Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie

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Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V.
(vbm)
Logo
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 8. Juli 1947
Sitz München
Zweck Gestaltung und Verhandlung von Tarifverträgen mit den Gewerkschaften für zukunftsfähige und betriebswirtschaftlich sinnvolle Arbeitsbedingungen
Vorsitz Alfred Gaffal
Geschäftsführung Bertram Brossardt
Mitglieder 673 Betriebe
Website www.vbm.de
Foyer Haus der bayerischen Wirtschaft
Atrium

Der vbm – Verband der bayerischen Metall- und Elektroindustrie e. V. ist ein Zusammenschluss von 653[1] Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Bayern. Im Gegensatz zu seiner Schwesterorganisation, dem Bayerischen Unternehmensverband Metall und Elektro, sind im vbm ausschließlich tarifgebundene Unternehmen organisiert. Alle Mitgliedsbetriebe des vbm sind automatisch auch Mitglied im bayme und können alle dort angebotenen Services nutzen.

Der zentrale Zweck ist die Gestaltung und Verhandlung von Tarifverträgen mit den Gewerkschaften für zukunftsfähige und betriebswirtschaftlich sinnvolle Arbeitsbedingungen. In der Fläche ist der vbm mit bayernweit sieben Geschäftsstellen in Augsburg, Coburg, München, Nürnberg, Regensburg, Passau und Würzburg vertreten.

Aktuell sind 445.219 Arbeitnehmer und 19.012 Azubis in Mitgliedsunternehmen des vbm beschäftigt. Der Verband ist Mitglied der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regional[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der vbm orientiert sich hinsichtlich ihrer regionalen Untergliederung an den bayerischen Regierungsbezirken und hat somit sieben regionale Bezirksgruppen. Diese befinden sich in:

  • Nürnberg (Mittelfranken)
  • Passau (Niederbayern)
  • München (Oberbayern)
  • Coburg (Oberfranken)
  • Regensburg (Oberpfalz)
  • Augsburg (Schwaben)
  • Würzburg (Unterfranken)

Daneben unterhält der vbm Verbindungsbüros in Brüssel und New York.

Organisatorisch[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptgeschäftsstelle im Haus der bayerischen Wirtschaft in München ist in folgende Abteilungen organisiert:

  • Zentrale Dienst
  • Tarif, Kollektive Arbeitsbedingungen, Arbeitswissenschaft
  • Grundsatzabteilung Recht
  • Planung und Koordination
  • Bildung und Integration
  • Regionen und Services
  • Operations, Marketing, IKT, Chief Digital Officer
  • ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e.V.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 653 Mitgliedsbetriebe mit 466.938 Arbeitnehmern in den Mitgliedsbetrieben[3]
  • Alle Mitgliedsbetriebe des vbm sind automatisch auch Mitglieder im bayme und können alle dort angebotenen Services nutzen.

Netzwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglied bei Gesamtmetall, dem deutschen Dachverband der M+E Arbeitgeber. Über die vbw hat der vbm direkte Verbindungen zu anderen bayerischen Unternehmensverbänden und auf Bundesebene zum Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), zur Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sowie zu weiteren Verbänden.

Weitere Partner:

  • procedo M+E by gps GmbH
  • KME – Kompetenzzentrum Mittelstand GmbH
  • ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e. V.
  • mbw – Medienberatung der Wirtschaft GmbH
  • hbw – Haus der Bayerischen Wirtschaft
  • Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gemeinnützige GmbH
  • Vorsprung durch Bildung – eine Initiative der Bayerischen Wirtschaft
  • Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) gemeinnützige GmbH
  • Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz)gemeinnützige GmbH
  • Online-Börse Kooperation Schule-Wirtschaft
  • AKTIV Wirtschaftszeitung
  • Service und Beratung für den Mittelstand GmbH
  • Zentrum für Arbeitsbeziehungen und Arbeitsrecht
  • INSM Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH
  • Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V. (IW)

Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Praxistest überprüft der Verband Ideen und neue Konzepte. Die meisten Projekte werden in den Mitgliedsbetrieben umgesetzt. Sie nutzen insoweit direkt den mitwirkenden Mitgliedsunternehmen und werden über Berichte, Leitfäden und bei Veranstaltungen allen Mitgliedern zugänglich gemacht. Hier einige Beispiele:

  • career(me) – Bewerberportal für Facharbeiter, Ingenieure und Führungskräfte
  • career international(me) – Bewerberportal für Facharbeiter, Ingenieure und Führungskräfte aus Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Italien, Spanien
  • power 25+(me) – Die an power(me) teilnehmenden Betriebe ermöglichen Jugendlichen, die aufgrund ihrer schulischen Leistung und Sozialkompetenz bisher keine Ausbildung in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie aufgenommen haben, einen Einstieg in einen M+E Beruf.
  • gesund (me) – Telefonischer Beratungsservice für die Beschäftigten der Mitgliedsunternehmen von bayme vbm im Rahmen des Aktionsprogramms Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband ist der größte Metall- und Elektro-Industrie-Verband in Deutschland. Über 800.000 Menschen sind in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie beschäftigt. Der vbm ist der größte Parteispender in Deutschland und hat seit dem Jahr 2000 mehr als fünf Millionen Euro an deutsche Bundestagsparteien gespendet,[4] davon (zwischen 2002 und 2011) 0,47 Mio. Euro an die FDP und 3,69 Mio. Euro an die CSU.[5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website bayme vbm
  2. https://www.baymevbm.de/baymevbm/%C3%9Cber-uns/Organisation/Organigramm/index-3.jsp
  3. Mitglieder. Abgerufen am 13. Februar 2020.
  4. Onlineauftritt Unklarheiten.de
  5. Visualisierung der Parteispenden (2002-2011): http://labs.vis4.net/parteispenden/