Saugstelle

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befestigte Zufahrt zur Saugstelle für die Feuerwehr in Herbstein, Vogelsbergkreis, Hessen

Die Saugstelle ist eine Entnahme- bzw. Übergabestelle für die Feuerwehr oder für andere Möglichen. Diese passiert durch eine Saugleitung, eine Schlauch- oder Rohrleitung zum Ansaugen oder Umflüllen einer Flüssigkeit oder eines Gases. Dies gehört bei der Feuerwehr zur Löschwasserversorgung.

Beschaffenheit und Aufbau der Saugstelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abstände der Entnahmestellen müssen so gewählt sein, dass mit den örtlichen Löschkräften alle zu schützenden Objekte mit Löschwasser versorgt werden können.

Befestigte Zufahrten müssen bei jedem Wetter von Fahrzeugen mit einer Achslast von 10 t befahren werden können.

Die Saughöhe soll möglichst niedrig gehalten werden und 5 m nicht überschreiten.

Die Tauchtiefe (Überdeckung des Saugkorbes) muss bei einem Wasserdurchfluss von 800 l/min etwa 30 cm und bei 1600 l/min mindestens 50 cm betragen.

Die Löschwasserstellen müssen auch bei Frost unverzüglich benutzbar sein.

Die Saugleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Wasser gelassene Saugleitung. Die rote Leine ist die Ventilleine, die helle ist die Halteleine.

Einen wesentlicher Bestandteil einer Saugstelle stellt die Saugleitung dar, die entweder fix installiert ist oder erst bei Bedarf ausgelegt wird. Unter einer Saugleitung im Bereich der Feuerwehr versteht man die gesamte Leitung aus einer offenen Wasserentnahmestelle bis zu einer Feuerlöschpumpe, um Löschwasser zu gewinnen. Kennzeichnend für eine Saugleitung ist der im Betrieb entstehende Unterdruck.

Aufbau der Saugleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Feuerwehr-Dienstvorschrift beschreibt die Saugleitung wie folgt:[1]

  • Der Saugkorb und (in der Regel) der Saugschutzkorb
  • Eine Ventilleine, die mit einem Karabinerhaken am Saugkorb befestigt wird. Sie bietet die Möglichkeit das Rückschlagventil durch kräftiges Ziehen zu öffnen und damit die Saugschläuche zu entleeren. Dies wird vor dem Abbauen der Saugleitung durchgeführt, um das Gewicht beim Herausheben zu verringern (ungefähr 15 kg Wasser pro Schlauch beim üblichen A-Saugschlauch).
  • Optional eine Halteleine, welche die Saugschläuche sichert. Dabei wird sie mit Halbschlägen an den Kupplungen angebracht und kann so dazu benutzt werden, die Saugschläuche aus dem Wasser zu ziehen. Im Falle des Auseinanderbrechens der Saugleitung, verhindert sie den Verlust der Saugschläuche.
  • Die formstabilen Saugschläuche, die es in den Größen A, B und C[2] gibt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Feuerwehr-Dienstvorschrift 1 Grundtätigkeiten - Lösch- und Hilfeleistungseinsatz (mit redaktionellen Ergänzungen bis März 2007) Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, 2007 (pdf, 10 MB) abgerufen am 14. April 2017.
  2. EN ISO 14557.