Uptar

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Siedlung städtischen Typs
Uptar
Уптар
Föderationskreis Ferner Osten
Oblast Magadan
Stadtkreis Magadan
Gegründet 1932
Frühere Namen 47-j km
Siedlung städtischen Typs seit 1973
Bevölkerung 1991 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 220 m
Zeitzone UTC+11
Telefonvorwahl (+7) 4132
Postleitzahl 685902
Kfz-Kennzeichen 49
OKATO 44 401 560
Geographische Lage
Koordinaten 59° 54′ N, 150° 52′ OKoordinaten: 59° 54′ 0″ N, 150° 52′ 0″ O
Uptar (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Uptar (Oblast Magadan)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Magadan

Uptar (russisch Упта́р) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Oblast Magadan (Russland) mit 1991 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlung liegt etwa 40 Kilometer Luftlinie nördlich des Oblastverwaltungszentrums Magadan, von der Stadt und von der Küste des Ochotskischen Meeres durch einen gut 1000 m hohen Bergzug getrennt. Sie befindet sich am rechten Ufer des namensgebenden Uptar, eines linken Nebenflusses des Chassyn. Nördlich von Uptar erhebt sich der Chassyn-Kamm (Chassynski chrebet), ein Ausläufer des Kolymagebirges, ebenfalls auf über 1000 m.

Uptar gehört wie die einige Kilometer westlich gelegene Siedlung Sokol zum Stadtkreis Magadan.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlung entstand ab 1932, als dort im Zusammenhang mit dem Bau der Kolymatrasse in die Goldfördergebiete an der Kolyma ein Arbeitslager im System des Gulag entstand. Aufgrund der Lage bei Straßenkilometer 47 ab Magadan nach ursprünglicher, etwas längerer Trassierung trug die nicht eigenständige Siedlung einfach den Namen 47-j km („47. Kilometer“).

Ab 1970 wurde dort ein Güterumschlagsplatz für den Bau des Kolyma-Wasserkraftwerkes angelegt, und eine Arbeiterwohnsiedlung zunächst aus hölzernen Fertighäusern und später Plattenbauten entstand. Am 5. April 1973 wurde Uptar der Status einer Siedlung städtischen Typs unter dem heutigen Namen (ewenischen Ursprungs) verliehen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1979 2993
1989 3983
2002 2311
2010 1991

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westlich an Uptar führt die Fernstraße R504 Kolyma vorbei, die Magadan mit Nischni Bestjach bei Jakutsk verbindet (bisher M56, Nummer noch bis 2017 alternativ in Gebrauch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)