Ulrich Otto von Dewitz (Politiker)

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Ulrich Otto von Dewitz (* 8. Oktober 1814 auf Groß Miltzow; † 22. Februar 1871 ebenda) war ein mecklenburgischer Gutsbesitzer und Politiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulrich Otto von Dewitz war Sohn des Gutsbesitzers Adolph von Dewitz (* 1787; † 1816) und der Amalie von Schöning († 1840), sowie Enkel des Geheimen Ratspräsidenten Otto Ulrich von Dewitz aus der Miltzower Linie der mecklenburgischen Adelsfamilie von Dewitz. Ihm gehörten die Güter Miltzow, Helpt, Ulrichshof und das in einer preußischen Exklave belegene Krumbeck, das er von seinem Onkel Otto Ernst von Dewitz ererbte. Ulrich Otto von Dewitz studierte 1833 Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen und wurde Mitglied des Corps Vandalia Göttingen.[1] Als Gutsherr wurde er als Pferdezüchter bekannt. Auch war er Ritter des Johanniterordens. Als Parlamentarier gehörte er 1848 als Abgeordneter der Mecklenburgischen Abgeordnetenversammlung für den Wahlkreis Mecklenburg-Strelitz / Stargardischer Kreis 12 an, wo er als Gegner der Demokratie die Interessen der mecklenburgischen Ritterschaft vertrat und sich für eine enge Anlehnung an Preußen aussprach. Er gehörte zu den drei Vertrauensmännern, die bei der preußischen Regierung das Schiedsverfahren beantragten, das dann zum Freienwalder Schiedsspruch führte und war damit kausal für die Wiederherstellung der alten landständischen Verfassung in beiden Mecklenburg. Er vertrat Mecklenburg zeitweilig als Gesandter beim Deutschen Bund in Frankfurt am Main.

1845 vermählte sich Dewitz mit Freiin Hedwig von Maltzahn a.d.H. Sarow (* 1819; † 1888), mit der er einen Sohn Otto Ulrich (* 1856), Rechtsritter des Johanniterordens und königlich preußischer Premierleutnant a. D., sowie eine Tochter Ursula (* 1864) hatte. Er starb 1871 von eigener Hand. Da seine Erben unverheiratet blieben, starb die Linie Dewitz-Miltzow mit deren Tode aus.

Dewitz und Bismarck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dewitz war ein Vetter von Otto von Bismarck und stand mit diesem seit Kindertagen Zeit seines Lebens in Kontakt. Beide studierten etwa zeitgleich in Göttingen, wo Dewitz auch die letzte Göttinger Mensur Bismarcks sekundierte, und wieder in Frankfurt beim Bundestag. Sie blieben in lebenslangem Briefkontakt.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Verbesserung des Schulwesens in Krumbeck, 1845

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kösener Korps-Listen 1910, 87, 264.