitzplätze: gesamte Einheit: 336
Klassen: 1./2.

Der Dieseltriebwagen ДЭЛ-02 (DEL-02) ist ein bei der Lokomotivfabrik Luhansk in Luhansk für die Eisenbahnen in der Ukraine speziell für den schnellen Vorortverkehr auf nichtelektrifizierten Breitspurstrecken in gemäßigter klimatischer Umgebung geschaffener Triebzug. Er wurde von 2003 an hergestellt. Zum Stand Juni 2012 wurden bisher sechs Fahrzeuge gefertigt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den aktuellen Entwicklungsstandards des Fahrzeugbaues im Weltniveau folgend, stand auch für die Ukrsalisnyzja die Frage über die Schaffung eines Dieselzuges mit elektrischer Kraftübertragung über Wechselstrom bei gleichzeitiger Ausnutzung von Drehstromfahrmotoren. Daher entstand in der Lokomotivfabrik Luhansk der Versuchszug ДЭЛ-01 (DEL-01).

Die Resultate der Erprobung bestätigten die konstruktiven Grundentscheidungen. Auf der Grundlage des Diesel-Zuges ДЭЛ-01 wurden die Steuersysteme überarbeitet und die Ausrüstung komplettiert. Gleichzeitig mit dieser Modernisierung wurde der Dieselzug ДЭЛ-02 (DEL-02) gebaut, welcher sich von dem Versuchszug durch ein neues Design des Wagenkastens unterschied. Außerdem wurde die Diesel-Generator-Einheit der elektrischen Kraftübertragung unter dem Wagenboden angeordnet. Die Lokführerkabine wurde anhand des Designs von Lokomotiven nach dem Patent UA 12-03 vom 12. Juni 2003 gebaut.[1]

Gesamte Beschreibung des Fahrzeuges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dieselzug ist für die Beförderung von Passagieren im Vorortverkehr in Regionen mit gemäßigtem Klima auf Eisenbahnen mit einer Spurweite von 1.520 mm ohne Elektrifizierung bestimmt.

Die übliche Kombination des Diesel-Zuges sind zwei Motorwagen und einem mittleren Beiwagen. Die elektrische Ausrüstung ermöglicht den Betrieb von zwei gekuppelten Diesel-Zügen über Vielfachsteuerung.

Die Gesamtzahl an Sitzplätzen in dem Zug beträgt 336. Im Motorwagen befinden sich je 100 Sitzplätze, im Beiwagen 136.

Technische Charakteristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kraftübertragung des Dieselzuges ist dieselelektrisch mit Wechselstrom, bestehend aus dem Dieselmotor, dem Traktionsgenerator, der Gleichrichter-Inverter-Einheit für die Erzeugung von Drehstrom und den zwei Drehstrom-Fahrmotoren vom Typ АД-906 (AD-906). Gespeist werden die beiden Fahrmotoren von dem autonomen Spannungs-Inverter. Der Mikroprozessorblock der Steuerung versorgt die optimale Arbeit der Elektroübertragung in den verschiedenen Systemen der Bewegung.

Die Krafteinheit des Dieselzuges ist in jedem Motorwagen vorhanden. Es besteht aus dem Dieselmotor vom Typ 12V 183 DE der Firma MTU, dem Traktionsgenerator, produziert von der Firma ООО НИИ «Преобразователь» („NII-Wandler“), Luftfiltern, Heizkörpern und Dämpfern. Im Antriebsmodul ist gleichfalls die Stromversorgung der Steuerung, der Beleuchtung und der Aufladung der Akku-Batterie angeordnet. Die gesamte Krafteinheit ist unter dem Wagenkasten angeordnet. Der Dieselmotor ist ein 12-Zylinder-Viertakt-Dieselmotor mit Gasturbinen-Aufladung und Flüssigkühlung. Die Leistung jedes Dieselmotors beträgt 550 kW. Der Vorrat an Kraftstoff für den gesamten Zug beträgt 1.500 l, die Kraftstoffbehälter sind am Rahmen des Motorwagens befestigt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: ДЭЛ-02 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ansicht von dem Patent UA 12-03 vom 12. Juni 2003.