Uchnaagiin Chürelsüch

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Uchnaagiin Chürelsüch

Uchnaagiin Chürelsüch (ᠤᠬᠤᠨᠠᠭ᠎ᠠ ᠶᠢᠨ
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mongolisch Ухнаагийн Хүрэлсүх, englisch Ukhnaagiin Khürelsükh; * 14. Juni 1968, Ulaanbaatar, Mongolei) ist ein mongolischer Politiker. Seit 4. Oktober 2017 ist er Premierminister der Mongolei.[1] Er wurde drei Mal in das Parlament der Mongolei gewählt. In den Wahlperioden 2000, 2004 und 2012 diente er im Kabinett als Minister für Notfallsituationen von 2004 bis 2006, Minister für Professional Inspection von 2006 bis 2008, und, von 2014 bis 2015 und 2016 bis 2017, als Stellvertretender Premierminister der Mongolei.[2] Zudem war er von 2008 bis 2012 Generalsekretär der Mongolischen Volkspartei (mongolisch Монгол Ардын Нам, Mongol Ardyn Nam, MVP/МАН/MAN).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chürelsüch besuchte die weiterführende Schule Nr. 2 in Ulaanbaatar und schloss 1989 an der Nationalen Verteidigungsuniversität der Mongolei (mongolisch Монгол Улсын Батлан хамгаалахын их сургууль) als Major im Fach Politische Studien ab. Er studierte Verwaltungswissenschaften am Institut of State Administration and Management Development and law an der Nationaluniversität der Mongolei, wo er 1994 und nochmals 2000 Abschlüsse erlangte.[3]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war Generalsekretär der Mongolischen Volkspartei und Mitbegründer der Mongolian Democratic Socialist Youth Union (IUSY) sowie Präsident der Left Wing Federation (Dsüünii chütschnii cholboo).[4]

Rolle in der Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chürelsüch begann seine politische Karriere 1991 als Mitarbeiter des Zentralkomitees der Mongolischen Volkspartei. Zwischen 1994 und 1996 arbeitete er als Berater des Sekretariats der MVP-Fraktion im Parlament. Er war einer der führenden Initiatoren bei den Reformen der Jugendorganisation der MVP und Mitbegründer der Mongolian Democratic Socialist Youth Federation. Zweimal wurde er deren Präsident (1997–1999 und 2000–2005). 2000 wurde er in das Governing Board der MPRP gewählt. 2007 verlor er jedoch seine Posten aufgrund von Bankbetrug.[5]

2008 wurde er Generalsekretär der MVP. 2010 setzte sich Chürelsüch unter der Führung von Süchbaataryn Batbold, dem damaligen Vorsitzenden der MRVP, für die Rückbenennung der Partei in „Mongolische Volkspartei“ ein. Die Partei war 1924 auf Empfehlung der Kommunistischen Internationale in „Mongolische Revolutionäre Volkspartei“ (MRVP) umbenannt worden. 2012 verlor er aufgrund einer Wahlschlappe seine Parteiämter.[6]

Militärische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chürelsüch ist Politischer Beauftragter der 152. Division der Mongolischen Streitkräfte. Er war der erste mongolische Militär, der 1990 den Dienst quittierte, als die Regierung darum kämpfte, die Mitgliedschaft im Parlament von anderen Ämtern zu trennen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Purevsuren: New Prime Minister’s appointment considered. Voice of Mongolia, 28. September 2017, abgerufen am 24. November 2017 (englisch).
  2. Alan Sanders: Mongolia’s New Government December 2014 News. Innerasiaresearch.org, 18. Dezember 2014, abgerufen am 24. November 2017 (englisch).
  3. Sanders, Dictionary 472.
  4. Sanders, Dictionary 491.
  5. Sanders, Dictionary 491
  6. Britannica Book of the Year 2013 books.google.de.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VorgängerAmtNachfolger
Dschargaltulgyn ErdenebatPremierminister der Mongolei
seit 4. Oktober 2017
Cyrillic letter Oe.svg Cyrillic letter Ue.svg Mongolischer Name: Wie in der Mongolei üblich, steht in diesem Artikel der Vatersname im Genitiv vor dem Eigennamen. Somit ist Uchnaagiin der Vatersname, Chürelsüch der Eigenname. Die Person wird mit ihrem Eigennamen angesprochen.