Valentin Friderich

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Valentin Friderich (* vor 1600; † 1640) war ein aus Dettelbach in Unterfranken stammender Festungsbauer.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Valentin Friderich wurde am 24. September 1600 erstmals schriftlich erwähnt bei seiner Aufnahme ins Bürgerrecht von Basel, wo er im gleichen Jahr in die Spinnwetternzunft aufgenommen wurde und fortan als Schreiner tätig war. Zwischen 1613 und 1618 erhielt er von der Berner Regierung Aufträge für Befestigungswerke im bernischen Aargau (Lenzburg, Königsfelden und Schenkenberg), die aber nur teilweise ausgeführt wurden. Um 1618 trat er in den Dienst des Grafen Mansfeld, kehrte aber nach einigen Jahren wieder nach Bern zurück und wurde 1623 für Reparaturarbeiten nach Payerne in die Waadt entsandt. 1624 beaufsichtige er Instandstellungsarbeiten an Festungen im Aargau (u.a. im Schlössli Aarau). Zudem entwarf er weitere Festungsbauten für Aarburg, Wangen an der Aare und den Pass Col de la Givrine bei Saint-Cergue.

1635 trat er in den Grossen Rat von Bern ein. 1619 veröffentlichte er das Lehrbuch Kriegs kunst zu Fuss' unnd Eigenlicher underricht mit sonderbarer Behendigkeit und geschwinden Vortheil allerhand Eydgnössischer Schlachtordnungen zu machen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carl Brun: Schweizerisches Künstler−Lexikon. Verlag Huber und Co. Frauenfeld, 1905, Bd. 1, S. 494 f.
  • Georges Grosjean: Der Plan der Stadt Bern und des Bermgartenwaldes von 1623, in: Jahresbericht der Geographischen Gesellschaft von Bern 45 (1959), S. 21-31 ([1])
  • Stefan Hess und Wolfgang Loescher: Möbel in Basel, Basel 2012.
  • Paul Hofer: Die Wehrbauten Berns, Bern 1953
  • Paul Kölner: Geschichte der Spinnwetternzunft zu Basel und ihrer Handwerke, Basel 1931.
  • Walther Merz: Die Lenzburg, Aarau 1904, S. 94.

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]