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1. FC Magdeburg

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1. FC Magdeburg
Vereinsemblem des 1. FC Magdeburg
Voller Name 1. Fußballclub Magdeburg e.V.
Ort Magdeburg, Sachsen-Anhalt
Gegründet 22. Dezember 1965
Vereinsfarben Blau-Weiß
Stadion MDCC-Arena
Plätze 25.910
Präsident Peter Fechner
Vorstand Hagen Hoffmann
Mario Kallnik
Dirk Weber
Trainer Jens Härtel
Homepage www.fc-magdeburg.de
Liga 3. Liga
2015/16 4. Platz
Heim
Auswärts

Der 1. FC Magdeburg (offiziell: 1. Fußballclub Magdeburg e. V., auch 1. FCM, FCM oder „Der Club“) ist ein Fußballverein aus Magdeburg, der am 22. Dezember 1965 durch die Ausgliederung der Fußballsektion aus dem SC Magdeburg gegründet wurde. Die Farben des über 3500 Mitglieder zählenden Vereins sind Blau und Weiß.[1] Die Heimspiele werden seit 2007 in der MDCC-Arena ausgetragen.

Der FCM spielte mit Ausnahme der Saison 1966/67, von 1960 bis 1991 in der höchsten Spielklasse des DDR-Fußballs, der Oberliga. Die Magdeburger wurden dreimal Meister und holten siebenmal den nationalen Vereinspokal (FDGB-Pokal). Den größten Erfolg der Vereinsgeschichte verbuchte der 1. FC Magdeburg 1974. Als einzige Mannschaft der DDR gewann der Klub einen Europapokal, den Europapokal der Pokalsieger. Nach der Wende verpasste man den Sprung in den bezahlten Fußball und spielte von 1990 bis 2015 im regionalen Amateurbereich.[2]

Seit der Saison 2015/16 spielt der 1. FC Magdeburg im bundesdeutschen Profifußball in der 3. Liga.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SC Aufbau Magdeburg

Magdeburgs Fußballtradition wurde vor dem Ersten Weltkrieg durch die Vereine Cricket-Victoria und FC Victoria begründet. Beide spielten zwischen 1933 und 1942 zeitweise in der Gauliga Mitte, eine der damals 16 höchsten Fußballklassen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden sie wie alle ostdeutschen Sportvereine auf Betreiben der sowjetischen Besatzungsmacht auf der Grundlage der Direktive Nr. 23 des Alliierten Kontrollrats auf Dauer verboten. Zur Weiterführung von Sportwettkämpfen wurden zunächst auf regionaler Ebene einfach organisierte Sportgemeinschaften (SG) zugelassen. Als Vorläufer des 1. FC Magdeburg gründete sich im Herbst 1945 die SG Sudenburg, die sich im Mai 1949 mit der SG Lemsdorf zur SG Eintracht Sudenburg zusammenschloss.

Nach der Einführung des Systems der Betriebssportgemeinschaften (BSG) in Ostdeutschland übernahm am 12. Juli 1950 das ehemalige Friedrich Krupp AG Grusonwerk, später als Schwermaschinenbau-Kombinat „Ernst Thälmann“ (SKET) bekannt, als Trägerbetrieb die SG und wandelte sie in die BSG Krupp Gruson Magdeburg um. Entsprechend den Vorgaben für Betriebssportgemeinschaften musste eine breite Palette von Sportarten angeboten werden, überregionale Bedeutung erlangte jedoch nur die Sektion Fußball. Nach Umwandlung des Trägerbetriebes in einen Volkseigenen Betrieb bekam die BSG 1951 den Namen Stahl Magdeburg und nach Gründung der zentralen Sportvereinigung Motor für den Bereich Maschinenbau 1952 die Bezeichnung BSG Motor Mitte.

Als Mitte der 1950er Jahre die Sportvereinigungen ihre Schwerpunkt-Sportklubs entwickelten, wurde 1955 der SC Aufbau Magdeburg gegründet, dem am 23. August 1957 die Sektion Fußball der BSG Motor angegliedert wurde. Auch im Sportclub bildeten die Fußballmannschaften nur eine unter mehreren Sektionen. 1965 beschloss die DDR-Sportführung, den Fußballsport intensiver zu fördern, und veranlasste die Bildung von Fußballklubs durch Herauslösung der erfolgreichsten Fußballsektionen aus den bestehenden Sportklubs. Am 22. Dezember 1965 wurde schließlich der 1. FC Magdeburg gegründet.

1945 bis 1979: Von den Anfängen bis zum Europapokalsieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1945 bis 1960: Die Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem 1947 Sportwettkämpfe über die Stadt- und Kreisgrenzen hinaus zugelassen wurden, beteiligte sich die SG Sudenburg in der Saison 1947/48 an den Spielen des Fußballbezirks Magdeburg-Süd und belegte dort unter sieben Mannschaften Rang vier, der jedoch weder für die weiteren Qualifikationsrunden zur 1. Ostzonenmeisterschaft noch für die ab 1948 eingerichtete Landesklasse Sachsen-Anhalt reichte. Erst in der Spielzeit 1949/50 spielte die nunmehrige SG Eintracht in der Landesklasse, wo sie in der Staffel Nord Platz drei erreichte. Bis zu 12.000 Zuschauer verfolgten dabei die Heimspiele auf dem Sportplatz am Königsweg. Ein Jahr später wurde die Mannschaft, nun als BSG Krupp-Gruson auftretend, Landesmeister und qualifizierte sich damit für die neue DS-Liga (später DDR-Liga). In der ersten Saison in der zweithöchsten Spielklasse erreichte Stahl Magdeburg den vierten Platz. Mit einem Schnitt von 11.000 Zuschauern hatte Magdeburg den zweithöchsten Schnitt der zweiten Liga hinter Chemie Chemnitz. Bereits in den 1950er Jahren besaßen die Magdeburger erfolgreiche Torschützen. 1952 wurde Günter Thorhauer mit 12 Treffern Zweiter der Torschützenliste seiner Ligastaffel, ein Jahr darauf wurde Siegfried Koch mit 23 Toren zweitbester Schütze aller 26 DDR-Liga-Mannschaften.

In den folgenden Jahren gaben die BSG Stahl und BSG Motor Mitte stets den Aufstieg in die Oberliga als Saisonziel aus. Dabei standen sich jedoch die Magdeburger meist selbst im Wege. Nach guten Spielen, in denen die Spitzenreiter bezwungen wurden, folgten Leistungsabfälle, und es fehlte an Kontinuität, um am Ende einer Saison ganz oben zu stehen. Daher belegten die Magdeburger in den Jahren 1953 bis 1957 die Plätze zwei, drei oder vier. Als Ergebnis gestanden die Verantwortlichen ein, dass der Magdeburger Fußball nur Mittelmaß war.

Als Sektion Fußball des neu gegründeten SC Aufbau Magdeburg verpasste der Verein 1957 abermals den Aufstieg. Die Saison 1958 sollte die schlechteste für die Magdeburger während ihrer DDR-Liga-Zugehörigkeit werden. Nach einer Niederlagenserie musste Trainer Johannes Manthey gehen, und für ihn wurde Fritz Wittenbecher verpflichtet.Wittenbecher führte den von Manthey begonnenen Umbau der Mannschaft fort und formte ein Team, das im folgenden Jahr den angestrebten Aufstieg in die höchste DDR-Fußballklasse Oberliga schaffte. Am vorletzten Spieltag sicherte sich die Mannschaft durch ein 1:1 vor 18.000 Zuschauern gegen den bereits als Aufsteiger feststehenden Tabellenführer SC Chemie Halle mit 16 Toren Vorsprung vor Verfolger Rotation Babelsberg den Aufstieg.

1960 bis 1965: Erstmals in der DDR-Oberliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach neun Jahren in der zweitklassigen DDR-Liga spielten die Magdeburger ab 1960 in der höchsten Spielklasse des Landes, der DDR-Oberliga. Die Platzkapazität des Germerstadions reichte bei einigen Spielen nicht mehr aus, sodass seit dieser Saison die Heimspiele im Grubestadion ausgetragen wurden. 35.000 Zuschauer beim Spiel gegen Vorwärts Berlin bedeuteten einen neuen Rekord für den SC Aufbau. Drei Spieltage vor Saisonende sicherte sich Magdeburg durch ein 3:0 gegen den SC Lok Leipzig den Klassenerhalt. Am Ende der Saison erreichte der SC Aufbau den siebenten Platz.

1. FC Magdeburg 1967

In den drei folgenden Spielzeiten kämpften die Magdeburger lange Zeit gegen den Abstieg, der Klassenerhalt wurde meistens erst an den letzten Spieltagen gesichert. Dafür gab es in der Saison 1963/64 eine Premiere. Nach Erfolgen über Aktivist Zwickau, Chemie Zeitz, Dynamo Berlin und dem SC Motor Jena stand der SC Aufbau im Finale des FDGB-Pokals. Der Gegner am 13. Juni 1964 war der SC Leipzig im Dessauer Paul-Greifzu-Stadion. Nach einer 2:0-Führung des Favoriten aus Leipzig drehten die Magdeburger das Spiel und kamen in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 3:2-Siegtreffer durch Hermann Stöcker, der zur erstmaligen Europapokalteilnahme berechtigte. Als erster internationaler Gegner wurde Galatasaray Istanbul zugelost. Die beiden Mannschaften spielten dreimal 1:1 (inkl. Entscheidungsspiel in Wien). Auch beim entscheidenden Münzwurf gab es keine sofortige Entscheidung. Rolf Retschlag sagte anschließend: „Wir haben den Maria-Theresia-Taler nach dem Wurf gar nicht zu Gesicht bekommen, aber die Türken sprangen alle vor Freude in die Luft.“ Im Jahr 1965 erreichten die Magdeburger einen weiteren Mittelfeldplatz. Als erste Mannschaft überhaupt verteidigten sie den Pokaltitel im DDR-Fußball. Im Finale in Berlin ging Vizemeister Motor Jena mit 1:0 in Führung. Wie im Vorjahr drehten die Magdeburger das Spiel und errangen mit einem in der letzten Minute verwandelten Foulelfmeter den Sieg.

Für den 1965 gegründeten 1. FC Magdeburg lief die erste Saison nicht optimal, die Mannschaft stieg als Tabellenletzter in die DDR-Liga ab. Im Europapokal erreichte Magdeburg dagegen nach einem 8:1 über den FC Sion, dem höchsten Sieg in der Magdeburger EC-Geschichte, das Viertelfinale. Dort setzte sich der Titelverteidiger West Ham United mit Spielern wie Bobby Moore und Geoffrey Hurst mit 1:0 und 1:1 durch.

1965 bis 1971: Aufschwung des 1. FC Magdeburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abstieg übernahm der ehemalige Trainer der DDR-Nationalmannschaft Heinz Krügel das Traineramt beim FCM. Über die gesamte Saison gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Post Neubrandenburg. Erst am letzten Spieltag fiel die Entscheidung um den Aufstieg im direkten Duell mit Neubrandenburg. Das 1:1 vor 45.000 Zuschauern reichte dem FCM, um den Wiederaufstieg zu schaffen.

Im darauffolgenden Jahr in der DDR-Oberliga errang der Klub als Neuling den dritten Tabellenplatz. Mit dieser Platzierung kehrte der FCM auf die internationale Bühne zurück. In der Sommerpause 1968 spielte der FCM erstmals im Intertoto-Cup und traf dabei auf die Teams Odra Opole, Jednota Trenčín und Hvidovre Kopenhagen. Im Folgejahr hatte der FCM bis zum letzten Spieltag die Chance auf den ersten Meistertitel, zwei Niederlagen in den letzten beiden Spielen bedeuteten in der Endabrechnung jedoch erneut den dritten Platz. Der Höhepunkt der Saison folgte zwei Wochen nach Abschluss der Punktspiele. Nach Siegen über Neubrandenburg, Zwickau, Chemie Leipzig und den BFC Dynamo trat man im Finale des FDGB-Pokal im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion gegen FC Karl-Marx-Stadt an. Nach zwei Toren von Jörg Ohm und weiteren Toren von Joachim Walter und Jürgen Sparwasser gewann der FCM mit 4:0 und feierte den dritten Pokalerfolg.

In der folgenden Europapokalsaison gewann der FCM in der ersten Runde gegen MTK Budapest. In der zweiten Runde verlor der FCM gegen Academica Coimbra. In der Oberliga knüpften die Magdeburger nicht an die guten Leistungen der Vorjahre an. Die Saison 1970/71, die mit dem vierten Platz beendet wurde, nutzte der Klub zur weiteren Verjüngung der Mannschaft.

1971 bis 1979: Das goldene Jahrzehnt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfgang "Paule" Seguin 1974

In den 1970er Jahren wurde der Oberliga-Fußball der DDR in erster Linie von den Mannschaften des 1. FC Magdeburg und der SG Dynamo Dresden geprägt. Diese Erfolge hat der FCM seinem Trainer Heinz Krügel zu verdanken, unter dessen Regie der FCM zwischen 1969 und 1974 neun DDR-Nationalspieler hervorbrachte, von denen vier im Aufgebot für die WM-Endrunde 1974 standen. Die sportlich erfolgreichsten Jahre des Magdeburger Fußballs begannen 1972, als der FCM mit der bis zu diesem Zeitpunkt jüngsten Meistermannschaft, das Durchschnittsalter betrug 22,5 Jahre, zum ersten Mal den DDR-Meister-Titel errang. Grundlage der Meisterschaft war die Heimbilanz mit dem Gewinn aller 13 Heimspiele. Höhepunkte waren dabei das 2:1 gegen Dynamo Dresden vor 38.000 Zuschauern im Rahmen der Flutlichteinweihung des Grube-Stadions und ein 5:0 gegen Carl Zeiss Jena vor 45.000 Zuschauern. Mit 22.231 Zuschauern pro Spiel stellte der FCM einen neuen Besucherrekord auf.

In der folgenden Saison belegte der 1. FC Magdeburg in der Oberliga den dritten Platz. Der erste Auftritt im Europapokal der Landesmeister brachte zwei Siege gegen den finnischen Titelträger Turku PS. Im Achtelfinale wartete mit dem italienischen Meister Juventus Turin ein wesentlich schwererer Gegner. 45.000 Zuschauer unterstützten ihren Klub zu Hause beim Rückspiel. Zwei 0:1-Niederlagen bedeuteten jedoch das Aus. Nach dem Rückspiel sprach Trainer Heinz Krügel auf der Pressekonferenz die folgenden Worte: „Erst in ein bis zwei Jahren wird die Mannschaft internationales Format haben“. Trotz des Ausscheidens aus dem europäischen Wettbewerb blieben die Magdeburger in der Saison 1972/73 nicht ohne Titel. Über die Stationen Motor Babelsberg, Dynamo Schwerin, Hansa Rostock und Rot-Weiß Erfurt zogen die Magdeburger zum vierten Mal in das FDGB-Pokalfinale ein. Gegner am 1. Mai 1973 war im Dessauer Paul-Greifzu-Stadion der 1. FC Lok Leipzig. Wie bereits vor neun Jahren besiegte der FCM den gleichen Gegner, dieses Mal vor über 10.000 mitgereisten Anhängern, mit 3:2, wobei das Siegtor erneut kurz vor Schluss durch Jürgen Sparwasser fiel.

Die Spielzeit 1973/74 gilt bis heute als die erfolgreichste Saison des 1. FC Magdeburg. Nachdem die Mannschaft zur Winterpause mit drei Niederlagen auf dem zweiten Tabellenplatz lag, blieb sie in der Rückrunde unbesiegt. In der Schlussphase der Meisterschaft trafen an den letzten drei Spieltagen die drei direkten Konkurrenten Magdeburg, Jena und Dresden jeweils direkt aufeinander. Die junge Magdeburger Mannschaft, die mit einem Durchschnittsalter von 22,3 Jahren die jüngste Meistermannschaft in der Geschichte der DDR-Oberliga war und damit auch die Meistermannschaft von 1972 unterbot, musste dabei ihre Duelle auswärts bestreiten und gewann beide Spiele mit 2:1 (Jena) und 1:0 (Dresden). Neben dem zweiten DDR-Meistertitel war der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte des FCM. Nachdem in den Runden zuvor NAC Breda, Baník Ostrava, Beroe Stara Sagora und im Halbfinale Sporting Lissabon besiegt wurden, siegte die Mannschaft im Endspiel im Rotterdamer Stadion De Kuip vor der Minuskulisse für Europapokalendspiele von 4644 Zuschauern gegen den Titelverteidiger AC Mailand nach Toren von Enrico Lanzi (Eigentor) und Wolfgang Seguin mit 2:0 und wurde damit der einzige Fußballklub der DDR, dem ein Europapokal-Triumph gelang. Darüber hinaus ist der 1. FC Magdeburg bis heute zusammen mit der Europapokalsiegermannschaft von Celtic Glasgow 1967 der einzige Verein, der ausschließlich mit Spielern aus der eigenen Region den Europapokal gewann. Dabei war die Tatsache, dass sämtliche Spieler aus dem Bezirk Magdeburg kamen, selbst für den DDR-Fußball ungewöhnlich.

Die Austragung des Europäischen Supercups gegen den Sieger des Europapokal der Landesmeister FC Bayern München wurde vom Fußballverband der DDR verboten. Der Zufall sorgte dafür, dass der Supercup im Achtelfinale des Europapokals der Landesmeister 1974/75 „nachgeholt“ wurde. Im Hinspiel im Münchner Olympiastadion führten die Magdeburger zur Halbzeit mit 2:0, in der zweiten Halbzeit erhöhte der FC Bayern auf 3:2 und gewann das Spiel. Die 1:2-Niederlage im Rückspiel ließ die Magdeburger ausscheiden. Dennoch wurde in der Saison 1974/75 ein weiterer Titel an die Elbe geholt. Die Magdeburger Heimbilanz von elf Siegen und zwei Unentschieden legte den Grundstein für den dritten und letzten DDR-Meistertitel. Bereits einen Spieltag vor Schluss sicherte der FCM den Meistertitel vor Carl Zeiss Jena und Dynamo Dresden. Der Zuschauerrekord aus der ersten Meistersaison 1971/72 wurde mit 22.923 Zuschauern pro Oberliga-Partie nochmals überboten.

Der Gerd Müller des Ostens: Joachim Streich

Auch der dritte Auftritt im Europapokal der Landesmeister war nur von kurzer Dauer. In der ersten Runde 1975/76 kam es zum Aufeinandertreffen mit dem schwedischen Titelträger Malmö FF. Einer 1:2-Niederlage in Malmö folgte ein 2:1-Erfolg in Magdeburg, sodass ein Elfmeterschießen den Sieger ermitteln musste. Obwohl die Schweden nur zweimal vom Punkt trafen, zogen sie dennoch in die nächste Runde ein, da von den fünf Magdeburger Schützen einzig Wolfgang Steinbach traf. In der Oberliga verpasste der FCM die Verteidigung des Meistertitels und erreichte mit dem dritten Platz die Qualifikation für den UEFA-Pokal.

1976 endete die Trainerkarriere von Heinz Krügel beim 1. FC Magdeburg, als er auf Druck verschiedener SED-Funktionäre wegen politischer Unzuverlässigkeit abgelöst wurde. Krügel lehnte unter anderem die politische Einmischung und 1974 eine Spionageaktion gegen den FC Bayern München ab. Sein Nachfolger wurde Klaus Urbanczyk. In seiner ersten Saison führte er die Mannschaft nach Erfolgen über den AC Cesena, Dinamo Zagreb und Videoton Székesfehérvár ins Viertelfinale des UEFA-Pokals. Wie bereits fünf Jahre zuvor war der spätere Sieger Juventus Turin zu stark für die ersatzgeschwächte Magdeburger Mannschaft. Platz zwei am Ende der Oberliga-Saison bedeutete die erneute Teilnahme am UEFA-Pokal-Wettbewerb.

Im Herbst 1977 bezwangen die Magdeburger in zwei UEFA-Pokal-Spielen den Bundesliga-Tabellenführer FC Schalke 04 mit 4:2 und 3:1. Damit ist der FCM die einzige Mannschaft, die Schalke im Europapokal im Parkstadion eine Niederlage zufügte. Auch in dieser Europapokal-Saison war im Viertelfinale gegen den späteren Sieger PSV Eindhoven Schluss, wobei die Niederländer das Duell erst in der vorletzten Minute des Rückspiels für sich entschieden. In der Oberliga errangen die Magdeburger wiederum den zweiten Platz. Der Höhepunkt der Saison war der Sieg im FDGB-Pokal. Durch ein Kopfballtor von Mannschaftskapitän Manfred Zapf bezwang der FCM den späteren Meister Dynamo Dresden im Berliner Stadion der Weltjugend mit 1:0. Der Pokal ging durch den fünften Pokalerfolg endgültig in den Magdeburger Besitz über.

Nach dem fünften Pokalsieg startete der FCM erstmals nach dem Europapokal-Sieg 1974 erneut im Europapokal der Pokalsieger. Das dritte Mal in Folge kam das Aus im Viertelfinale. Banik Ostrava gelang im Rückspiel fünf Minuten vor dem Ende der entscheidende Siegtreffer. Auch in dieser Spielzeit besiegte der FCM im FDGB-Pokalfinale den zukünftigen Meister. Ein Tor von Wolfgang „Paule“ Seguin in der 101. Minute bedeutete einen 1:0-Sieg über den BFC Dynamo und Pokalsieg Nummer sechs. Spätestens mit diesem Sieg war der Ruf des Magdeburger Klubs als die Pokalmannschaft besiegelt. In der Oberliga blieb der FCM erstmals seit 1972 ohne Meisterschaftsmedaille und wurde am Ende Vierter.

1979 bis 2002: Wendejahre und Insolvenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1979 bis 1989: Mittelmaß in Magdeburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Sommerpause 1979 beendeten Manfred Zapf und Jürgen Sparwasser ihre Karrieren. Im FDGB-Pokal 1979/80 schied der FCM bereits im Achtelfinale aus, in der Oberliga erreichten die Magdeburger einen vierten Platz und im Europapokal schied man gegen Arsenal London in der zweiten Runde aus. Im Rückspiel gegen die Engländer erzielte Dirk Stahmann das einhundertste Tor in der Europapokalgeschichte der Magdeburger.

Abgesehen vom dritten Platz in der Saison 1980/81 blieben seit Ende der 1970er Jahre für den 1. FC Magdeburg die großen Erfolge in der Oberliga aus. In den Spielzeiten 1981/82 und 1982/83 belegte der FCM jeweils den sechsten Tabellenplatz. Daher wurde Klaus Urbanczyk „in Übereinstimmung mit der Leitung des 1. FC Magdeburg“ im April 1982 durch Claus Kreul abgelöst. Das Erreichen eines UEFA-Cup-Platzes war das einzige realistische Ziel. Hier schied man jedoch meistens in den ersten Runden aus, wenn auch oft gegen namhafte Gegner. 1981 schied der FCM in der zweiten Runde gegen das italienische Spitzenteam Torino Calcio aus. Ein Jahr später besiegelte Lothar Matthäus das Ausscheiden gegen Borussia Mönchengladbach in der ersten Runde. Nach einem 3:1-Hinspielerfolg mussten die Magdeburger fünf Minuten vor dem Ende die 0:2-Niederlage durch ein Tor von Matthäus hinnehmen.

Siegerfoto nach dem siebten Erfolg im FDGB-Pokal am 4. Juni 1983

Lediglich mit dem mittlerweile siebten Gewinn des FDGB-Pokals im Jahre 1983 trumpfte die Magdeburger Mannschaft noch einmal auf. Mit etwa 25.000 mitgereisten Anhängern, die ihr Team beim 4:0-Erfolg im Berliner Stadion der Weltjugend gegen den FC Karl-Marx-Stadt unterstützten, wurde der Vereinsrekord an auswärtigen Zuschauern aufgestellt. Der Pokalsieg bescherte den Magdeburgern noch einmal ein Highlight. Rund 70.000 Karten hätte der FCM für das Spiel gegen das europäische Topteam des FC Barcelona verkaufen können. Die 32.000 Zuschauer, die eine Karte bekamen, mussten dann allerdings mit ansehen, dass der FCM mit den Großen in Europa nicht mehr mithalten konnte. Angetrieben von Bernd Schuster und einem mit drei Toren überragenden Diego Maradona spielten die von César Luis Menotti trainierten Katalanen wie entfesselt auf und gewannen mit 5:1. Für den FCM bedeutete das 1:5 die höchste Niederlage der Europapokalgeschichte.

Nach dem Karriereende der erfolgreichen Generation der 1970er Jahre wurden viele junge Spieler in den Oberligakader integriert. Sie schafften es aber nicht, an die sportlichen Erfolge der 1970er Jahre anzuknüpfen. 1983/84 und 1984/85 wurde der fünfte Platz erreicht. Die Magdeburger hatten den Anschluss an die Oberliga-Spitze verloren, die nun von den Mannschaften BFC Dynamo, Dynamo Dresden und 1. FC Lok Leipzig gebildet wurde. Der ausbleibende Erfolg schlug sich auch in den Besucherzahlen nieder. Während bis zur Saison 1976/77 pro Partie durchschnittlich 18.000 und mehr Zuschauer in das Ernst-Grube-Stadion strömten, lag der Saisonschnitt zu Beginn der 1980er Jahre nur noch bei rund 13.000 Besuchern. Ab Mitte der 1980er Jahre lagen die Zuschauerzahlen bei etwa 10.000.

1985 beendete Joachim Streich seine aktive Spielerkarriere und wurde danach neuer Trainer der Oberligamannschaft des FCM. Er war zu diesem Zeitpunkt der jüngste Oberliga-Trainer. Ein erster Erfolg war das Erreichen des Europapokals nach dem vierten Platz 1985/86. Die folgende Europapokalsaison war für den FCM jedoch nach zwei Spielen wieder vorbei. Athletico Bilbao setzte sich mit einem 2:0 und einem 0:1 durch. Streich setzte die Verjüngung im Kader konsequent fort und holte hoffnungsvolle Nachwuchsleute wie Markus Wuckel, Dirk Schuster, Stefan Minkwitz oder René Schneider in die Mannschaft. Die junge Mannschaft hatte in den nächsten Jahren keine überragenden sportlichen Erfolge vorzuweisen. Der siebente Platz in der Saison 1987/88 war die schlechteste Platzierung seit 1970. Auch im FDGB-Pokal, der einstigen Domäne der Magdeburger, war der FCM nicht erfolgreich. Dreimal in Folge verlor Magdeburg gegen unterklassige Mannschaften.

1989 bis 1995: Absturz in den Amateurfußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 1989/90 spielte der FCM mit den jungen Spielern wieder in der Meisterschaft mit. Am letzten Spieltag musste die Mannschaft beim direkten Mitkonkurrenten aus Chemnitz antreten und war aufgrund des Rückstandes des späteren Meisters Dynamo Dresden zur Halbzeit „virtueller Meister“. Am Ende verlor der FCM mit 0:1 und belegte in der Endabrechnung den dritten Platz. Der dritte Platz berechtigte zur vorerst letzten Teilnahme an einem europäischen Pokalwettbewerb. Am Tag der deutschen Wiedervereinigung erzielte Heiko Laeßig am Polarkreis bei Rovaniemi PS das bis dato letzte Europapokaltor, sehr zur Freude der 13 mitgereisten Fans. In der zweiten Runde nutzten mehr als 600 Magdeburger die neue Reisefreiheit, in der DDR wurden zuvor immer die mitreisenden Fans ausgesucht, und begleiteten ihr Team zum Spiel bei Girondins Bordeaux. Mit zwei 0:1-Niederlagen verabschiedeten sich die Magdeburger von der internationalen Bühne.

Positive Schlagzeilen lieferte der FCM im Januar 1991. Nach dem Sieg beim eigenen Hallenturnier um den Jägermeister-Cup und einem zweiten Platz beim Turnier in Stuttgart waren die Magdeburger die erste Mannschaft aus dem Bereich des NOFV, dem die Qualifikation für das DFB-Hallen-Masters gelang. Beim Finalturnier in der Dortmunder Westfalenhalle schieden die Magdeburger nach Niederlagen gegen Borussia Mönchengladbach (2:3), den FC Bayern München (3:5) und VfB Stuttgart (1:5) ohne Punktgewinn aus.

Dirk Heyne im Tor am 3. November 1990 in Cottbus, das Spiel endete 0:0

Durch Managementfehler verloren die Magdeburger in der Zeit nach der Wende den Anschluss an den Spitzenfußball. In der Saison 1990/91 waren nach dem dritten Platz im Vorjahr die Hoffnungen groß, dass die Qualifikation für die erste oder zweite Bundesliga gelingt. Doch der Abgang von Trainer Joachim Streich sowie verschiedener Spieler zu bundesdeutschen Vereinen (z. B. Dirk Schuster, Wolfgang Steinbach) konnte nicht kompensiert werden, und der FCM wurde am Ende Tabellenzehnter. In den letzten Qualifikationsspielen zur zweiten Bundesliga wurde kein Sieg errungen, was zur Folge hatte, dass der FCM 1991 in der drittklassigen Oberliga Nordost-Mitte spielte. Während der Saison 1991/92 lieferte sich der FCM lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Staffelsieg mit dem 1. FC Union Berlin. Am Ende wurde der FCM mit 13 Punkten Rückstand Zweiter. Dadurch wurde die einzige Teilnahme an der Amateurmeisterschaft möglich, bei der der FCM mit nur einem Remis aus vier Spielen den letzten Gruppenplatz belegte.

1992/93 waren die Magdeburger von den vorderen Plätzen weit entfernt und belegten am Ende den achten Platz. Dafür gelang durch einen 3:2-Erfolg gegen den Halleschen FC erstmals der Gewinn des 1991 ins Leben gerufenen Landespokals, welcher zur Teilnahme am DFB-Pokal 1993/94 berechtigte. Nach einem Freilos in der ersten Runde war der damalige Zweitligist Wuppertaler SV zu Gast in Magdeburg. Nach einem dramatischen Spielverlauf – der FCM hatte nach einem 0:2-Rückstand in den letzten vier Minuten zwei Tore geschossen und hatte auch in der Verlängerung ausgeglichen – gewann der FCM mit 8:7 nach Elfmeterschießen und empfing in der dritten Runde den Titelverteidiger Bayer 04 Leverkusen. Der Bundesligist gewann im – für lange Zeit zum letzten Mal ausverkauften – Ernst-Grube-Stadion mit 5:1. In der Oberliga verfehlte der FCM am Ende der Spielzeit die Qualifikation zur neuen viergleisigen Regionalliga aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber Hertha Zehlendorf. Ausgerechnet am 20. Jahrestag des Europapokalgewinns wurden zwei Elfmeter verschossen. Die daraus resultierende 1:2-Niederlage gegen den VfB Lichterfelde ließ den FCM in der Qualifikation für die Regionalliga scheitern.

So spielte der Magdeburger Verein ab der Saison 1994/95 in der viertklassigen Oberliga Nordost-Nord. Diese Saison war für den ehemaligen Europapokalsieger der vorläufige Tiefpunkt – sowohl sportlich als auch vom Zuschauerinteresse gesehen. Der Zuschauerschnitt betrug 444, und der Abstieg in die Verbandsliga wurde nur knapp abgewendet. Erst am letzten Spieltag gelang der Klassenerhalt durch einen 5:2-Erfolg bei Preußen Berlin.

1995 bis 2002: Von der Pokalsensation zur Insolvenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Jahr im Mittelfeld der Oberliga Nordost-Nord setzte sich der FCM neue Ziele. Der neue Präsident Eckhard Meyer wollte „innerhalb von zehn Jahren Bundesligafußball in einem modernen Magdeburger Stadion“ sehen. Zusammen mit dem neuen Manager Hans-Dieter Schmidt stellte er ein Team aus gestandenen Profis (Frank Lieberam, Jörg Kretzschmar) und hoffnungsvollen Talenten aus dem eigenen Nachwuchs (unter anderem die späteren Bundesligaprofis Marcel Maltritz, Jan Sandmann, Sebastian Hähnge und Christian Lenze) zusammen, das sich in der Spielzeit 1996/97 in der Oberliga Nordost-Süd den Aufstieg zum Ziel setzte. In dieser Saison war mit Fortuna Magdeburg ein zweiter Verein aus Magdeburg in die Oberliga aufgestiegen, was beim FCM zu einer neuen Euphoriewelle führte. Sowohl beiden Lokalderbys als auch dem Schlüsselspiel gegen den FSV Hoyerswerda wohnten bis zu 10.000 Zuschauer bei – insgesamt kamen wieder durchschnittlich 3.000 Zuschauer zum FCM ins Ernst-Grube-Stadion. Am Ende verteidigte der FCM seinen Platz als Nummer eins in Magdeburg und erreichte darüber hinaus als Staffelsieger den Aufstieg in die Regionalliga Nordost.

Ernst-Grube Stadion

Nachdem in der Spielzeit 1997/98 der Klassenerhalt in der Regionalliga und der zweite Landespokal mit einem 4:1 über Lok/Altmark Stendal gesichert wurde, spielte der FCM im darauf folgenden Jahr bis wenige Spieltage vor Saisonende um den Aufstieg in die zweite Bundesliga mit. Am Ende erreichte man den dritten Platz, der die Fans darauf hoffen ließ, dass im nächsten Jahr die Qualifikation zur neu geschaffenen zweigleisigen Regionalliga gelingen sollte. Doch die Hoffnungen wurden trotz namhafter Neuzugänge wie Bodo Schmidt wiederum enttäuscht, der zehnte Platz im dritten Jahr der Regionalligazugehörigkeit bedeutete für Magdeburg ab 2000/01 die erneute Viertklassigkeit. Der dritte Gewinn des Landespokals gelang der zweiten Mannschaft des FCM.

Im DFB-Pokal 2000/01 sorgte die Magdeburger Mannschaft noch einmal für Aufsehen, als sie nacheinander gegen den 1. FC Köln, den FC Bayern München und den Karlsruher SC gewann und erst im Viertelfinale am späteren Sieger FC Schalke 04 knapp mit 0:1 scheiterte. Innerhalb dieser Spielzeit zeigte der FCM seine Überlegenheit in der Oberliga Nordost-Süd durch insgesamt 120 erzielte Tore. Am Ende der Saison schaffte die Mannschaft den Wiederaufstieg in die Regionalliga in den Relegationsspielen gegen den Sieger der Oberliga Nordost-Nord, BFC Dynamo. Finanziell war der Aufstieg allerdings nicht abgesichert. So war der Etat für die Regionalligasaison in Höhe von sechs Millionen D-Mark nur unzureichend gedeckt, weshalb eine Bürgschaft in Höhe von fünf Millionen DM erbracht werden musste. In einer zweitägigen Spendenaktion sammelten die Fans mehr als eine Million DM, was zwei lokale Banken veranlasste, für den restlichen Betrag zu bürgen. Zudem konnte der vierte Erfolg im Landespokal, dieses Mal wieder durch die erste Mannschaft, errungen werden.

In der Saison 2001/02 schaffte der FCM in der Regionalliga den sportlichen Klassenerhalt, wobei an den letzten beiden Spieltagen der höchsten Heim- und Auswärtssieg der gesamten Regionalligasaison gelang. Mit über 4500 Zuschauern pro Spiel wurde der Besucherschnitt erneut gesteigert. Dennoch kam es zum vorläufigen Tiefpunkt der Vereinsgeschichte. Wie im Vorjahr stellte der DFB Auflagen zur Erteilung der Lizenz. Eine zweite sichere Finanzierung gelang dem Klub jedoch nicht; 2002 wurde ein Insolvenzverfahren beantragt, was mit dem Zwangsabstieg aus der Regionalliga verbunden war.[3]

2002 bis 2015: Von der Insolvenz bis zum Aufstieg in die 3. Liga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 bis 2006: Neuaufbau für Liga 2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Februar 2005 bis Februar 2007 war das Heinrich-Germer-Stadion, Spielstätte des 1. FC Magdeburg

Alle Spieler bis auf den neuen Mannschaftskapitän Mario Kallnik verließen nach dem Zwangsabstieg den Verein, und die zweite Mannschaft rückte aus der Verbandsliga auf, um in der Oberliga den Klassenerhalt zu schaffen, was mit einem zehnten Platz gelang. Durch einen 2:0-Sieg über den 1. FC Lok Stendal wurde zum fünften Mal der Landespokal errungen. Trotz der Rückschläge der letzten Zeit änderte sich der Zuschauerschnitt nur unwesentlich.

Der Verein legte nach der Insolvenz großen Wert auf die wirtschaftliche Situation. Der 1. FC Magdeburg setzte sich das Ziel, mittelfristig in der 2. Bundesliga zu spielen. In den folgenden Jahren wurde der Verein einer Neustrukturierung unterworfen. Nach Missmanagement und ständigen Veränderungen in der Führungsetage sowie der Verpflichtung des neuen Trainers Dirk Heyne beschloss der Magdeburger Stadtrat im Jahr 2004 den Abriss des Ernst-Grube-Stadions und den Neubau eines modernen Fußballstadions an gleicher Stelle – wodurch der FCM ab Februar 2005 seine Heimspiele im kleineren Heinrich-Germer-Stadion austrug.

Die Mannschaft wurde in dieser Zeit, unter der Regie des Magdeburger Urgesteins Heyne, neu aufgebaut und erreichte den dritten Platz (2003/04) und den fünften Platz (2004/05), bevor der FCM in der Saison 2005/06 als Oberliga-Meister nach drei Jahren wieder in die Regionalliga aufsteigen konnte. Mit einem 1:0-Sieg über den SV 09 Staßfurt wurde zum sechsten Mal der Landespokal gewonnen.

2006 bis 2009: An der Schwelle zum Profifußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2006/07 sollte der Klassenerhalt geschafft werden, um eine gute sportliche Basis für die Qualifikation zur dritten Liga im darauf folgenden Jahr zu schaffen. Mit dem neuen Stadion im Rücken gelang dem Verein, nach anfänglichen Schwierigkeiten zu Beginn der Saison, nach der Winterpause eine Siegesserie. Es sah lange Zeit danach aus, als würde dem FCM nach dem FC Gütersloh und dem FC Carl Zeiss Jena als dritte Mannschaft der Aufstieg von der vierten in die zweite Liga gelingen. Obwohl drei Spieltage vor Schluss der Vorsprung Magdeburgs auf einen Nicht-Aufstiegsplatz fünf Punkte betrug, wurde der FCM am letzten Spieltag vom VfL Osnabrück abgefangen und belegte damit nur den dritten Platz. Die entscheidende Partie gegen den FC St. Pauli war das erste ausverkaufte Punktspiel des Klubs im neuen Stadion.[4][5][6] Im Landespokal machte die zweite Mannschaft bereits zum zweiten Mal das vorzeitige Ausscheiden der „Ersten“ wett und holte durch ein 3:0 gegen Preußen Magdeburg den siebten Titel für den Verein.

1. FC Magdeburg gegen Eintracht Braunschweig 2008

Die Vereinsführung gab für die neue Spielzeit 2007/08 das Ziel der Qualifikation zur dritten Liga aus, was das Erreichen des zehnten Platzes bedeutete. Noch vor dem Start der Regionalliga stand die erste Runde im DFB-Pokal an. Der Bundesligist Borussia Dortmund sorgte für ein volles Stadion und siegte am Ende mit 4:1. In der Liga knüpfte die Mannschaft nicht an die Erfolge aus der Vorsaison an. Vor allem der Abgang des besten Stürmers, Aleksandar Kotuljac, konnte nicht kompensiert werden. Als die Mannschaft nach dem zwölften Spieltag unterhalb des zehnten Platzes stand und der Abstand dorthin größer geworden war, wurde Trainer Dirk Heyne im Dezember von seinen Aufgaben freigestellt und durch Paul Linz ersetzt.[7][8] Trotz namhafter Neuverpflichtungen in der Winterpause wie Steffen Baumgart und Najeh Braham verpasste der Club am letzten Spieltag der Saison auf Grund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber Eintracht Braunschweig den Sprung in die neue dritte Liga und spielte ab der nächsten Saison in der nun viertklassigen Regionalliga. Das Zuschauerinteresse war weiter ungebrochen, der Zuschauerschnitt bei den Heimspielen betrug fast 12.000. Im Landespokal erreichte der Klub das Finale gegen den Halleschen FC, das mit einer 3:4-Niederlage nach Elfmeterschießen endete.

Für die Saison 2008/09 wurde der Club trotz des Abganges des gesamten Mittelfeldes von der Mehrzahl der Trainer der Liga als Aufstiegsfavorit genannt. Diesen Anspruch vertrat der Verein auch selbst. Nach einem Saisonstart mit drei Niederlagen in vier Spielen startete die Mannschaft eine Siegesserie, sodass der Club in der Winterpause den zweiten Platz mit nur einem Punkt Rückstand zu Spitzenreiter Holstein Kiel belegte. Nach einem missglückten Rückrundenstart mit nur einem Sieg aus den ersten sechs Spielen nach der Winterpause und einem Rückstand von zehn Punkten auf Holstein Kiel wurde Ende März Paul Linz von seinen Aufgaben als Trainer freigestellt und Steffen Baumgart übernahm als verantwortlicher Übungsleiter. Am Ende der Saison erreichte man den vierten Platz und erneut das Endspiel um den Landespokal. In der Neuauflage des Vorjahres-Finales besiegten die Magdeburger den Halleschen FC vor knapp 13.000 Zuschauern im Magdeburger Stadion mit 1:0 und gewannen damit den Landespokal zum achten Mal. Der Zuschauerschnitt lag bei über 8600 Besuchern pro Punktspiel und war der höchste der 54 Regionalligisten.

2009 bis 2012: Tristesse und sportlicher Absturz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Sieg im Landespokal war die Qualifikation für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2009/10 verbunden. Dort traf man auf den Bundesligaabsteiger Energie Cottbus und verlor gegen die Mannschaft aus der Lausitz mit 1:3. Zur Winterpause der Regionalliga belegten die Magdeburger den fünften Tabellenplatz mit einem Rückstand von zehn Punkten auf Spitzenreiter SV Babelsberg 03. Die Zielsetzung, diesen Rückstand in der Rückrunde aufzuholen, konnte nicht erreicht werden. Daraufhin wurde im März Trainer Steffen Baumgart beurlaubt und durch den Leiter des Nachwuchsleistungszentrums Carsten Müller ersetzt, der als Interimstrainer bis zum Saisonende agierte.[9] Am Ende wurden beide Saisonziele, der Aufstieg und der Gewinn des Landespokals, nicht erreicht. Aufgrund des schlechten Abschneidens sank der Zuschauerschnitt deutlich auf unter 5500.

Der Abwärtstrend konnte auch von Nachwuchsexperte Ruud Kaiser nicht aufgehalten werden

Nachdem zweimal in Folge der Aufstieg in die 3. Liga verpasst wurde, sollte die Regionalliga-Saison 2010/11 zum Neuaufbau der Mannschaft unter dem neuen Trainer Ruud Kaiser genutzt werden. Dafür mussten 13 Spieler den Verein verlassen, und im Gegenzug wurden mehr als zehn neue Akteure verpflichtet. In die Saison startete der FCM stark, mit zehn Punkten aus den ersten vier Spielen, wodurch das einzige Mal die Tabellenspitze übernommen wurde. In den folgenden Wochen und Monaten konnten die Leistungen jedoch nicht gehalten werden, sodass der Verein bis zur Winterpause auf den 13. Tabellenplatz abrutschte. Auch in der Rückrunde trat trotz weiterer Neuverpflichtungen keine Verbesserung ein, sodass Ruud Kaiser im März 2011 von seinen Aufgaben freigestellt wurde und der bisherige Trainer der 2. Mannschaft, Wolfgang Sandhowe, die Leitung bis zum Saisonende übernahm. Der Klassenerhalt konnte erst durch eine Serie von vier Siegen in den letzten vier Spielen sichergestellt werden. Fünf Siege in 17 Heimspielen bedeuteten am Ende die schlechteste Heimbilanz des FCM seit der Vereinsgründung 1965, was durch den weiteren Zuschauerrückgang auf knapp 4600 verdeutlicht wird. Als Konsequenz aus dem sportlichen Misserfolg, trat das komplette Präsidium, um Volker Rehboldt zurück. Neuer Präsident wurde Peter Fechner.[10][11][12]

Der Abwärtstrend setzte sich auch in der Regionalliga-Saison 2011/12 fort. Der neue Sportchef Detlef Ullrich, leitete einen erneuten Umbruch ein und verpflichtete überwiegend Spieler aus der Nachwuchsabteilung des FC Energie Cottbus. Nach einem unbefriedigenden Saisonstart mit nur einem Sieg aus den ersten zehn Spielen wurde Wolfgang Sandhowe als Trainer beurlaubt. Der bisherige Co-Trainer Ronny Thielemann wurde verantwortlicher Trainer. Aber auch Thielemann konnte den Negativtrend nicht beenden, so dass er nach einer Reihe von Misserfolgen zum Assistenten von Carsten Müller degradiert wurde. Sportdirektor Detlef Ullrich, der zwischenzeitlich auch das Cheftraineramt übernahm, wurde noch vor Saisonende freigestellt.[13][14] Ronny Thielemann wechselte zur neuen Saison in die Nachwuchsabteilung. Der 1. FC Magdeburg beendete die Saison auf dem letzten Platz, stieg jedoch nicht ab, da die Fußball-Regionalliga reformiert wurde. Die Fans stellten gegen Saisonende die Unterstützung ein, um einen Protest gegen den Misserfolg der letzten Jahre zum Ausdruck zu bringen. Die Saison ging mit nur einem Heimsieg als schlechteste Saison in die Vereinsgeschichte ein. Neben dem sportlichen Absturz sorgte der Fall Daniel Bauer bundesweit für Aufsehen. Nach dessen Angaben bedrohten Magdeburger Fans den Kapitän vor seinem Wohnhaus. Bauer löste daraufhin seinen Spielervertrag auf.[15][16]

2012 bis 2015: Von der Aufbruchstimmung in den Profifußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die neue Spielzeit wurde erneut mit einem Umbruch begonnen. Der neue Sportdirektor Mario Kallnik, zuvor langjähriger Kapitän des 1. FC Magdeburg, verpflichtete Andreas Petersen von Germania Halberstadt als neuen Trainer.[17][18] Die ehemaligen Spieler Frank Windelband und Christian Beer vervollständigten den Trainerstab. Marco Kurth wurde zum neuen Kapitän ernannt. Die sportliche Leitung analysierte sämtliche Strukturen und gab die Verpflichtung von 12 neuen Spielern bekannt. Außerdem erhielten mehrere junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs einen Vertrag für die erste Mannschaft. 13 Spieler verließen den Verein. Der personelle Neuanfang wurde von den Fans sehr positiv aufgenommen und die Ultras begannen die Mannschaft verstärkt zu unterstützen. Die Mannschaft startete stark in die Saison und beendete die Hinrunde auf einem guten fünften Platz. Sportlich war in der Fußball-Regionalliga Nordost 2012/13 ein klarer Aufwärtstrend zu erkennen. Neben starken Leistungen im Pokal beendete der FCM die Saison auf Platz sechs. Am 31. Mai 2013 gewann die Mannschaft vor 13.300 Zuschauern den Sachsen-Anhalt-Pokal. Im Endspiel im eigenen Stadion wurde Germania Halberstadt mit 3:1 in der Verlängerung bezwungen. Damit erkämpfte sich der 1. FC Magdeburg das Startrecht für den DFB-Pokal 2013/14. Dort traf die Mannschaft wie bereits 2009 auf Energie Cottbus und unterlag knapp mit 0:1.

Christian Beck holte in der Saison 2013/14 und Saison 2014/15 die Torjägerkanone

Für die neue Spielzeit wurde von der Vereinsführung das Ziel „Obere Tabellenhälfte“ ausgegeben.[19] Zu Saisonbeginn wurde Marco Kurth, nach Streitigkeiten mit Cheftrainer Petersen, als Kapitän abgesetzt. Sein Nachfolger wurde Marius Sowislo.[20] Die Mannschaft war einziger Verfolger der TSG Neustrelitz. Mit sieben Punkten Rückstand auf Neustrelitz startete der 1. FCM in der Rückrunde die Aufholjagd. Das entscheidende Aufeinandertreffen mit Neustrelitz verlor der FCM mit 1:2. Somit war das Aufstiegsrennen entschieden. Am 19. März 2014 gab der Verein bekannt, den Vertrag mit Cheftrainer Andreas Petersen nicht zu verlängern. Grund ist die fehlende Fußballlehrerlizenz.[21] Am 14. Mai 2014 verteidigte der FCM den Landespokal. Im Finale siegte die Mannschaft beim Halleschen FC mit 3:0 in der Verlängerung. Der Klub verbesserte sich auch im zweiten Jahr und beendete die Saison auf dem zweiten Platz.

Seit dem 1. Juli 2014 betreut der bisherige Nachwuchscoach von RB Leipzig und Fußballlehrer Jens Härtel die Mannschaft.[22][23] Er wird von Ronny Thielemann als Co-Trainer unterstützt. Die Punktspielsaison begann für den selbsterklärten Staffelfavoriten mit lediglich elf Punkten aus den ersten zehn Partien desaströs. Nach der Heimspielniederlage am 10. Spieltag gegen die TSG Neustrelitz wurde die Entlassung von Jens Härtel gefordert, die aber seitens der Vereinsführung um Sportchef Kallnik nicht in Erwägung gezogen wurde.[24] Erst im Anschluss konnte der FCM eine Serie starten, die zum Hinrundenschluss auf Platz drei führte. In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals 2014/15 traf die Mannschaft am 17. August 2014 auf den FC Augsburg und besiegte den Bundesligisten mit 1:0. In der zweiten Runde unterlag man Bayer 04 Leverkusen nach dramatischem Spiel im Elfmeterschießen. Im Landespokal Sachsen-Anhalt unterlag die Mannschaft im Halbfinale dem Halleschen FC, ebenfalls im Elfmeterschießen. Die Rückrunde war geprägt durch ein Kopf-an-Kopf Rennen um den Staffelsieg mit dem FSV Zwickau. Am 17. Mai 2015 wurde der 1. FC Magdeburg durch einen 4:1-Auswärtssieg bei Hertha BSC II am vorletzten Spieltag vorzeitig Meister der Regionalliga Nordost. In den Aufstiegsspielen zur Dritten Liga setzte sich der FCM gegen den Sieger der Regionalliga Südwest Kickers Offenbach durch. Damit spielt der 1. FC Magdeburg in der Saison 2015/16 erstmals im deutschen Profifußball in der 3. Liga.[25][26][27][28]

2015 bis heute: Der FCM in der 3. Liga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Aufstieg in die 3. Fußball-Liga ließ der 1. FC Magdeburg, 25 Jahre nach Wende, den Amateurfußball hinter sich. Sportlich musste die Mannschaft den Abgang von Leistungsträger Nico Hammann verkraften, der sich dem SV Sandhausen anschloss.[29] Der Kader wurde überwiegend mit Spielern aus der Regionalliga Nordost verstärkt. Mit Ryan Malone wurde zudem ein Spieler aus einer US-Collegeauswahl verpflichtet, der noch gar keine Profi-Erfahrung hatte. Der 1. FC Magdeburg startete, vom Aufstieg euphorisiert, überraschend gut in die Saison. Die ersten drei Heimspiele, allesamt Ostderbys, wurden gewonnen und nach einer starken Hinrunde setzte sich die Mannschaft im oberen Tabellendrittel fest. Des Weiteren stieg der Zuschauerschnitt auf über 18.000 Zuschauer an. Am 22. Dezember 2015 feierte der Verein mit einem Festakt seinen 50. Geburtstag, zudem ehemalige Spieler und Trainer, aber auch hochrangige Landespolitiker, wie Ministerpräsident Reiner Haseloff und Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper geladen waren.[30] Im Januar 2016 sorgte der Verein mit der Verpflichtung von Maik Franz für Aufsehen, der die Sportkompetenz im Verein stärken und ein qualitatives Scoutingsystem aufbauen soll.[31][32][33] Die Mannschaft beendete die Saison auf dem vierten Platz, der zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigt. Nach dem letzten Punktspiel gegen die Würzburger Kickers wurden acht Spieler verabschiedet, darunter Lars Fuchs, Silvio Bankert und Matthias Tischer, die ihre Karriere beendeten.[34] Im Landespokal erreichte die Mannschaft das Finale, traf dort auf den Halleschen FC und verlor mit 1:2.

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Heinz-Krügel-Platz befinden sich die MDCC-Arena und die Geschäftsstelle des 1. FC Magdeburg

Der 1. FC Magdeburg organisiert seine Spielerabteilung in einem eingetragener Verein (e.V.). Die Mitgliederversammlung ist das oberste Beschlussorgan des Vereins und wählt die Mitglieder des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat bestellt das Präsidium. Für den Sommer 2016 ist eine Ausgliederung der Profiabteilung aus dem e.V in die Stadion- und Sportmarketing GmbH (SSG) geplant, deren Gesellschafter zu 100 Prozent der 1. FC Magdeburg ist.[35][36]

Außerdem besitzt der Verein einen Sportbeirat. Der Sportbeirat wurde im August 2011 auf Initiative des Präsidenten Peter Fechner ins Leben gerufen. Die Aufgaben des Beirates bestanden seitdem in der Unterstützung des Präsidiums in sportlichen Fragen. Die Mitglieder setzen sich u.a. aus ehemaligen Spielern des 1. FC Magdeburg und aktuellen Mitarbeitern des Nachwuchsleistungszentrums zusammen.

Präsidium:

  • Peter Fechner (Präsident)
  • Dr. Hagen Hoffmann (Vizepräsident)
  • Mario Kallnik (Sport und Finanzen)
  • Dirk Weber (Steuern und Satzung)

Aufsichtsrat:

  • Dr. Lutz Petermann, Aufsichtsratsvorsitzender, Geschäftsführer FAM Magdeburger Förderanlagen und Baumaschinen
  • Thomas Fischbeck, Vorstand MWG-Wohnungsgenossenschaft Magdeburg
  • Matthias Niedung
  • Ingolf Nitschke, Geschäftsführer Autohaus Nigari Magdeburg
  • Rolf Oesterhoff, Geschäftsführer Müllheizkraftwerk Rothensee GmbH
  • Ralf Peters, Vice President – Finance – GB CocaCola Enterprises

Sportbeirat:

Sponsoren und Kooperationspartner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trikotsponsor:

Logo

Der 1. FC Magdeburg hat eine lange Sponsorentradition. Zu DDR-Zeiten war das Schwermaschinenbau-Kombinat „Ernst Thälmann“ (SKET) ein Partner, der den FCM über Jahrzehnte nicht nur finanziell unterstützte. Einige Spieler waren als Staatsamateure bei „SKET“ offiziell angestellt, wurden aber zum Training und den Spielen von ihrer Arbeit freigestellt. Bereits kurz nach der Wiedervereinigung präsentierte der FCM mit Jägermeister den ersten Trikotsponsor. Die Partnerschaft hielt sechs Jahre und wurde durch die Versicherung Gothaer abgelöst. Von 1998 bis 2001 warb das Bauunternehmen „Plan-Bau JK“ auf den Trikots der Magdeburger. Eine Besonderheit stellten dabei die Partien im DFB-Pokal 2000/01 gegen den FC Bayern München, Karlsruher SC und den FC Schalke 04 dar: Plan-Bau verzichtete auf die Trikotwerbung, und es wurde in den drei Spielen für die Finanzzeitung "Euro am Sonntag" geworben. Der Finanzdienstleister „AMIS“ warb eine Saison und zog sich nach der Insolvenz 2002 zurück. Nach einem halben Jahr ohne Trikotsponsor folgte für mehr als zwei Jahre „MEDENT“, ein Dienstleister aus dem Gesundheitswesen, ehe der Magdeburger Kabelanbieter MDCC für ein halbes Jahr auf den Trikots warb. Seit dem Aufstieg 2006 war die Brauerei Wernesgrüner für vier Jahre Hauptsponsor des FCM, ehe das Modeunternehmen "Camp David" 2010 die Trikotwerbung übernahm. Von 2011 bis 2013 schmückte erneut "Wernesgrüner" das Trikot. In der Saison 2013/14 war „eab solar“ Trikotsponsor. Aktueller Hauptsponsor sind die „FAM Förderanlagen Magdeburg“, Ausrüster ist das Unternehmen Uhlsport.

Namensrechte der MDCC Arena:

MDCC-Arena

Im Juli 2009 erwarb die „MDCC Magdeburg-City-Com GmbH“ die Namensrechte des „Stadion Magdeburg“, daraufhin wurde das neu erbaute moderne Fußballstadion in „MDCC-Arena“ umbenannt. Die aktive Fanszene erkennt diesen Namen jedoch nicht an und kämpft offen für eine Umbenennung in „Heinz-Krügel-Stadion“ (HKS).

Kooperationspartner:

Die medizinische und physiotherapeutische Betreuung spielt nicht nur im Herrenbereich, sondern auch im Jugendbereich des 1. FC Magdeburg eine wichtige Rolle. Mit den Pfeifferschen Stiftungen Magdeburg hat der Verein einen Partner an seiner Seite. Nach ärztlichen Verordnungen über das Klinikum können die Spieler die Physiotherapie besuchen. Um eine spezifische und individualisierte Trainingssteuerung zu gewährleisten ist es dem Verein wichtig, den Gesundheitszustand der Nachwuchsspieler so gut es geht einzuschätzen. Mit Beginn der Saison 2010/11 schlossen der 1. FC Magdeburg und das Institut der Sportwissenschaft der Universität Magdeburg (ISPW) einen Kooperationsvertrag mit dem Ziel, die Zusammenarbeit beider Partner zum gegenseitigen Vorteil zu fördern. Das ISPW unterstützt den 1. FC Magdeburg bei der Vorbereitung, Profilierung bzw. Durchführung der trainingsbegleitenden und leistungsdiagnostischen Maßnahmen durch Studierende und Sportwissenschaftler des ISPW.

Die Spielstätten des Vereins[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich-Germer-Stadion

Das Heinrich-Germer-Stadion, im Magdeburger Stadtteil Sudenburg, wurde 1920 errichtet und „Stadion am Königsweg“ genannt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Stadion schwer beschädigt. Vom Sommer 1951 bis zum August 1952 wurden im Rahmen einer Renovierung der Kriegsschutt beseitigt, neue Tribünen errichtet und ein neuer Rasen gesät. Das Stadion wurde am 20. August 1952 mit einem Freundschaftsspiel gegen Motor Zwickau wiedereröffnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die Mitte der 1960er Jahre spielten im Heinrich-Germer-Stadion die Fußballmannschaften der Vorläufer des 1. FC Magdeburg, die BSG Stahl Magdeburg, Motor Mitte Magdeburg und der SC Aufbau Magdeburg. Am 22. März 1955 wurde der Zuschauerrekord von 22.000 Zuschauern beim Punktspiel der zweitklassigen DDR-Liga Motor Mitte Magdeburg gegen Lok Stendal (2:1) aufgestellt. Mitte der 60er Jahre zog der 1. FC Magdeburg in das neu erbaute Ernst-Grube-Stadion. Wegen Bauarbeiten im Ernst-Grube-Stadion zwischen Mai 1979 und Mai 1981 spielte der DDR-Oberligist wieder im Heinrich-Germer-Stadion. Während dieser Zeit fanden dort auch die Europapokalspiele des FCM statt. Zu Gast waren der FC Wrexham, der FC Arsenal, Moss FK und Torino Calcio. Auch als das Ernst-Grube-Stadion abgerissen wurde, spielte der 1. FC Magdeburg zwischen Februar 2005 bis Ende 2006 erneut im Heinrich-Germer-Stadion, das zu diesem Zweck umfangreich modernisiert wurde. Es wird heute von den Fußballmannschaften des Magdeburger FFC, der Preußen Magdeburg, der A-Jugend und die Zweite Mannschaft des 1.FC Magdeburg, sowie dem American-Football-Team der Magdeburg Virgin Guards genutzt.

Das Ernst-Grube-Stadion

1955 wurde das Ernst-Grube-Stadion mit einem Fassungsvermögen (bei Fußballspielen) von 45.000 Zuschauern im Stadtteil Cracau errichtet. Nach dem erstmaligen Aufstieg in die Oberliga wurde das Germerstadion zeitweise den Zuschauerzahlen nicht mehr gerecht. Der Club wich somit bei Spitzenspielen in das Grubestadion aus. Ab Mitte der 1960er Jahre siedelte sich der FCM dauerhaft im Ernst-Grube-Stadion an, das in den folgenden Jahren mit einer Haupttribüne, Flutlichtmasten sowie einer elektronischen Anzeigetafel ausgestattet wurde. Aufgrund von Renovierungsarbeiten im Grubestadion spielte der FCM sein letztes Heimspiel der Saison 1978/79 gegen Chemie Böhlen im "Stadion am Schöppensteg". Die beiden darauffolgenden Jahre wurde das Heinrich-Germer-Stadion zur vorübergehenden Heimstätte. Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten blieb das Grubestadion für 23 Jahre die Heimat des FCM. Dort erlebten die Fans die größten Erfolge, aber auch die schwierigen Jahre nach der politischen Wende. Neben mehreren Länderspielen der DDR-Fußballnationalmannschaft waren im Stadion so bekannte Mannschaften wie der FC Bayern München, Malmö FF, Juventus Turin, FC Schalke 04 und PSV Eindhoven zu Gast. Wegen des zunehmenden Sanierungsbedarfs der Anlage nach fast 50-jährigem Bestehen beschloss der Magdeburger Stadtrat im Jahr 2004 den Abriss der alten Anlage und den Neubau eines modernen Fußballstadions. Die Flutlichtmasten wurden durch eine Sprengung abgerissen.

MDCC-Arena

Im Dezember 2006 wurde die neue Arena von Fußballlegende Franz Beckenbauer feierlich eröffnet, wodurch sich der Zuschauerschnitt beim FCM mehr als verdreifachte.[37] Das Stadion verfügt über 22.750 Sitz- und 4500 Stehplätze. Bei Bedarf können die Stehplätze in 2250 Sitzplätze umgewandelt werden, damit ist das Stadion länderspieltauglich. Das Eröffnungsspiel gegen Werder Bremen am 23. Januar 2007 vor 24.053 Zuschauern, gewannen die Gäste mit 3:0. Im ersten Regionalliga-Pflichtspiel am 10. Februar 2007 spielte der der FCM gegen Holstein Kiel vor mehr als 8000 Zuschauern 0:0. Der erste Sieg gelang dem 1. FC Magdeburg dann am 24. März vor 20.011 Zuschauern mit 1:0 gegen Dynamo Dresden. Erstmals ausverkauft war die Arena am 2. Juni 2007, als am letzten Spieltag der FCM und der FC St. Pauli aufeinandertrafen. Das Spiel endete 1:1. Am 29. Juli 2007 wurde das erste Länderspiel in der neuen Arena ausgetragen. Die deutsche Frauennationalmannschaft gewann vor 10.735 Zuschauern ein WM-Vorbereitungsspiel gegen die Auswahl Dänemarks mit 4:0 (2:0). Außerdem absolvierte die deutsche U21-Nationalmannschaft zwei EM-Qualifikationsspiele gegen Frankreich am 10. Oktober 2008 vor 12.550 Zuschauern und gegen Island am 2. März 2010 vor 4820 Zuschauern im Stadion Magdeburg. Am 18. Mai 2009 war die "MDCC-Arena" Schauplatz des Finales der U17-Europameisterschaft, das Deutschland mit 2:1 n.V. gegen die Niederlande gewann. Außerdem bewarb sich Magdeburg als Austragungsort zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011. Den Vorzug erhielten aber die Spielorte Augsburg, Berlin, Bochum, Dresden, Frankfurt, Leverkusen, Mönchengladbach, Sinsheim und Wolfsburg.

Erfolge und Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit März 2009 tragen die Spieler des 1. FC Magdeburg für drei DDR-Meistertitel von 1972, 1974 und 1975 einen Meisterstern auf dem Trikot. Der FCM galt bis Ende der 1990er Jahre als Pokalmannschaft, was die sieben DDR-Pokalsiege, acht Landespokalsiege, der Europapokalsieg von 1974 und mehrere Juniorenpokalsiege, wie der DFB-Pokal der A-Junioren von 1999, beweisen. Der 1. FC Magdeburg hat bisher nur zwei seiner achtzehn Finalspiele verloren, beide im Landespokalfinale gegen den Halleschen FC.

Nationale Erfolge:

Der 1. FC Magdeburg nach dem Gewinn des FDGB-Pokal in Berlin

Internationale Erfolge:

´Erfolge im Nachwuchsbereich:

Sonstige Erfolge:

Achtmal stellte der 1. FC Magdeburg einen Torschützenkönig. Vier Titel gingen an Joachim Streich in der DDR-Oberliga in den Jahren 1976/77, 1978/79, 1980/81 und 1982/83. Jürgen Sparwasser war mit 22 Toren der erfolgreichste Torschütze in der DDR-Liga 1966/67, und Arek Zarczinski wurde mit 20 Treffern in der Saison 1996/97 Torschützenkönig in der Oberliga Nordost/Süd. Christian Beck holte in der Saison 2013/14 und Saison 2014/15 die Torjägerkanone in der Fußball-Regionalliga.

Dreimal wurde ein Spieler des FCM zum Fußballer des Jahres in der DDR gewählt. Das waren Jürgen Pommerenke 1974/75 und Joachim Streich 1978/79 und 1982/83. Einmal wurde ein Tor eines FCM-Spielers von den Zuschauern der ARD-Sportschau zum Tor des Monats gewählt. Das war Petr Maslejs Fallrückziehertor im DFB-Pokal-Spiel gegen den Karlsruher SC am 28. November 2000.

In der ewigen Tabelle der DDR-Oberliga belegt der 1. FC Magdeburg den achten Platz. Von 793 Spielen wurden 365 gewonnen, 238 verloren und 190 Spiele endeten remis. Das Punktverhältnis (nach Zwei-Punkte-Regel) beträgt 920:666 und das Torverhältnis 1.351:1.046.

Erste Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der Saison 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jan Glinker
Nils Butzen und Marius Sowislo
Sebastian Ernst und Michel Niemeyer
Nr. Nat. Name Geburtstag im Verein seit Vertrag bis letzter Verein
Tor
01 DeutschlandDeutschland Leopold Zingerle 10. Apr. 1994 2016 2017 SpVgg Greuther Fürth II
12 DeutschlandDeutschland Jan Glinker 18. Jan. 1984 2014 2018 1. FC Union Berlin
30 DeutschlandDeutschland Lukas Cichos 18. Dez. 1995 2008 2017 eigene Jugend
Abwehr
02 TschechienTschechien Lukáš Novy 17. Dez. 1990 2015 2017 BFC Dynamo
03 DeutschlandDeutschland Christopher Handke 14. Feb. 1989 2013 2017 Germania Halberstadt
04 DeutschlandDeutschland Moritz Sprenger 22. Feb. 1995 2016 2017 VfL Wolfsburg
05 DeutschlandDeutschland Felix Schiller 06. Dez. 1989 2012 2018 Rot-Weiß Oberhausen
08 DeutschlandDeutschland Steffen Puttkammer 30. Sep. 1988 2013 2017 SV Wilhelmshaven
10 DeutschlandDeutschland Nico Hammann 16. Mär. 1988 2016 2017 SV Sandhausen
16 DeutschlandDeutschland Nils Butzen 02. Apr. 1993 2007 2017 eigene Jugend
19 DeutschlandDeutschland Michel Niemeyer 19. Nov. 1995 2015 2017 RB Leipzig II
22 KanadaKanada André Hainault 17. Juni 1986 2015 2018 VfR Aalen
Mittelfeld
06 DeutschlandDeutschland Jan Löhmannsröben 21. Apr. 1991 2015 2017 Wacker Nordhausen
09 DeutschlandDeutschland Manuel Farrona-Pulido 01. Mai  1993 2015 2017 Wacker Nordhausen
14 DeutschlandDeutschland Niklas Brandt 22. Nov. 1991 2014 2017 Hallescher FC
15 DeutschlandDeutschland Tobias Schwede 17. Mär. 1994 2016 2017 Werder Bremen II
17 PolenPolen DeutschlandDeutschland Marius Sowislo (C)Kapitän der Mannschaft 14. Nov. 1982 2012 2017 Sportfreunde Siegen
18 DeutschlandDeutschland Florian Kath 10. Okt. 1994 2016 2017 SC Freiburg
20 DeutschlandDeutschland CeylonCeylon Ahmed Waseem Razeek 13. Sep. 1994 2015 2017 1. FC Union Berlin
24 DeutschlandDeutschland Tarek Chahed 23. Juni 1996 2013 2017 eigene Jugend
25 DeutschlandDeutschland Sebastian Ernst 04. Mär. 1995 2016 2017 Hannover 96
Sturm
07 DeutschlandDeutschland Maurice Exslager 12. Feb. 1991 2016 2018 1. FC Köln II
11 DeutschlandDeutschland Christian Beck 10. Mär. 1988 2013 2018 Germania Halberstadt
21 DeutschlandDeutschland Julius Düker 01. Apr. 1996 2016 2018 Eintracht Braunschweig
26 DeutschlandDeutschland Gerrit Müller 26. Apr. 1984 2016 2018 Stuttgarter Kickers

Transfers zur Saison 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zugänge Abgänge
Sommer 2016


Trainer- und Betreuerstab[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cheftrainer Jens Härtel
Name Funktion
Trainerstab
Jens Härtel Cheftrainer
Ronny Thielemann Co-Trainer
Matthias Tischer Torwarttrainer
Dirk Keller Athletiktrainer
Kevin Waliczek Videoanalyst
Mannschaftsbetreuung
Mario Kallnik Geschäftsführer Sport
Maik Franz Chefscout
Dr. Jan Schüttrumpf Mannschaftsarzt
Dr. Stefan Wiegand Mannschaftsarzt
Tino Meyer Physiotherapeut
Mandy Rosenschon Physiotherapeutin
Heiko Horner Mannschaftsleiter

Nachwuchsleistungszentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marcel Schmelzer

Nachwuchsarbeit hat in Magdeburg eine lange und erfolgreiche Tradition. Bereits 1943 wurde unter dem Namen „Gebiet Mittelelbe“ durch einen 4:1-Erfolg über Sachsen in Prag der Titel des Deutschen Jugendmeisters an die Elbe geholt. Auf Ebene der A-Jugend errangen die Magdeburger fünf DDR-Meistertitel, auf der B-Jugend drei, und der C-Jugend war der Nachwuchs des FCM mit sieben Titeln Rekordmeister in der DDR. Die A-Jugend des FCM war 1999 das erste Team aus den Neuen Bundesländern, das mit dem Sieg im DFB-Junioren-Pokal einen gesamtdeutschen Titel im Fußball gewann.

Die A-Junioren werden von Thomas Hoßmang trainiert (Stand März 2016). Die Mannschaft spielte in der Saison 2015/16 in der Regionalliga Nordost und bringt regelmäßig talentierte Spieler hervor, die den Sprung in die erste Mannschaft schaffen. So gehören zum aktuellen Kader der ersten Mannschaft sechs Spieler, die im Nachwuchs des FCM gespielt haben. Mit Marcel Schmelzer spielt momentan (Stand März 2016) ein ehemaliger Magdeburger Nachwuchsspieler in der ersten Bundesliga. Insgesamt sind beim Verein über 200 Spieler aller Altersklassen im Nachwuchsbereich aktiv, mit Ausnahme der A-Jugend spielen alle Mannschaften in der höchstmöglichen Liga. Die Nachwuchsmannschaften werden von insgesamt 27 Trainern betreut. Der Verein betreibt ein Sportinternat, das neue Nachwuchsleistungszentrum wurde 2008 fertiggestellt. Zudem bestehen mit dem Sportgymnasium Magdeburg und verschiedenen sportmedizinischen Abteilungen in Magdeburg und der Umgebung Kooperationsverträge. Das Sportgymnasium Magdeburg und die angeschlossene Sportsekundarschule „Hans Schellheimer“ wurden 2009 vom DFB als "Eliteschule des Fußballs" ausgezeichnet.[38] So wird eine bestmögliche Förderung und Versorgung der Nachwuchsspieler gewährleistet.[39]

Außerdem richtet der 1. FC Magdeburg einmal jährlich das Matthias-Pape-Gedächtnisturnier aus. Neben dem gastgebenden 1. FC Magdeburg und zwei Qualifikanten aus Magdeburg und Umgebung treten circa 15 C-Jugendmannschaften von Bundesligavereinen, sowie Mannschaften aus dem Ausland an.

Für die Neuausrichtung des Nachwuchsleistungszentrum konnte der Verein mit Thomas Hoßmang (U19) und Marco Kurth (U17) namhafte Trainer gewinnen. Neben der Ausbildung talentierter Spieler wird das Magdeburger Nachwuchsleistungszentrum auch zur Ausbildung talentierter Trainer genutzt. Marco Kurth wurde nach seinem plötzlichen Karriereende zum Cheftrainer der B-Junioren berufen. Er führte sie im ersten Jahr in die B-Junioren Bundesliga und hielt im zweiten Jahr die Klasse.

Zweite Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zweite Mannschaft des FCM spielte zu DDR-Zeiten zumeist in der drittklassigen Bezirksliga Magdeburg. Nach der Wende wurden die zweite und dritte Mannschaft zunächst aufgelöst. Zur Saison 1993/94 wurden neue Teams gegründet und der Punktspielbetrieb auf Stadtebene wieder aufgenommen. In den folgenden sechs Jahren schaffte die zweite Mannschaft drei Aufstiege und spielte ab dem Jahr 2000 erstmals in der Verbandsliga Sachsen-Anhalt.

Nach der Insolvenz der ersten Mannschaft 2002 wurde das Team der zweiten in die „Erste“ befördert, und die zweite Mannschaft wurde aus der Verbandsliga zurückgezogen. Die dritte Mannschaft, die in der Stadtliga spielte, wurde daraufhin zur „Zweiten“. In einer „Wiederholung der Geschichte“ schaffte die zweite Mannschaft ab 2004 drei Aufstiege in vier Jahren und war ab 2007 erneut in der Verbandsliga vertreten. Im ersten Jahr in der Verbandsliga erreichte die Mannschaft den zweiten Platz und sicherte sich in zwei Relegationsspielen gegen den SV Lichtenberg 47 den Aufstieg in die Oberliga Nordost. Nach einem Jahr in der Oberliga stieg die zweite Mannschaft als Tabellenletzter in die Verbandsliga ab und konnte im darauffolgenden Jahr den Meistertitel in der Verbandsliga erringen. Die zweite Mannschaft des FCM machte in den Jahren 2000 und 2007 das vorzeitige Ausscheiden der ersten Mannschaft im Landespokal wett und konnte mit Finalerfolgen über den VfL Halle 96 (3:2, 2000) und Preußen Magdeburg (3:0, 2007) den Pokal erringen, sodass die erste Mannschaft im DFB-Pokal spielberechtigt war.

Im Juni 2014 gab der Verein bekannt, das Startrecht der U23 für die Verbandsliga Sachsen-Anhalt aus finanziellen und strategischen Gründen abzumelden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt 23 Spieler des FCM trugen das Trikot der Nationalmannschaft der DDR. Rekordnationalspieler ist Joachim Streich, der 102 Länderspiele für die Nationalmannschaft absolvierte, gefolgt von Martin Hoffmann mit 66 Länderspielen. Sechs Spieler waren vor oder nach ihrer Zeit in Magdeburg Nationalspieler ihres Landes. Der bekannteste unter ihnen ist Anatoliy Demyanenko, der 80 Einsätze in der Nationalmannschaft der UdSSR hatte.

Wolfgang Seguin hält den Rekord für die meisten Ligaspiele. Zwischen 1964 und 1981 lief er in 403 Punktspielen für die Magdeburger auf. Dabei stand er von 1971 bis 1979 in 219 aufeinanderfolgenden Punktspielen in der Startelf des FCM. Die meisten Tore in Ligaspielen erzielte Joachim Streich. Er traf 171 Mal ins gegnerische Netz. Ebenfalls über 100 Punktspieltore schafften Jürgen Sparwasser (133) und Günter Hirschmann (113).

Der jüngste in einem Pflichtspiel eingesetzte Spieler war Sandy Enge. Bei seinem Debüt im August 1988 war er 17 Jahre und 58 Tage alt. Dem gegenüber steht als ältester Spieler Andrzej Wojcik, der bei seinem Ausstand im Februar 2000 36 Jahre und 302 Tage alt war.

Mit Marcel Schmelzer spielte, ein amtierender deutscher Fußballnationalspieler, in Jugendmannschaften für den FCM. Auch Maik Franz, Marcel Maltritz und Christopher Kullmann schafften es in die Bundesliga. Dirk Schuster, der Darmstadt 98 2015 in die Bundesliga führte, spielte auch für den 1. FC Magdeburg.

Ehemalige Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer Zeitraum Sportliche Erfolge
Johannes Manthey 1. Juli 1951 bis 30. Juni 1955 Manthey war der erste Trainer des Zweitligisten BSG Stahl Magdeburg, welcher kurz darauf in BSG Motor Mitte unbenannt wurde. In der Saison 1954/55 verpasste er den Aufstieg in die Oberliga und wurde von Heinz Joerk abgelöst.
Heinz Joerk 1. Juli 1955 bis 31. August 1956 Im Sommer 1955 wechselte Joerk zur BSG Motor Mitte Magdeburg, mit der er im Herbst 1955 in einer Zwischenrunde zur Umstellung der Fußballsaison auf das Kalenderjahr in der zweitklassigen DDR-Liga Platz 7 erreichte. Als sich in der Folgesaison 1956 nach dem 16. Spieltag abzeichnete, dass der angestrebte Oberligaaufstieg in Gefahr geriet, wurde Joerk nach der 0:4-Niederlage in Jena am 23. September 1956 entlassen.
Johannes Manthey 30. September 1956 bis 27. April 1958 Am 30. September 1956, nachdem sich die BSG Motor Mitte in akuter Abstiegsgefahr befand, kehrte Johannes Manthey zurück. Er brachte die Magdeburger noch auf Platz drei und erlebte 1957 noch die Eingliederung seiner Mannschaft in den SC Aufbau Magdeburg mit. Nach einem schlechten Start in die Saison 1958 wurde Manthey nach dem 8. Spieltag am 27. April 1958 entlassen.
Fritz Wittenbecher 1. Juni 1958 bis 30. Juni 1962 Noch im Laufe der Saison 1958 übernahm Wittenbecher das Traineramt beim SC Aufbau Magdeburg, der in der zweitklassigen DDR-Liga spielte. Die Magdeburger führte er binnen eineinhalb Jahre in die DDR-Oberliga. Da der SC Aufbau in den nächsten zwei Jahren jedoch nicht über Mittelfeldplätze hinaus kam, wurde Wittenbecher nach Abschluss der Saison 1961/62 von Ernst Kümmel abgelöst.
Ernst Kümmel 1. Juli 1962 bis 31. Dezember 1965 Im Juli 1962 zum Cheftrainer der Oberligamannschaft berufen. Mit ihr gewann er 1964 und 1965 den DDR-Fußballpokal und führte damit die Magdeburger in ihre ersten Europapokalspiele. Als der inzwischen gegründete 1. FC Magdeburg in der Saison 1965/66 in Abstiegsnöte geriet, wurde Kümmel im Januar 1966 als Cheftrainer entlassen.
Günter Weitkuhn 1. Januar 1966 bis 30. Juni 1966 Konnte den Abstieg nicht verhindern und wurde nach nur sechs Monaten durch Heinz Krügel ersetzt
Heinz Krügel 1. Juli 1966 bis 30. Juni 1976 Heinz Krügel führte die Mannschaft im ersten Jahr zurück in die Oberliga. Als Wiederaufsteiger kamen die Magdeburger sofort auf den dritten Platz und gewannen im folgenden Jahr 1969 den FDGB-Pokal. 1972 konnte Magdeburg die erste Fußballmeisterschaft feiern, der unter der Regie von Heinz Krügel 1974 und 1975 zwei weitere Titelgewinne folgten. 1973 holte der 1. FCM zudem zum zweiten Mal den DDR-Pokal. Alle diese Erfolge wurden jedoch überstrahlt vom Gewinn des Europapokals der Pokalsieger. Am 8. Mai 1974 gewann der 1. FC Magdeburg in Rotterdam mit 2:0 über den AC Mailand. Unter Krügels Ägide wurden sieben Spieler zu Nationalspielern, darunter Martin Hoffmann, Jürgen Pommerenke und Jürgen Sparwasser. 1976 wurde Krügel vom DDR-Fußballverband als Trainer auf Lebenszeit gesperrt mit der Begründung, er habe die Leistungsentwicklung der Olympiakader des 1. FC Magdeburg ungenügend gefördert. Er ist bist heute der erfolgreiste Trainer der Clubgeschichte und genießt bei den Fans immer noch Kultstatus.
Klaus Urbanczyk 1. Juli 1976 bis 10. April 1982 Zu Saisonbeginn 1976/77 übernahm Klaus Urbanczyk Traineramt. Mit ihm erreichte der Verein sowohl 1977 als auch 1978 die Vizemeisterschaft und kam im UEFA-Pokal 1977/78 bis ins Viertelfinale. 1978 und 1979 führte Urbanczyk den 1. FC Magdeburg zum DDR-Pokalgewinn. Als sich aber danach weitere Erfolge nicht mehr einstellten und die Magdeburger nach dem 20. Spieltag der Saison 1981/82 in Gefahr gerieten, einen Platz für den UEFA-Pokalwettbewerb zu verspielen, wurde Urbanczyk vom FCM entlassen.
Claus Kreul 11. April 1982 bis 30. Juni 1985 Auch Claus Kreul konnte den FCM nicht wie erhofft in die Spitzengruppe der Oberliga bringen, sodass die Magdeburger nach zehn Jahren erstmals nicht im Europapokal vertreten waren. Die Oberligasaison 1982/83 verlief für den Klub nicht besser, wie im Vorjahr wurde nur Platz sechs erreicht. Im DDR-Pokalwettbewerb gelang es Kreul jedoch, den 1. FC Magdeburg zu seinem siebenten Pokalgewinn zu führen. Nach zwei weiteren Spielzeiten mit jeweils fünften Oberligaplätzen wurde Kreuls Tätigkeit in Magdeburg nach Abschluss der Saison 1984/85 beendet.
Joachim Streich 1. Juli 1985 bis 30. Juni 1990 Da der FCM in den letzten Jahren in der Oberliga enttäuschende Resultate erzielt hatte, drängte die Klubleitung, Streich unmittelbar nach dem Ende seiner aktiven Zeit, den Trainerposten der Oberligamannschaft zu übernehmen. Eher unwillig wurde Streich schließlich zu Beginn der Saison 1985/86 unmittelbar nach seinem Rücktritt als Aktiver, Cheftrainer des 1. FC Magdeburg. Er übte diese Tätigkeit bis zum Ende der Saison 1989/90 aus, konnte aber auch nicht an die erfolgreichen Zeiten früherer Jahren anknüpfen. Unter seiner Leitung erreichte der FCM 1987/88 mit dem siebten Rang das schlechteste Ergebnis seit 1970. Erst in seiner letzten Saison 1989/90 verabschiedete er sich mit dem dritten Platz erfolgreich aus Magdeburg.
Siegmund Mewes 1. Juli 1990 bis 30. Juni 1991 Unter der Leitung von Siegmund Mewes stieg der FCM in das Amateurlager der drittklassigen Oberliga Nordost ab. Mewes wurde noch vor Abschluss der Saison als Trainer entlassen.
Joachim Streich 1. Juli 1991 bis 22. März 1992 Im August 1991 übernahm noch einmal Joachim Streich den Trainerposten beim 1. FC Magdeburg. Als sich abzeichnete, dass der FCM wieder nicht die 2. Bundesliga erreichen würde, wurde Streich am 22. März 1992 erneut vorzeitig entlassen.
Wolfgang Grobe 28. März 1992 bis 31. Oktober 1992 Unter der Leitung von Wolfgang Grobe konnten keine sportlichen Erfolge erzielt werden. Die Mannschaft stagnierte im Mittelmaß. Im Oktober 1992 wurde er beurlaubt.
Jürgen Pommerenke 15. November 1992 bis 20. November 1993 In den Jahren 1992 und 1993 betreute er Magdeburgs Amateuroberliga-Mannschaft. Außerdem konnte 1993 erstmals der Sachsen-Anhalt Pokal gewonnen werden.
Frank Engel 3. Dezember 1993 bis 30. Juni 1994 Betreute die Mannschaft nur 21 Spiele. Und verließ den Club im Sommer 1994.
Martin Hoffmann 1. Juli 1994 bis 4. März 1996 Zwischen 1988 und 1993 arbeitete er als Nachwuchs- und Assistenztrainer beim 1. FC Magdeburg. Vom August 1994 bis zum Februar 1996 war er Cheftrainer der Magdeburger.
Hans-Dieter Schmidt 1. Juli 1996 bis 15. November 1999 1996 übernahm den Managerposten beim 1. FC Magdeburg. Im September 1996 übernahm er zusätzlich auch das Traineramt und feierte den Aufstieg in die Regionalliga. Außerdem wurde 1998 zum zweiten Mal der Landespokal geholt.
Jürgen Görlitz 15. November 1999 bis 30. Juni 2000 Betreute die Mannschaft nach der Trennung von Hans-Dieter Schmidt bis Sommer 2000.
Eberhard Vogel 1. Juli 2000 bis 30. Oktober 2001 Der zehnte Platz im dritten Jahr der Regionalligazugehörigkeit bedeutete für Magdeburg ab 2000/01 die erneute Viertklassigkeit. Im DFB-Pokal 2000/01 sorgte Vogel mit seiner Mannschaft für Aufsehen, als sie nacheinander gegen den 1. FC Köln, den FC Bayern München und den Karlsruher SC gewann und erst im Viertelfinale am späteren Sieger FC Schalke 04 knapp mit 0:1 scheiterte. Innerhalb dieser Spielzeit zeigte der FCM seine Überlegenheit in der Oberliga Nordost-Süd durch insgesamt 120 erzielte Tore. Am Ende der Saison schaffte die Mannschaft den Wiederaufstieg in die Regionalliga in den Relegationsspielen gegen den Sieger der Oberliga Nordost-Nord, BFC Dynamo. Nachdem der Klassenerhalt in der Folgesaison in Gefahr war, trennte sich der Verein von Vogel.
Joachim Steffens 4. November 2001 bis 30. Juni 2002 In der Saison 2001/02 schaffte der FCM in der Regionalliga, unter der Leitung von Vogel Nachfolger Joachim Steffens, den sportlichen Klassenerhalt, wobei an den letzten beiden Spieltagen der höchste Heim- und Auswärtssieg der gesamten Regionalligasaison gelang. Im Sommer 2002 folgte die Insolvenz des Vereins und Steffens verließ den Club.
Martin Hoffmann 1. Juli 2002 bis 30. Juni 2003 Martin Hoffmann betreute die erste Mannschaft, nach der Insolvenz und dem Zwangsabstieg in die Oberliga, für ein Jahr.
Dirk Heyne 1. Juli 2003 bis 9. Dezember 2007 Ab 2003 trainierte er die 1. Männermannschaft des 1. FC Magdeburg. Seine größten Erfolge mit dem FCM waren der Regionalliga-Aufstieg in der Saison 2005/06, sowie der dritte Platz in der 2006/07, in der der Verein in letzter Sekunde den Durchmarsch in die zweite Fußball Bundesliga verpasste. Am 9. Dezember 2007 wurde Dirk Heyne auf Grund der sportlich unbefriedigenden Hinrunde in der Regionalliga-Saison 2007/08 vom Präsidium entlassen.
Paul Linz 11. Dezember 2007 bis 31. März 2009 Als Heynes Nachfolger verpasste er die Qualifikation zur Dritten Liga. In der Folgesaison wurde Linz aufgrund des verpassten Aufstiegs vorzeitig entlassen.
Steffen Baumgart 1. April 2009 bis 23. März 2010 Gewann 2009 den Landespokal, wurde jedoch nach einem Jahr, aufgrund ausbleibenden Erfolgs beurlaubt.
Carsten Müller 24. März 2010 bis 30. Juni 2010 Interimstrainer für elf Spiele.
Ruud Kaiser 1. Juli 2010 bis 16. März 2011 Erster ausländischer Trainer auf der FCM-Bank. Wurde im März 2011 nach sportlicher Talfahrt und akuter Abstiegsgefahr in der Regionalliga entlassen.
Wolfgang Sandhowe 17. März 2011 bis 25. Oktober 2011 Rettete die Mannschaft im Mai 2011 vor dem Abstieg in die Oberliga, im Oktober folgte jedoch die Beurlaubung.
Ronny Thielemann 26. Oktober 2011 bis 19. März 2012 Übernahm die Mannschaft von Wolfgang Sandhowe, konnte den Abwärtstrend nicht stoppen und wurde im März 2012 zum Assitenztainer degradiert. Thielemann arbeitet heute als Co-Trainer von Jens Härtel.
Detlef Ullrich 20. März 2011 bis 3. Mai 2012 Sportlicher Leiter in der Saison 2011/12, stellte den Kader zusammen und übernahm im Mai 2012 für sieben Spiele das Cheftraineramt. Die Saison endete mit Platz 18 und der schlechtesten Platzierung der Vereinsgeschichte. Im Sommer 2012 folgte die Entlassung als Trainer und Sportdirektor.
Carsten Müller 4. Mai 2012 bis 30. Juni 2012 Interimstrainer für drei Spiele.
Andreas Petersen 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2014 Andreas Petersen wechselte von Germania Halberstadt zum 1. FC Magdeburg. Er führte die Mannschaft in der 2012/13 zu Platz 6 und 2013/14 zu Platz 2. Außerdem wurde 2013 und 2014 der Landespokal Sachsen-Anhalt gewonnen.
Jens Härtel 1. Juli 2014 bis heute Jens Härtel übernahm im Sommer 2014 das Traineramt beim 1. FC Magdeburg. Er führte den Verein in der Saison 2014/15 zum Staffelsieg der Regionalliga Nordost. In den Aufstiegsspielen zur Dritten Liga setzte sich der FCM gegen den Sieger der Regionalliga Südwest Kickers Offenbach durch. Damit spielt der 1. FC Magdeburg erstmals im deutschen Profifußball in der 3. Liga. Die Saison 2015/16 wurde mit Platz Vier und der Qualifikation zum DFB-Pokal abgeschlossen. Jens Härtel betreut die Mannschaft bis heute.

Fanszene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fans[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1. FC Magdeburg hat eine lange Fantradition. Schwankte der Zuschauerschnitt aufgrund der sportlichen Entwicklung des Vereins in den letzten 50 Jahren deutlich, so konnte sich der Verein abgesehen von den Jahren nach der politischen Wende meistens auf eine große Anzahl treuer Anhänger verlassen. Bei den meisten Auswärtsspielen sind mehrere hundert Fans dabei, bei Derbys und entscheidenden Spielen steigt die Anzahl teilweise auf mehrere Tausend an. Anlässlich der Regionalliga-Begegnung bei Eintracht Braunschweig in der Saison 2007/08 waren es nach Angaben des Gastgebers über 5.000 Fans des 1. FCM. Der Rekord an Auswärtsfahrern stammt aus DDR-Zeiten und wurde beim Pokalfinale 1983 in Berlin gegen den FC Karl-Marx-Stadt aufgestellt. Damals begleiteten 25.000 FCM-Fans den Club in das Stadion der Weltjugend. Nach dem Aufstieg in die Dritte Liga stieg das Zuschauerinteresse wieder deutlich an.

Block U mit einem Banner, während der sportlichen Talfahrt 2009

Die ultraorientierten Fans um die "Blue Generation" haben sich für Block 4 (auch „Block U“ genannt) als ihren Standort entschieden, um von dort die Mannschaft sowohl lautstark als auch optisch durch Choreographien zu unterstützen. Die aktive Fanszene setzt sich für das legale Abbrennen von Pyrotechnik ein.[40] Für Schlagzeilen sorgte der 1. FC Magdeburg im Sommer 2015, als FCM-Sportdirektor Mario Kallnik ankündigte, dass der Verein bei Ausschreitungen im eigenen Stadion, zukünftig die Punkte freiwillig abgeben werde, um so gegen Krawallmacher konsequenter vorzugehen. Diese Aussage, die auch als „Drohung an die eigenen Fans“ verstanden wurde, sorgte bundesweit für große mediale Berichterstattung und positive Resonanz.[41][42][43]

„Sollte es trotz aller Warnungen zu Gewalt von unseren Fans kommen, schließen wir nicht aus, die Punkte freiwillig abzugeben. Sollte Gewalt von eigenen Fans im eigenen Stadion ausgehen, werden wir […] uns vorbehalten, den DFB zu bitten, uns die Punkte abzuerkennen. Gewalt und FCM passen und gehören nicht zueinander.“

Sportdirektor Mario Kallnik

Nach vier Fällen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger verurteilte das DFB-Sportgericht im Februar 2016 den Drittligisten zu einer Geldstrafe in Höhe von 40.000 Euro und einem Heimspiel mit Teilausschluss der Zuschauer. Die Vollstreckung des Urteils wurde allerdings für zehn Monate auf Bewährung ausgesetzt.[44][45][46] Der 1. FC Magdeburg kündigte an, gegen das Urteil Einspruch einzulegen und einen Teil der Strafe auf die Täter umzulegen. Es sei „die empfindlichste Strafe, welche der 1. FC Magdeburg in seiner Vereinsgeschichte bisher empfangen“ habe.[47][48]

Fanfreundschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Fanfreundschaft entstand in den 1980er Jahren zu den Fans vom FC Rot-Weiß Erfurt. Im März 1984 war das Spiel des FCM bei Lok Leipzig den schlechten Platzverhältnissen zum Opfer gefallen. Rund einhundert Fans reisten daraufhin nach Dresden und stellten sich im Gästeblock zu den Erfurtern. Nach der 1:5-Niederlage von RWE feierten Magdeburger und Erfurter gemeinsam. In den folgenden Jahren wurden bei den Spielen zwischen Magdeburg und Erfurt die Kontakte aufgefrischt. Nach der Wende und den damit verbundenen unterschiedlichen Ligen verlief die Freundschaft im Sande. Mittlerweile stehen sich die Magdeburger und Erfurter Fanszene kritisch gegenüber.

In den 1990er Jahren entwickelte sich, zunächst durch Einzelpersonen vorangetrieben, eine Freundschaft zu den Anhängern von Eintracht Braunschweig, die durch das gegenseitige Besuchen der Spiele der jeweils anderen Mannschaft gepflegt wurden. Auch bedingt durch die Städtepartnerschaft zwischen Magdeburg und Braunschweig übertrug sich die Freundschaft auf einen Großteil der Fanszenen. Höhepunkt der Freundschaft war eine gemeinsame Feier mit mehreren hundert Fans nach dem Punktspiel beider Vereine im Dezember 2001 in einer Braunschweiger Diskothek. Die Freundschaft zu Eintracht Braunschweig wird von großen Teilen der Anhänger akzeptiert. Nach dem Elbehochwasser im Sommer 2013 organisierten die Fans ein Freundschaftsspiel beider Vereine zugunsten der Flutopfer.

Einige Mitglieder der "Blue Generation" pflegten von 2003 bis 2004 intensive Kontakte zur Ultra-Gruppe "Diablos Leutzsch" des FC Sachsen Leipzig. Der Großteil der Magdeburger Fans stand dieser Beziehung mit Ablehnung, teilweise sogar mit Hass gegenüber. Aus diesem Grund wurde die Freundschaft nach einem Jahr für beendet erklärt. Heute besteht eine intensive Freundschaft mit der Fanszene des polnischen Vereins Hutnik Kraków. Anlässlich des 60-jährigen Vereinsjubiläums trat die Mannschaft des 1. FC Magdeburg 2010 im Krakauer Stadion „Suche Stawy“ zu einem Freundschaftsspiel an, das von über 100 Magdeburger Ultras besucht wurde.

Fanrivalitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis auf wenige Ausnahmen wurden in der DDR-Oberliga keine freundschaftlichen Kontakte zu den Anhängern der gegnerischen Mannschaften gepflegt. Es herrschte eine allgemeine Abneigung gegen alle anderen Teams und deren Fans. Dies hat sich bis in die Gegenwart fortgesetzt, Spiele des FCM gegen ehemalige DDR-Oberligisten sind immer noch von Anfeindungen geprägt. Besondere Rivalitäten gibt es mit den Fans des Halleschen FC und der SG Dynamo Dresden. Das ist im Falle des HFC durch den Kampf um die Vorherrschaft in Sachsen-Anhalt begründet. Bei Dresden gehen die Rivalitäten bis in die 1970er Jahre zurück, als beide Mannschaften regelmäßig untereinander um den Meistertitel spielten. Das Spiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden wird in Anlehnung an den El Clásico, im ostdeutschen Fußball als "Elbclásico" bezeichnet.

Von der in den 1990er Jahren ebenfalls ausgeprägten Rivalität zu Lok Stendal und Fortuna Magdeburg ist seit Längerem nichts mehr zu spüren. Die beiden im nahen Umfeld beheimateten Vereine wurden von den FCM-Anhängern aufgrund ihrer sportlichen Vergangenheit geringschätzig behandelt. Da sich die sportliche Situation aber inzwischen weit auseinanderentwickelte, hat sich das Verhältnis versachlicht.

In der Saison 2015/16 wurde die Feindschaft zu den Anhängern des FC Hansa Rostock wiederbelebt. 25 Jahre nach der Wende spielen beide Vereine erstmals wieder in einer Liga. So wurde das Hinspiel am 23. September 2015 in Rostock (1:1) von schweren Ausschreitungen beider Fanlager, sowie einer minutenlangen Spielunterbrechung und das Rückspiel am 5. März 2016 in Magdeburg (4:1) durch mehrere Demonstrationen gegen "Kartenwilkür" überschattet, da der 1. FC Magdeburg dem FC Hansa Rostock im Vorfeld des Spiels nur 700 personalisierte Tickets zur Verfügung stellen wollte.[49]

In letzter Zeit wurden die Rivalitäten teilweise von Gewalttätern geschürt, die Sachbeschädigung und Körperverletzung eingeführt haben. Spiele mit rivalisierenden Mannschaften werden nur noch unter großem Polizeieinsatz durchgeführt.

Fanclubs und Organisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegen Ende der 1970er Jahre bildeten sich die ersten Fanclubs. Bis Mitte der 1980er Jahre wuchs die Zahl der offiziellen auf etwa 60. Die Gesamtanzahl der Fanclubs lag noch etwas höher. Einige Fanclubs registrierten sich nicht beim Verein, da dafür die persönlichen Daten der Mitglieder angegeben werden mussten, und Erfahrungen von anderen Fans zeigten, dass die Mitglieder zum Teil einer erhöhten Überwachung durch die Stasi ausgesetzt waren oder als inoffizieller Mitarbeiter geworben werden sollten, um von den Spielen des FCM Berichte zu verfassen. Mit den sportlichen Abstiegen nach der Wende ging das Interesse der Fans zurück. Erst mit dem Aufschwung ab Ende der 1990er bildeten sich wieder vereinzelte neue Fanclubs, oder ältere zwischenzeitlich aufgelöste schlossen sich wieder zusammen. Ein starker Anstieg ist seit der Eröffnung des neuen Stadions zu verzeichnen, zurzeit (Stand: Oktober 2015) sind 57 Fanclubs offiziell registriert.

Nach der Insolvenz im Jahr 2002 erfolgte die Gründung des "Fanrates Magdeburg e.V." Die Fans wollten mehr Einfluss auf die Vereinsarbeit nehmen, um ähnliche Situationen in Zukunft zu vermeiden und um die Interessen der FCM-Fans gewichtig zu vertreten. Der Fanrat unterstützt den Verein seither finanziell und organisatorisch. So wurden um Werbepartner für das Programmheft geworben, Nachwuchsmannschaften an den Spieltagen betreut, Trikotsätze organisiert und verschiedene Spenden- und Sammelaktionen für den FCM und andere gemeinnützige Zwecke unterstützt. Mitglieder des Fanrates betreuen seit mehr als sechs Jahren der Verkaufsstand des FCM auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt.

Das "Fanprojekt Magdeburg e.V." wurde 1990 als erstes Fanprojekt in Ostdeutschland gegründet. Aufgrund fehlender öffentlicher Mittel wurde die offizielle Fanprojekt-Arbeit gegen Ende der 1990er Jahre eingestellt.

Das neue "Fanprojekt Magdeburg" wurde 2008 gegründet und wird vom "Paritätischen Wohlfahrtsverband Sachsen-Anhalt" finanziell getragen. Als wichtigste Aufgabe wird die Betreuung von Jugendlichen und Fans gesehen. Seither organisiert die Blue Generation zu bestimmten Spielen oder Anlässen szenetypische Aktionen wie z.B. Choreographien und stellt einen Vorsänger zur akustischen Unterstützung der Mannschaft.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernd Gottschalck: Das Magdeburger Wunder in Rotterdam: Fußball-Geschichte des 1. FC Magdeburg von 1947 – 1999. Ziethen, Harry, 1999, ISBN 978-3-932090-65-3.
  • Annett Gröschner: Sieben Tränen muß ein Clubfan weinen. 1. FC Magdeburg – eine Fußballegende. Kiepenheuer, Leipzig 1999, ISBN 3-378-01038-X.
  • Volkmar Laube, Hans-Joachim Malli: 1. FC Magdeburg – Mein Club. ESV Verlags-Gesellschaft, Magdeburg 2000, ISBN 3-930794-02-0.
  • Volkmar Laube, Roland Uhl: Blau-Weißes Lexikon. 40 Jahre 1. FC Magdeburg. MDprint, Magdeburg 2005, ISBN 3-9808508-5-4.
  • Volkmar Laube, Roland Uhl: Vom Bosporus bis Bordeaux. Blau-Weiße EC-Geschichte. Alle Spiele, alle Tore. MDsport, Magdeburg 2008, ISBN 978-3-930794-06-5.
  • Hans-Joachim Malli, Peter Skubowius: 1. FC Magdeburg – vom Käse im Kuip, einem Tor für die Ewigkeit und der langen Rückkehr in den Profifußball. Herkules, Magdeburg 2015, ISBN 978-3-945608-06-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Magdeburg hat jetzt 3000 Mitglieder. 1. FC Magdeburg, 28. September 2015, abgerufen am 5. Februar 2016.
  2. Die Historie des 1. FC Magdeburg. 1. FC Magdeburg, 5. Februar 2016, abgerufen am 5. Februar 2016.
  3. Insolvenz: 1. FC Magdeburg vor dem Zwangsabstieg. rp-online.de, 6. Juni 2002, abgerufen am 5. Februar 2016.
  4. Aufstieg verpasst. 1.FC Magdeburg, 3. Juni 2007, abgerufen am 5. Februar 2016.
  5. Magdeburg verpasst Aufstieg. 1.FC Magdeburg, 4. Juni 2007, abgerufen am 5. Februar 2016.
  6. Magdeburg verpasst Aufstieg in die Zweite Liga. tagesspiegel.de, 3. Juni 2007, abgerufen am 5. Februar 2016.
  7. Paul Linz neuer Magdeburg Coach. dfb.de, 11. Dezember 2007, abgerufen am 5. Februar 2016.
  8. Paul Linz wird Heyne Nachfolger. focus.de, 11. Dezember 2007, abgerufen am 5. Februar 2016.
  9. FCM trennt sich von Cheftrainer Steffen Baumgart. 1. FC Magdeburg, 23. März 2010, abgerufen am 5. Februar 2016.
  10. Führungschaos beim 1. FC Magdeburg. mz-web.de, 11. November 2009, abgerufen am 5. Februar 2016.
  11. Volker Rehboldt zieht den Schlussstrich. mz-web.de, 17. November 2010, abgerufen am 5. Februar 2016.
  12. FCM-Präsident tritt zurück. Kicker.de, 18. November 2010, abgerufen am 5. Februar 2016.
  13. Detlef Ullrich freigestellt. sportfotos-md.de, 3. Mai 2012, abgerufen am 5. Februar 2016.
  14. Ullrich von seinen Aufgaben entbunden. kicker.de, 7. Mai 2012, abgerufen am 5. Februar 2016.
  15. Daniel Bauer nach Bedrohung vor dem Abschied. tagesspiegel.de, 19. November 2011, abgerufen am 5. Februar 2016.
  16. Bedrohter Fußballer verlässt Magdeburg. welt.de, 21. November 2011, abgerufen am 5. Februar 2016.
  17. Andreas Petersen neuer FCM-Trainer. sportfotos-md.de, 27. April 2012, abgerufen am 5. Februar 2016.
  18. Andreas Petersen übernimmt Magdeburg. kicker.de, 27. April 2012, abgerufen am 5. Februar 2016.
  19. FCM plant den Aufstieg. Volksstimme.de, 5. Juni 2013, abgerufen am 5. Februar 2016.
  20. Sowislo neuer FCM-Kapitän. Volksstimme.de, 10. August 2013, abgerufen am 5. Februar 2016.
  21. Andreas Petersen verlässt Magdeburg. 1. FC Magdeburg, 19. März 2014, abgerufen am 5. Februar 2016.
  22. Jens Härtel übernimmt den FCM. Volksstimme.de, 16. April 2014, abgerufen am 5. Februar 2016.
  23. Jens Härtel neuer FCM-Trainer. Kicker.de, 16. April 2014, abgerufen am 5. Februar 2016.
  24. Härtel muss Lösungen finden. Volksstimme.de, 21. Oktober 2014, abgerufen am 5. Februar 2016.
  25. Magdeburg schlägt Offenbach und steigt auf. spiegel.de, 31. Mai 2015, abgerufen am 5. Februar 2016.
  26. Magdeburg steigt auf. Bild.de, 31. Mai 2015, abgerufen am 5. Februar 2016.
  27. Magdeburg feiert den Aufstieg. welt.de, 31. Mai 2015, abgerufen am 5. Februar 2016.
  28. Der organisierte Aufstieg. mdr.de, 1. Juni 2015, abgerufen am 5. Februar 2016.
  29. Hammann wechselt nach Sandhausen. SV Sandhausen, 1. Juni 2015, abgerufen am 1. Februar 2016.
  30. Großer Bahnhof für den 1. FC Magdeburg. mdr.de, 22. Dezember 2015, abgerufen am 1. Februar 2016.
  31. Maik Franz kehrt zum 1. FC Magdeburg zurück; Mitteilung vom 1. FC Magdeburg vom 3. Januar 2016
  32. Maik Franz kehrt zum 1. FC Magdeburg zurück. Volksstimme.de, 4. Januar 2016, abgerufen am 1. Februar 2016.
  33. Franz wird Assistent der Geschäftsführung. sport1.de, 3. Januar 2016, abgerufen am 1. Februar 2016.
  34. FCM erreicht DFB-Pokal und verabschiedet acht Spieler. 1. FC Magdeburg, 15. Mai 2016, abgerufen am 15. Mai 2016.
  35. Ein Prozess der Neuordnung. Volksstimme.de, 17. Oktober 2015, abgerufen am 26. Februar 2016.
  36. FCM plant Ausgliederung. mdr.de, 22. September 2015, abgerufen am 26. Februar 2016.
  37. Beckenbauer eröffnet neue Magdeburger Arena. tagesspiegel.de, 10. Dezember 2006, abgerufen am 1. Februar 2016.
  38. Magdeburg jetzt offiziell „Eliteschule des Fußballs“-Standort. 1. FC Magdeburg, 26. März 2009, abgerufen am 31. März 2009.
  39. Ziele und Visionen des NLZ. 1. FC Magdeburg, 21. Januar 2016, abgerufen am 24. Januar 2016.
  40. Pyrotechnik legalisieren? huffingtonpost.de, 22. September 2015, abgerufen am 14. Februar 2016.
  41. Kallnik zeigt klare Kante. Volksstimme.de, 22. September 2015, abgerufen am 24. Januar 2016.
  42. Magdeburg will Punkte freiwillig abgeben. Kicker.de, 22. September 2015, abgerufen am 24. Januar 2016.
  43. FCM-Sportchef droht eigenen Fans. Kicker.de, 22. September 2015, abgerufen am 24. Januar 2016.
  44. Zuschauer-Teilausschluss auf Bewährung und 40.000 Euro Geldstrafe für den 1. FC Magdeburg. 1. FC Magdeburg, 9. Februar 2016, abgerufen am 14. Februar 2016.
  45. Rekordstrafe für Magdeburg. mdr.de, 9. Februar 2016, abgerufen am 14. Februar 2016.
  46. Empfindliche Strafe für den FCM. Volksstimme.de, 9. Februar 2016, abgerufen am 14. Februar 2016.
  47. FCM geht gegen Urteil vor. Volksstimme.de, 10. Februar 2016, abgerufen am 14. Februar 2016.
  48. FCM legt Einspruch ein. mz-web.de, 10. Februar 2016, abgerufen am 14. Februar 2016.
  49. Die Pyro Schande von Rostock. Bild.de, 24. September 2015, abgerufen am 3. März 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: 1. FC Magdeburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Dieser Artikel wurde am 2. Mai 2009 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.