Vasknarva

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58.99944444444427.738611111111Koordinaten: 59° 0′ N, 27° 44′ O

Karte: Estland
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Vasknarva
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Estland
Vasknarva

Vasknarva (bis 1923 russisch Сыренец (Syrenetz), niederdeutsch und schwedisch: Nyslott) ist ein Dorf (estnisch küla) der Landgemeinde Alajõe estnischen Kreis Ida-Viru am linken Ufer des Grenzflusses Narva bei seinem Abfluss aus dem Peipussee. Vasknarva hat 59 Einwohner (Stand 2000).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ordensburg von Vasknarva wurde 1427 bis 1442 erbaut. Sie entstand an der Stelle eines durch Pleskauer Truppen zerstörten Vorgängerbaus, der 1349 in der Zeit des Ordensmeisters Goswin von Herike errichtet worden war. Die Ordensburg wurde im Livländischen Krieg fast dem Erdboden gleichgemacht, der letzte Vogt Dietrich von der Steinkuhl verlor Anfang Juni 1558 hier seinen ganzen Besitz, jedoch wurde die Burg erneut wieder aufgebaut.

Erst im für Schweden siegreichen russisch-schwedischen Krieg (sog. Ingermanländischer Krieg, 1610 bis 1617) wurde sie vollständig zerstört und - da aus strategischen Gründen nicht mehr notwendig - vermutlich aufgegeben. Zur Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert im Nordischen Krieg war sie nur noch Ruine und wurde 1721 an die Russen übergeben. Steine der ehemaligen Festungsanlage wurden zum Bau des russischen Fischerdorfes Syrenetz verwendet.

Erst 1818 wurde hier zunächst eine Russisch-Orthodoxe Holzkirche des Propheten Elija erbaut, danach 1867–1873 eine neue Kirche, die während des Zweiten Weltkrieges zerstört wurde und erst 1978 wieder aufgebaut wurde.

Heute[Bearbeiten]

Um Vasknarva liegt ein wichtiges Erholungsgebiet mit vielen Datschen und Zeltenmöglichkeiten. In Vasknarva befinden sich eine Grenzschutzstelle und ein Anlegekai für Boote. Die Bevölkerung ist fast zu 100 % russischsprachig.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Die Ruinen der alten Ordensburg von Vasknarva (Neuschloss)

Weblinks[Bearbeiten]