Ulrich Schulze (Fußballspieler)

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Ulrich Schulze 1973

Ulrich Schulze (* 25. Dezember 1947 in Darlingerode) ist ein ehemaliger Fußballspieler. Der vormalige Fußballtorwart aus der DDR arbeitete später als Trainer.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulze wuchs in der kleinen Gemeinde Darlingerode nahe Wernigerode auf, die SG Darlingerode war seit 1954 seine erste Sportgemeinschaft. Als 13-Jähriger ging er 1960 zur BSG Lok Halberstadt, die ihn 1964 als Juniorenspieler zum Oberligaklub SC Leipzig delegierte. Dort wurde er zum zehnfachen Junioren-Nationalspieler. 1966/67 spielte er seine erste Saison in der Männermannschaft der Leipziger, die inzwischen zum 1. FC Lokomotive Leipzig umgewandelt worden waren. Nach 14 Oberligaeinsätzen wechselte Schulze zu Beginn der Spielzeit 1968/69 zum 1. FC Magdeburg. Dort löste er sich in den folgenden Jahren mit Hans-Georg Moldenhauer ab und verdrängte ihn ab der Saison 1971/72 endgültig. In Magdeburg wurde Schulze dreimal DDR-Fußballmeister, gewann 1973 den DDR-Fußballpokal und stand am 8. Mai 1974 in der Magdeburger Mannschaft, die den Europapokal der Pokalsieger gewann. Am 12. Oktober 1974 wurde er in der A-Nationalmannschaft im EM-Qualifikationsspiel gegen Island (1:1 in Magdeburg) eingesetzt. Er verdiente sich diesen Einsatz als zweiter Mann hinter Jürgen Croy durch ausgezeichnete Leistungen in den Wochen zuvor. Da diese Position später Hans-Ulrich Grapenthin einnahm, wurde Schulze nicht wieder in die Nationalmannschaft berufen. Nach 138 Oberligaspielen für den 1. FC Magdeburg und 152 Erstligaeinsätzen insgesamt wechselte Schulze 1977 mit 30 Jahren zum Zweitligisten Stahl Blankenburg. Dort beendete er 1982 seine aktive Laufbahn.

Anschließend war Schulze als Fußballtrainer tätig, zunächst bis 1985 bei seiner bisherigen Blankenburger Mannschaft und anschließend für drei Jahre bei Stahl Thale, dessen Mannschaft er 1987 zum Aufstieg in die zweitklassige DDR-Liga verhalf. Von Juli 1988 bis Dezember 1989 trainierte Schulze mit der BSG Wismut Aue eine Oberligamannschaft. Nach der deutschen Wiedervereinigung war er Trainer bei SD Croatia Berlin, Lok Stendal und TSG Neustrelitz. 2006 ging er ins Ausland und übernahm den albanischen Verein KS Vllaznia Shkodra. Weiterhin trainierte er die A-Jugend des 1. FC Neubrandenburg 04, die in der Regionalliga Nordost spielt. Bis 2012 trainierte er die Verbandsligamannschaft des SV Waren 09, inzwischen ist er im Ruhestand.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Von Pensionär bis arbeitslos Volksstimme vom 8. Mai 2014, abgerufen am 13. November 2014