Kreis Lippe

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Kreises Lippe Deutschlandkarte, Position des Kreises Lippe hervorgehobenKoordinaten: 51° 56′ N, 8° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Landschaftsverband: Westfalen-Lippe
Verwaltungssitz: Detmold
Fläche: 1.246,21 km²
Einwohner: 350.750 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 281 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: LIP
Kreisschlüssel: 05 7 66
Kreisgliederung: 16 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Felix-Fechenbach-Straße 5
32756 Detmold
Webpräsenz: www.lippe.de
Landrat: Axel Lehmann (SPD)
Lage des Kreises Lippe in Nordrhein-Westfalen
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Über dieses Bild

Der Kreis Lippe ist ein Kreis im Regierungsbezirk Detmold (Ostwestfalen-Lippe) im Nordosten Nordrhein-Westfalens. Kreisstadt ist Detmold. Das Kreisgebiet entspricht weitgehend dem ehemaligen Land Lippe. Neben Westfalen und dem nördlichen Teil des Rheinlandes ist Lippe dritter Bestandteil des Landes Nordrhein-Westfalen, was sich auch im Landeswappen niederschlägt. Der historisch namensgebende Fluss Lippe berührt den Kreis nicht.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbarkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kreis Lippe grenzt im Uhrzeigersinn im Nordosten beginnend an die Landkreise Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden (alle in Niedersachsen), an die Kreise Höxter, Paderborn und Gütersloh, an die kreisfreie Stadt Bielefeld sowie an die Kreise Herford und Minden-Lübbecke (alle in Nordrhein-Westfalen).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe hierzu auch: Lippe (Land) und Haus Lippe.

Der Kreis steht in der Tradition des früheren Territoriums im Heiligen Römischen Reich und des späteren deutschen Bundesstaates Lippe. Die im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnten Herren zur Lippe bauten hier ihr Herrschaftsgebiet auf, wurden 1529 zu Reichsgrafen und 1789 zu Reichsfürsten erhoben. 1815 trat Lippe dem Deutschen Bund bei und war von 1871 bis 1945 Gliedstaat des Deutschen Reiches, seit 1918 als Freistaat. Seit 1932 bestanden als Verwaltungseinheiten die Kreise Detmold und Lemgo, denen 1934 auch die zuvor kreisfreien Städte Detmold und Lemgo zugeordnet wurden.

Am 21. Januar 1947 wurde der Freistaat Lippe durch die Militärverordnung Nr. 77 der britischen Besatzungsmacht mit dem Land Nordrhein-Westfalen vereinigt. Am 1. April 1947 wurde aus dem westfälischen Regierungsbezirk Minden und Lippe der neue Regierungsbezirk Minden-Lippe mit Sitz in Detmold gebildet (ab 2. Juni 1947 Regierungsbezirk Detmold). 1949 traten die vom nordrhein-westfälischen Landtag am 5. November 1948 verabschiedeten Gesetze – aufbauend auf den sogenannten Lippischen Punktationen – zur Regelung der Vereinigung des Landes Lippe mit dem Land Nordrhein-Westfalen in Kraft, woraufhin der Landesverband Lippe gebildet wurde. Die Gemeinden Lipperode und Cappel wurden dem Kreis Lippstadt zugeordnet.

1969 und 1970 erfolgte eine Neugliederung der Gemeinden in den Kreisen Lemgo (am 1. Januar 1969 durch das Lemgo-Gesetz) und Detmold (am 1. Januar 1970 durch das Detmold-Gesetz). Aus ehemals 168 selbständigen lippischen Städten und Gemeinden wurden 16 Städte und Gemeinden gebildet. Die Stadt Lügde und die Gemeinden Harzberg und Kempen-Feldrom fielen dem Kreis Detmold, die lippische Exklave Grevenhagen dem Kreis Höxter zu. Im Bielefeld-Gesetz wurden die bisherigen Kreise Lemgo und Detmold mit Wirkung von 1. Januar 1973 zum Kreis Lippe mit Sitz in Detmold zusammengelegt.

Dieser Kreis stimmt in seiner territorialen Ausdehnung weitgehend mit der ehemaligen Herrschaft/Grafschaft/Fürstentum und Land Lippe überein und kann daher auf eine annähernd 900-jährige kontinuierliche Geschichte zurückblicken und kurz als „Lippe“, beziehungsweise als das „Lipperland“ aufgefasst werden.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner[2]
1975 323.270
1980 328.064
1985 323.160
1990 340.202
1995 360.471
2000 365.006
2005 360.858
2010 351.158
2015 350.750

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl des Lipper Kreistags 2014
in Prozent
 %
40
30
20
10
0
38,1 %
34,2 %
10,7 %
5,1 %
4,4 %
4,1 %
3,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+2,9 %p
-0,9 %p
+0,2 %p
-4,7 %p
+0,4 %p
-1,3 %p
+3,3 %p
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Sitzverteilung im
Lipper Kreistag 2014
       
Von 60 Sitzen entfallen auf:

Oberkreisdirektor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1. Januar 1973 bis 30. Juni 1973: Hellmuth Krüger (beauftragter Oberkreisdirektor)
  • 1. Juli 1973 bis 14. Juli 1985: Hilmar Lotz
  • 15. Juli 1985 bis 14. Juli 1993: Udo-Paul Haase
  • 15. Juli 1993 bis 30. September 1999: Helmut Kauther

Zum 1. Oktober 1999 erfolgte im Rahmen der Kommunalverfassungsreform eine Zusammenfassung des hauptamtlichen Oberkreisdirektors mit dem ehrenamtlichen Landrat zum hauptamtlichen Landrat, daher gibt es seit dem 1. Oktober 1999 keinen Oberkreisdirektor mehr.

Landrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreistag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreistag Lippe, Ergebnis der Kommunalwahl 2009

Aktuell gibt es im Kreistag folgende Sitzverteilung nach Fraktionen (Stand September 2014):

SPD CDU GRÜNE FDP DIE LINKE Fraktionslos Gesamt
23 23 6 3 3 2 60
CDU 21
FREIE WÄHLER 2
AfD 2

Durch die letzte Wahl haben die FREIEN WÄHLER ihren Fraktionsstatus verloren. Nach gescheiterten Verhandlungen mit der AfD über die Bildung einer gemeinsamen Fraktion und ihrem Ausschluss aus der Wählergruppe haben die beiden Mandatsträger sich der CDU-Fraktion angeschlossen.[3] CDU (+ FREIE WÄHLER), GRÜNE und FDP bilden eine Koalition.[4]

Wappen, Flagge und Banner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Banner Kreis Lippe

Das Wappen des Kreises zeigt in Silber (weiß) eine rote fünfblättrige Rose mit goldenen (gelben) Butzen und goldenen (gelben) Kelchblättern (siehe Lippische Rose).

Der 1973 im Zuge der kommunalen Gebietsreform gebildete Kreis Lippe führt mit Genehmigung vom 17. Juli 1973 die lippische Rose in seinem Wappen. Historisch gesehen ist die Rose seit Jahrhunderten Wappensymbol für die Herrschaft, die Grafschaft, das Fürstentum und den Freistaat Lippe. Seit der Zusammenlegung der beiden Kreise Detmold und Lemgo stimmt das Gebiet des Kreises Lippe im Wesentlichen mit dem des ehemaligen Landes Lippe überein. Es lag daher nahe, mit Rücksicht auf die gemeinsame Geschichte von ungewöhnlicher Kontinuität über nahezu acht Jahrhunderte die lippische Rose als neues Kreiswappen vorzusehen. Die 16 goldenen Staubgefäße symbolisieren die Städte und Gemeinden des neuen Kreises Lippe.

Der Kreis führt eine Flagge mit den Farben Gelb und Rot, längsgestreift, mit dem zur Stange verschobenen Kreiswappen sowie ein Banner mit den Farben Gelb und Rot, längsgestreift mit dem Kreiswappen in der oberen Hälfte. (§ 2 der Hauptsatzung des Kreises[5])

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochschulstädte in Lippe sind Detmold und Lemgo. In Detmold ist der Sitz der Hochschule für Musik. In Lemgo befindet sich der Hauptsitz der Hochschule Ostwestfalen-Lippe; sie hat in Lippe einen weiteren Standort in Detmold und außerhalb von Lippe in Höxter und Warburg.

In Horn-Bad Meinberg befindet sich das Europäische Zentrum für universitäre Studien der Senioren Ostwestfalen-Lippe.

Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gebäude des Centrum Industrial IT (CIIT) auf dem Campus Lemgo der Hochschule OWL findet sich die Dependance der Fraunhofer-Gesellschaft

Als außeruniversitäre Forschungseinrichtungen finden sich in Detmold das Max Rubner-Institut mit dem Institut für Sicherheit und Qualität von Getreide und in Lemgo die Fraunhofer-Gesellschaft mit dem Fraunhofer-Anwendungszentrum Industrial Automation (IOSB-INA).

Das Gebäude, in dem sich das Fraunhofer-Anwendungszentrum befindet, steht auf dem Lemgoer Campus der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und wurde im Rahmen einer public-private partnership von Privatinvestoren errichtet. Die dort angesiedelte Forschung hat den Schwerpunkt der IT-basierten Automation.

Förderung der Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Förderung von Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie Kultur hat der Kreis Lippe 2001 die Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe gegründet. Auf diesem Gebieten ist ebenfalls der Landesverband Lippe fördernd tätig.

Innovation Campus Lemgo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2016 wurde mit dem Innovation Campus Lemgo ein neues Großprojekt bekanntgegeben[6]. Es soll ein neues Ökosystem für die digitale Wirtschaft in Ostwestfalen-Lippe entstehen, dass vorhandene und neue Akteure im Umfeld der Hochschule durchgängig entlang der Innovationskette Bildung - Forschung - Wirtschaft vernetzt. Hierzu werden die beiden Berufskollegs, das Fraunhofer-Anwendungszentrum IOSB-INA, die Hochschule OWL, Technologiezentren (wie SmartFactoryOWL) und Science2Business-Zentren (wie Centrum Industrial IT) eng zusammenarbeiten. Mit der Lipperlandhalle steht auf dem Campus eine multifunktionelle Veranstaltungslocation zur Verfügung. Bisherige Flächen sollen aufgewertet, neue Plätze mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen sowie weitere Forschungseinrichtungen und Unternehmen angesiedelt werden.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flugplätze und Flughäfen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz Oerlinghausen ist ein großer Segelflugplatz, auf dem auch kleine Motorflugzeuge starten und landen. Ein weiterer Regionalflugplatz ist der Flugplatz Detmold. Nahe Blomberg befindet sich der Flugplatz Blomberg-Borkhausen.

Die nächstgrößeren Flughäfen außerhalb des Kreisgebiets befinden sich in Bielefeld und bei Paderborn (international).

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kreis Lippe wird von den beiden Bahnstrecken Lager Bahn, Herford–Paderborn und der S-Bahn Hannover erschlossen. Die Bedienung im Personennahverkehr erfolgt durch die Zugläufe

  • RB 72 „Ostwestfalenbahn“ Paderborn–Detmold–Lage-Bad Salzuflen–Herford (täglich im Stundentakt)
  • RE 82 „Der Leineweber“ (Altenbeken–) Detmold–Bielefeld und weiter bis Münster (Detmold–Münster werktags im Stundentakt, sonntags alle zwei Stunden),
  • RB 73 „Der Lipperländer“ Lemgo–Lage-Oerlinghausen–Bielefeld und weiter über Herford bis Rahden (im Stundentakt),
  • Linie 5 der S-Bahn Hannover (Hannover-Flughafen – Hannover – Hameln – Schieder – Steinheim (Westf.) – Altenbeken – Paderborn).

Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von der Westfalenbahn, der Eurobahn und der NordWestBahn, sowie auf der S-Bahnlinie 5 von der DB Regio.

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kreis Lippe wird im Nordwesten von der Bundesautobahn 2 DortmundHannover zwischen Bielefeld und Herford berührt. Die Bundesautobahn 33 im Sennegebiet von Bielefeld nach Paderborn führt westlich am Kreisgebiet vorbei.

Innerhalb des Kreises Lippe verlaufen die B 1, B 66, B 238, B 239 und die B 252. Als weitere wichtige Straßen gelten noch die Ostwestfalenstraße und die Extertalstraße.

Der Kreistag hat 2006 beschlossen, ein Projekt zum Public Private Partnership auszuschreiben. Es wird beabsichtigt, den Straßenbau, den Straßenbetrieb und die Straßenunterhaltung des Kreises zu privatisieren. Innerhalb der Bevölkerung ist dieses Vorhaben umstritten, es hat sich hierzu eine Initiativgruppe zum Bürgerbegehren gebildet. In seiner Sitzung am 6. November 2006 hat der Kreistag das Bürgerbegehren als unzulässig zurückgewiesen.

Fahrrad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kreisgebiet wird von mehreren Radfernwegen und lokalen Radwegen durchkreuzt, unter anderem von der Wellness-Route und den „BahnRadRouten“ Hellweg–Weser und Weser–Lippe, sowie dem Europaradweg R1 von Boulogne-sur-Mer am Atlantik bis St. Petersburg in Russland. Der Kreis ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen, ebenso wie die kreisangehörige Stadt Lemgo.

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die landwirtschaftliche Nutzung fällt in den einzelnen Regionen Lippes ganz unterschiedlich aus: Während in Augustdorf nur 2,8 % der Katasterfläche landwirtschaftlich genutzt werden, sind es in Leopoldshöhe 81 %. Dieser Unterschied ist vor allem auf den Teutoburger Wald zurückzuführen, denn alle Regionen, die direkt an der Bergkette liegen, haben nur eine geringe landwirtschaftlich genutzte Fläche (Augustdorf: 2,8 %, Oerlinghausen 12,2 %, Schlangen 13,8 %). In Augustdorf und Schlangen tritt als weitere Einschränkung hinzu, dass ein erheblicher Teil des jeweiligen Gemeindegebiets vom Truppenübungsplatz eingenommen wird.

Gesundheitswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgestellte Krankenhausbetten im Kreis Lippe
Krankenhaus Sitz Betten
Klinikum Lippe (ehemals Krankenhaus Lippe-Detmold)
gehört zum Kreis Lippe und besitzt Betriebsstätten in Lemgo und Bad Salzuflen
Detmold 1362
Lippische Nervenklinik Dr. Spernau (LNK) (psychiatrisch–psychotherapeutisches Akutkrankenhaus) Bad Salzuflen 0101
GPZ Lippe (Gemeindepsychiatrisches Zentrum, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie)
gehört zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Münster) und zur Gesundheitsholding Lippe des Kreises Lippe
Detmold 0064
Hellweg-Klinik Oerlinghausen, Fachklinik für Psychotherapie und Suchtmedizin mit einer Tagesklinik in Lage
gehört zum Evangelischen Johanneswerk, Bielefeld
Oerlinghausen,
Lage (Lippe)
0020
(nur Tagesklinik)
Gesamt 1527

Daneben unterhält das Klinkum Lippe im Gesundheitszentrum in Bad Salzuflen-Schötmar eine Betriebsstelle für Kinder- und Jugendpsychiatrie mit 48 Betten.

Außerhalb des Krankenhausplanung gibt es noch zahlreiche Rehabilitationskliniken:

Bad Salzuflen
Extertal-Laßbruch
  • Oberbergklinik Weserbergland, Klinik für Psychotherapie, Psychiatrie und Psychosomatik
Horn-Bad Meinberg
  • MediClin Rose Klinik
  • Dr. Becker Brunnen-Klinik, private Rehaklinik für Psychotherapie, Psychiatrie und Psychosomatik

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Radio Lippe ist das private Lokalradio für den Kreis. Neben selbst produzierten Sendungen übernimmt es das Rahmenprogramm von Radio NRW.

Der WDR unterhält in Detmold ein Büro, das zum WDR-Studio Bielefeld gehört und Radio- und Fernsehbeiträge für den gesamten WDR und die ARD produziert.[7]

Die Lippische Landes-Zeitung ist die werktäglich erscheinende Lokalzeitung des Kreises. Die Stadt Lügde und ihre Ortsteile zählt zum Verbreitungsgebiet der Tageszeitung Pyrmonter Nachrichten, einer Lokalausgabe der Deister- und Weserzeitung, Hameln.Lippe aktuell ist ein zweimal wöchentlich erscheinendes durch Werbung finanziertes Anzeigenblatt, das kostenlos an nahezu alle lippischen Haushalte verteilt wird.

Im Rahmen des Landesmediengesetzes haben Interessierte die Möglichkeit, eigene Radioproduktionen im Bürgerfunk von Radio Lippe auszustrahlen. Für diese Produktionen stehen ehrenamtlich organisierte Radiowerkstätten frei zugänglich zur Verfügung (in Detmold und in Hörste).

Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niedersachsen Bielefeld Kreis Gütersloh Kreis Herford Kreis Minden-Lübbecke Kreis Paderborn Kreis Höxter Augustdorf Bad Salzuflen Barntrup Blomberg Detmold Dörentrup Extertal Horn-Bad Meinberg Kalletal Lage (Lippe) Lemgo Leopoldshöhe Lügde Oerlinghausen Schieder-Schwalenberg Schlangen (Gemeinde)Municipalities in LIP.svg
Über dieses Bild

Der Kreis Lippe setzt sich aus folgenden zehn Städten und sechs Gemeinden zusammen (in Klammern die Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2015):[8]

Städte

  1. Bad Salzuflen (53.341)
  2. Barntrup (8.846)
  3. Blomberg (15.370)
  4. Detmold (74.817)
  5. Horn-Bad Meinberg (17.126)
  6. Lage (35.120)
  7. Lemgo (41.276)
  8. Lügde (9.751)
  9. Oerlinghausen (17.616)
  10. Schieder-Schwalenberg (8.708)

Gemeinden

  1. Augustdorf (9.828)
  2. Dörentrup (7.970)
  3. Extertal (11.522)
  4. Kalletal (13.914)
  5. Leopoldshöhe (16.401)
  6. Schlangen (9.144)

Bad Salzuflen, Lage und Lemgo gelten als mittlere kreisangehörige Städte, Detmold als große kreisangehörige Stadt.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bildung des neuen Kreises wurde diesem mit Wirkung vom 1. Januar 1973 das Unterscheidungszeichen DT zugeteilt. Dieses war bereits seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Detmold gültig. Am 1. November 1990 wurde dem Kreis das neue Unterscheidungszeichen LIP zugeteilt, das bis heute ausgegeben wird. Das frühere Unterscheidungskennzeichen LE (Altkreis Lemgo) wurde bisher ebenfalls nicht wieder eingeführt.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kreis Lippe – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Lippe – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 18. Juli 2016. (Hilfe dazu)
  2. Landesdatenbank Nordrhein-Westfalen
  3. lz.de
  4. spdlippe.de
  5. Hauptsatzung des Kreises Lippe (PDF; 145 kB)
  6. Webseite Innovation Campus Lemgo
  7. Website WDR-Büro Detmold
  8. Amtliche Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 18. Juli 2016. (Hilfe dazu)
  9. Website Frank Schäffler