Varenholz

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Varenholz
Gemeinde Kalletal
Koordinaten: 52° 10′ 14″ N, 8° 59′ 11″ O
Höhe: 81 m ü. NN
Fläche: 6,1 km²
Einwohner: 835
Bevölkerungsdichte: 137 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Postleitzahl: 32689
Vorwahl: 05755
Karte
Lage in Kalletal

Varenholz ist eine Ortschaft der Gemeinde Kalletal im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftbild von Varenholz

Die Ortschaft liegt im Wesertal zwischen Vlotho und Rinteln in den südlichen Auewiesen am Fuß zum Lipper Bergland. Die Weser floss einst direkt an der Ortschaft vorbei, inzwischen hat sich ihr Lauf nach Norden verlegt. Die Weser kann an dieser Stelle mit einer Gierseilfähre nach Veltheim überquert werden (Personen- und Fahrradfähre, Betrieb nur an Wochenenden und Feiertagen).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Varenholz
Varenholz um 1845, Lithografie von L. Niebour

In Varenholz befindet sich das Schloss Varenholz. 1188 wurde es erstmals als Besitz der Herren Vornholte genannt. 1924 wurde die Hochseilfähre Veltheim eingerichtet. 1925 ertranken hier 81 Soldaten der Reichswehr beim Übersetzen von Veltheim nach Varenholz, was bis heute als größtes Unglück des deutschen Heeres in Friedenszeiten gilt. Seitdem mussten alle Rekruten bei der Reichswehr und später bei der Wehrmacht das Schwimmen erlernen. Heute erinnert ein Denkmal an das Unglück. In den Jahren von 1945 bis 1949 wurde das Schloss Varenholz von der Universum Film (UFA)-Filmgesellschaft gemietet. Danach wurde es Internat, heute beherbergt es eine private Haupt- und Realschule mit Internat und ist im Eigentum des Landesverbandes Lippe.

Varenholz wurde am 1. Januar 1969 in die Gemeinde Kalletal eingegliedert.[1]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Weserfreizeitzentrum bei Varenholz mit Wasserski-Anlage und Campingplatz ist im Sommer einer der Hauptanziehungspunkte der Umgebung.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Varenholz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 67..