Valtenberg

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Valtenberg
Valtenberg von Putzkau gesehen

Valtenberg von Putzkau gesehen

Höhe 586,6 m ü. NHN [1]
Lage Sachsen (Deutschland)
Gebirge Lausitzer Bergland
Dominanz 12,3 km → Tanečnice
Koordinaten 51° 4′ 27″ N, 14° 16′ 40″ OKoordinaten: 51° 4′ 27″ N, 14° 16′ 40″ O
Valtenberg (Sachsen)
Valtenberg
Gestein Zweiglimmergranodiorit, Granodiorit
Besonderheiten König-Johann-Turm (AT)

Der Valtenberg (obersorbisch Sokolnik) ist mit 586,6 m ü. NHN[1] die höchste Erhebung des Lausitzer Berglands im Freistaat Sachsen.

Entstehung des Namens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noch im 18. Jahrhundert war die Bezeichnung Falckenberg üblich, aus dieser entstand der heute gültige Name Valtenberg. Auf die Wortwurzel Falke verweist auch der obersorbische Name Sokolnik (Sokol = Falke).

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Valtenberg befindet sich etwa 2,5 km südwestlich der Gemeinde Neukirch und 5 km nördlich von Neustadt in Sachsen. Die südliche Abdachung des Berges wird Hohwald genannt. Dort befindet sich unmittelbar an der Grenze zu Tschechien die Hohwaldklinik. Am südlichen Abhang des Berges befindet sich in einem alten Bergbaustollen die Quelle der Wesenitz, welche bei Pirna in die Elbe mündet. Der Gipfel und die Nordwestseite des Berges besteht aus Zweiglimmergranodiorit, während am Fuß Granodiorit zu finden ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wesenitzquelle auf dem Valtenberg, dahinter der Valentin-Erbstollen

1752–1762 befand sich am Südhang der Valentin-Erbstolln am Falckenberge, wo ein Quarzgang Gegenstand eines Bergbauversuches war. Das verrollte Stollenmundloch gilt heute als Quelle der Wesenitz.

Am 1. Juli 1857 wurde der noch heute bestehende steinerne Aussichtsturm eingeweiht, der in einer Bauzeit von 150 Tagen nach Entwurf des Zittauer Architekten Carl August Schramm entstand. Der Turm wurde nach König Johann von Sachsen benannt. 1859 wurde die hölzerne Bergwirtschaft durch Brandstiftung zerstört und durch einen Massivbau aus Stein ersetzt.

Vermessungssäule auf dem Turm

Als Station Nr. 6 Valtenberg war der Gipfel ab 1864 eine Station 1. Ordnung der Königlich-Sächsischen Triangulation. Aus diesem Grund wurde auf dem Aussichtsturm eine Vermessungssäule errichtet, die heute noch existiert. 1865 erfolgte ein erster Besuch König Johanns.

Die Wasserversorgung wurde 1938 durch eine Brunnenbohrung angestrebt. Das Berggasthaus brannte im Jahre 1951 erneut aus, wurde aber wieder aufgebaut. Die heute befindliche Gaststätte „Bergbaude Valtenberg“ wurde 1977 eröffnet. Jährlich findet auf dem Valtenberg ein Himmelfahrts- und Pfingstfest statt. 2007 wurde das 150-jährige Bestehen des König-Johann-Turms gefeiert.

Aussicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 22 m hohen König-Johann-Turm reicht der Blick über die Oberlausitzer Berge bis zum Zittauer Gebirge und bis in das Elbsandsteingebirge und zum Kamm des Erzgebirges. Bei Fernsicht ist der Kamm von Iser- und Riesengebirge sichtbar.

Wege zum Gipfel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Über den Berg führt eine Vielzahl von Wanderwegen, bekannt ist der Oberlausitzer Bergweg, welcher alle bedeutenden Lausitzer Berge überschreitet.
  • Als Ausgangspunkt für den kürzesten Aufstieg kann der Bahnhof Neukirch West dienen, von dort führt der Weg über eine grün markierte Route zum Gipfel.
  • Auch die Hohwaldschänke an der Staatsstraße NeustadtSteinigtwolmsdorf ist ein günstiger Ausgangspunkt für eine Besteigung des Berges. Von dort folgt man einem mit blauen Wegzeichen markierten Weg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Schulze: Der Valtenberg. Oeser, Neusalza i. S. 1886 (Digitalisat)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Valtenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)