Verband deutscher Unternehmerinnen

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Verband deutscher Unternehmerinnen
Rechtsform Eingetragener Verein
Sitz Berlin
Gründung 1954

Ort Köln
Präsidentin Jasmin Arbabian-Vogel
Mitglieder 1.800
Website www.vdu.de

Der Verband deutscher Unternehmerinnen e. V. (VdU) ist ein deutscher Wirtschaftsverband, der die Interessen von Unternehmerinnen gegenüber der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vertritt. Sitz des VdU ist Berlin. Bis 1991 hieß der Verband Vereinigung von Unternehmerinnen (VvU).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der VdU wurde 1954 von der Stahlunternehmerin Käte Ahlmann gemeinsam mit 30 weiteren Unternehmerinnen zunächst als Vereinigung von Unternehmerinnen (VvU) in Köln gegründet. Als Vorbild dienten dabei französische Unternehmerinnen, die sich acht Jahre zuvor zu einer eigenen Interessenvertretung zusammengeschlossen hatten. Dieses Netzwerk fand weitere Mitglieder und entwickelte sich zu einem international vernetzten Wirtschaftsverband. Anerkennung für die ökonomische Leistung der Unternehmerinnen durchzusetzen und ihren Beitrag zum Wohlstand in Deutschland sichtbar zu machen, war ein Kernziel der VvU-Gründerinnen, das den Verband bis heute leitet. 1991 erfolgte die Umbenennung in Verband deutscher Unternehmerinnen e. V. Darüber hinaus wurde das Engagement im Zuge der Wiedervereinigung auch auf die neuen Bundesländer ausgedehnt.

Neben der Stärkung der Akzeptanz, Gleichberechtigung und öffentlichen Wahrnehmung der Frau als Unternehmerin in der Wirtschaft und Gesellschaft fördert der VdU auch den Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmerinnern und Existenzgründerinnen. Zu diesem Zweck gründeten Mitglieder des VdU im Jahre 2001 die Käte Ahlmann Stiftung. Seit 1954 bietet der VdU Frauen in der Wirtschaft eine Plattform. Die persönlichen Kontakte zwischen den Unternehmerinnen verschiedener Branchen machen den Verband zu einem starken Netzwerk. Zusätzlich verbindet der VdU die unternehmerische Interessenvertretung und frauenpolitische Lobby.

Die Kommissionen im VdU[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommissionen ermöglichen Unternehmerinnen die inhaltliche Mitwirkung an zentralen Themen des VdU.

  • VdU-Wirtschaftskommission: Erarbeitung von wirtschaftspolitischen Positionen für den VdU
  • VdU-MINT-Kommission: Stärkung der Präsenz von Frauen in Zukunftstechnologien
  • VIT – das VdU International Team: Pflege des internationalen Unternehmerinnen-Netzwerks

Organisation und Führung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der VdU ist Mitglied des Weltdachverbandes FCEM (Les Femmes Chefs d'Entreprises Mondiales) und steht somit im branchenübergreifenden Kontakt mit Unternehmerinnen aus mehr als 60 Ländern. Organisatorisch ist der VdU in 16 Landesverbände gegliedert. Die Mitglieder und Landesverbandsvorsitzenden sowie der Bundesvorstand arbeiten ehrenamtlich.

Gegenwärtig sind ca. 1.800 deutsche Unternehmerinnen im VdU organisiert. Sie erwirtschaften einen Umsatz von ca. 85 Milliarden Euro und beschäftigen etwa 500.000 Mitarbeiter. Im Juni 2018 wurde die Hannoveraner Unternehmerin Jasmin Arbabian-Vogel zur neuen Verbandspräsidentin gewählt.[1]

Geschäftsführerin ist Claudia Große-Leege.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Julia Weisberg, Claudia Große-Leege (Text): Verband deutscher Unternehmerinnen. Unternehmerinnen aus Leidenschaft, Broschüre ca. DIN A6, hrsg. vom Verband deutscher Unternehmerinnen e.V., Berlin: Januar 2014
  • Claudia Große-Leege, Viola Maguerre, Julia Weisberg (Red.): 60 Jahre VdU. Jahresversammlung der Unternehmerinnen. Jubiläumsmagazin, hrsg. vom Verband deutscher Unternehmerinnen e.V., Berlin: 2014
  • Silvia Mazura, Julia Weisberg, Claudia Große-Leege: "Blick zurück, Blick nach vorn". 60 Jahre Verband deutscher Unternehmerinnen. Hrsg. vom Verband deutscher Unternehmerinnen e.V., Berlin: 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.vdu.de/news/news-einzelansicht/news/unternehmerinnen-waehlen-neue-praesidentin-und-setzen-auf-netzwerken-40.html