Uwe (Schiff, 1914)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Uwe
Uwe (ship, x1975) 02.jpg
Schiffsdaten
Flagge DeutschlandDeutschland Deutschland
andere Schiffsnamen

Fürstenberg

Schiffstyp Binnenschiff
Heimathafen Hamburg
Eigner Günther Kroll, Hamburg
Bauwerft Gebr. Wiemann, Brandenburg an der Havel
Stapellauf 1914
Verbleib 19. Dezember 1975 nach Kollision auf der Elbe gesunken
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
60,25 m (Lüa)
Breite 6,40 m
 
Besatzung 1
Maschinenanlage
Propeller 1
Sonstiges

Die Uwe war ein Binnenschiff, dessen Heck seit 1976 als Wrack in der Elbe vor Hamburg-Blankenese liegt. Es ist wegen seiner Nähe zum Ufer ein bekanntes Fotomotiv.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schiff wurde vom Berliner Lloyd AG, Hamburg, bei der Gebrüder Wiemann-Werft in Brandenburg an der Havel bestellt und 1914 als Baunummer 180 auf Kiel gelegt. Im selben Jahr wurde es auf den Namen Fürstenberg getauft und in Dienst gestellt. Nach mehreren Eignerwechseln wurde es 1973 von Günther Kroll übernommen und auf den Namen Uwe getauft.[1][2]

Eigner

Havarie auf der Elbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Binnenschiff Uwe fuhr am 19. Dezember 1975 mit einer Ladung Kupferschlacke elbabwärts. Es herrschte dichter Nebel, als es von dem Frachtschiff Wiedau überholt wurde. Um 17:03 Uhr tauchte das entgegenkommende Frachtschiff Mieczyslaw Kalinowski[3] auf der Höhe von Wittenbergen aus dem Nebel auf und rammte die Wiedau am Vorschiff. Die Wiedau drehte durch den Stoß nach Steuerbord in den Kurs der Uwe und durchtrennte das Binnenschiff in zwei Hälften. Der Schiffsführer konnte sich mit einem Sprung in die Elbe retten. Die Wiedau[4] kenterte. Bis auf ein Besatzungsmitglied, das auf der Back eingeklemmt wurde und ertrank, konnten sich 16 Besatzungsangehörige der Wiedau retten. Sie schwammen ans nahe Ufer von Blankenese, wo sie von den Einwohnern versorgt wurden.[5] An der Mieczyslaw Kalinowski entstand nur ein geringfügiger Schaden.[6]

Die Uwe wurde vom Bergungsunternehmen Harmstorf geborgen und verschrottet.[7] Das Heck erwies sich als zu schwer und wurde zur weiteren Verwertung auf den Strand des Betriebsgeländes gezogen, wo es dann verblieb, nachdem die Stadt Hamburg das Gelände gekauft hatte. Die Position des Wracks ist: 53° 33′ 33″ N, 9° 47′ 18″ OKoordinaten: 53° 33′ 33″ N, 9° 47′ 18″ O.

Das Wrack wird als Attraktion für Geotourismus auf der Webseite der Stadt Hamburg aufgelistet.[8]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In direkter Nachbarschaft befindet sich das Wrack des Schiffs Polstjernan.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bilder vom Wrack – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Binnen- und Seeschiffsregister (BSR), Charlottenburg - Registernummer 2331
  2. Binnen- und Seeschiffsregister (BSR), Hamburg - Registernummer 18335
  3. Mieczyslaw Kalinowski (IMO 7333432). Abgerufen am 14. Februar 2020.
  4. Wiedau (IMO 5389205). Abgerufen am 14. Februar 2020.
  5. Jan Mordhorst: 150 Jahre Bugsier. Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg 2016, ISBN 978-3-7822-1238-0 (Seite 312).
  6. Smooth Log, North Atlantic Weather. S. 163. (online) In: Mariners Weather Log. Band 20, U.S. Department of Commerce, National Oceanic and Atmospheric Administration, Environmental Data and Information Service, 1976.
  7. Eigel Wiese: Spannende Geschichten – Die Geheimnisse der Elbe-Wracks, Hamburger Abendblatt, 15. Juli 2015.
  8. Wrack der „Polstjernan“. In: Webseite Stadt Hamburg. hamburg.de Beteiligungs GmbH, abgerufen am 12. März 2020.